YouTube Music Key: Googles Premium-Abo-Service geleakt

Music Key heißt Googles kommender Premium-Dienst für YouTube und Play Music
Music Key heißt Googles kommender Premium-Dienst für YouTube und Play Music(© 2014 Android Police, CURVED Montage)

Seit längerem schon wird darüber spekuliert, ob und wann Google einen kostenpflichtiges Premium-Abo für YouTube anbietet, mit dem Nutzer unbegrenzt (Musik-)Videos konsumieren können. Nun sind zahlreiche Details ans Tageslicht gekommen, die einen solchen Service, genannt Music Key, endlich bestätigen, damit verbunden Offline-Wiedergabe, Hintergrund-Audio und Werbefreiheit versprechen und den Dienst als direkten Nachfolger von Googles Play Music All Access sehen.

Den Kollegen von Android Police liegen exklusive Informationen und jede Menge Screenshots vor, die verraten, wohin die Reise für Googles Abo-Service Music All Access in Kombination mit dem eigenen Video-Portal YouTube gehen wird. Danach wird Key Music das bisherige Modell ablösen — oder besser erweitern: Für 9,99 US-Dollar im Monat sollen Abonnenten zukünftig den bekannten unbegrenzten Zugriff auf das Angebot von Googles Play Music erhalten, zusätzlich aber auch von den neuen Features und Inhalten bei YouTube profitieren.

Offline- und Hintergrund-Wiedergabe wird Key Music für die YouTube-App bringen(© 2014 Android Police)

Im Video-Netzwerk dürfen zahlende Kunden — anhand der Screenshots der YouTube-App gehen wir stark davon aus, das alle anderen Nutzer keine der neuen Funktionen werden nutzen können — sich dann über werbefreie Videos, Audio-Wiedergabe im Hintergrund (beispielsweise bei abgeschaltetem Display) und einen Offline-Modus für den Videokonsum auch ohne bestehende Internetverbindung freuen. In wie weit sich vor allem der letzte Punkt lediglich auf zum Music Key-Paket gehörige Musik-Video oder sämtliche Clips auf YouTube bezieht, bleibt unklar.

20 Millionen Titel will Google über Music Key bereitstellen(© 2014 Android Police)

Denn neben Funktionen sind Inhalte die zweite große Säule von Music Key auf YouTube: Die Texte auf den Screenshots lesen sich dahingehend, dass der Nutzer im großen Stile offizielle Inhalte, sprich Musikvideos, Konzertmitschnitte, Remixes und Cover-Versionen finden wird — also nicht die bislang diffus verteilten und gespiegelten Videos, sondern eine von Google in Zusammenarbeit mit den Labels gepflegte Musik-Datenbank, die aus 20 Millionen HQ-Tracks bestehen soll. Ob die allerdings alle mit einem Video versehen sind, ist fraglich; eher dürften den Nutzer auch zahlreiche Standbilder oder Album-Cover erwarten.

Als Premium-Service soll Music Key auf YouTube natürlich werbefrei sein(© 2014 Android Police)

Auf dieser Masse an von Google kuratierten Inhalten basiert dann auch ein weiterer Vorteil für den geneigten Music Key-Abonnenten: Anhand der ohnehin schon in YouTube aktiven und effektiven Algorithmen, soll Music Key in der Lage sein, dem Hörer sinnvolle Vorschläge für neue Titel, Playlists und Remixes zu unterbreiten.

Klingt soweit alles recht vielversprechend; ein großes Problem bleibt allerdings speziell für deutsche Interessenten bestehen: Was sagt die GEMA? Den Launch von Google Play Music All Access musste Google seinerzeit hierzulande deutlich verschieben, weil die Verhandlungen sich erwartungsgemäß zäher als in den USA gestalteten. Es könnte im Idealfall sein, dass damals Music Key gleich mit besprochen wurde und das Ganze also zeitgleich mit dem (noch nicht definierten) US-Start auch hierzulande launcht. Im schlimmsten Fall schaut GEMA-Land aber länger oder gar komplett in die Röhre. Hinzu kommt, dass Google zuletzt auch in den USA diesbezüglich Probleme mit diversen Indie-Labels und anderen Urhebern des bei YouTube gehosteten Video-Contents hatte.

10 Dollar monatlich wären ein angemessener Preis für eine YouTube- und Play Music-Flatrate.(© 2014 Android Police)

Aufgrund der recht final wirkenden Screenshots gehen wir dennoch davon aus das Google Music Key im Herbst, möglicherweise parallel mit dem Launch von Android L und den neuen Nexus-Geräten wenigstens für die USA offiziell vorstellen und starten wird. Spätesten dann werden wir erfahren, ob auch deutschen Musikvideo-Freunden ein heißer Herbst bevorsteht.


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