Yuilop - kostenlose Kommunikation mit allen Kontakten

Kommunikation kann manchmal ganz schön teuer sein. Das gilt vor allem, wenn man keine SMS-Flat für Fremdnetze hat. Darum gibt es inzwischen schon zahlreiche Chat-Apps und Instant Messaging-Dienste auch fürs Smartphone, beispielsweise Ping Chat oder Skype. Doch bei Ping kosten SMS im Fremdnetze auch, wenn sie nicht von einer Flat abgedeckt werden. Und bei Skype kann man eben nur mit den Skype-Kontakten kommunizieren.

Etwas weiter ist da eine neue Anwendung, yuilop. Die App kombiniert nach Aussagen der Entwickler das Beste aus Mobilfunk und Instant Messaging. Yuilop ist plattformübergreifend und fasst alle Nachrichten mit einem Kontakt in einem einzigen Thread zusammen. So kann man nicht nur mit den Handy-Kontakten, sondern auch mit den Facebook-Freunden und anderen yuilop-Nutzern kommunizieren.

Hat man die App installiert, legt man einen Account an und kann dann seine eigene yuilop-Mobilfunknummer aussuchen. Diese Nummer wird angezeigt, wenn man über yuilop eine SMS verschickt. Yuilop hat drei Menüpunkte: Unter „Unterhaltungen“ werden alle bisher geführten Unterhaltungen via yuilop angezeigt. „Kontakte“ listet wie der Name sagt alle Kontakte, die auf dem Handy gespeichert sind sowie die Facebook- und yuilop-Kontakte auf. Und unter Profil findet man neben der yuilop-Nummer die eigenen Profilinformationen sowie einen Button, über den man Freunde einladen kann. Unter diesem Menüpunkt befindet sich auch eine Energie-Anzeige. Mit dem Akku-Ladezustand hat das allerdings nichts zu tun. Für jede gesendete Nachricht verliert man Energie, für jede empfangene Nachricht bekommt man Energie. Das animiert natürlich dazu, yuilop möglichst vielen weiterzuempfehlen – clever gemacht. Andererseits nimmt es der App möglicherweise auch ein Stück weit Potential, denn viele Nutzer könnten skeptisch sein, wenn sie feststellen, dass sie für yuilop eine eigene Mobilfunk-Nummer bekommen und sich dann entscheiden, dass sie die Anwendung lieber nicht nutzen.

Um mit den Facebook-Kontakten zu chatten, die gerade im FB-Chat online sind, muss man seinen Facebook-Account mit yuilop verknüpfen, was jedoch kinderleicht ist. Selbst weniger versierte Nutzer sollten keine Schwierigkeiten damit haben.

Die Nachrichten werden bei yuilop über die bestehende Daten- oder Internetverbindung versendet. Da das Datenaufkommen laut den yuilop-Entwicklern sehr gering ist, sollte das auch bei einer begrenzten Datenübertragungsmenge kein Problem darstellen. Wie der Test zeigte, sind die versendeten Nachrichten tatsächlich kostenlos und tauchen weder in der SMS-App noch in der SMS-Übersicht der Abrechnung auf.

Für die Zukunft ist auch die Einbindung weiterer Dienste wie z.B. Twitter geplant. Hier darf man wirklich gespannt sein auf die Umsetzung. Auch kostenloses Telefonieren ist in Planung. Im Test hat yuilop sehr gut funktioniert. Die App ist einfach zu bedienen und stellt Nachrichtenstränge übersichtlich dar. Kontakte listet sie wirklich alle auf, sowohl die auf dem Smartphone gespeicherten als auch die yuilop-Kontakte und die Facebook-Freunde. Sowohl per SMS als auch via Facebook-Chat hat die App gut funktioniert. Ein kleines Manko gibt es allerdings noch: Auf einem nicht mehr ganz aktuellen Motorola Milestone mit relativ vollem Speicher war die yuilop etwas langsam. Mit einem zeitgemäßen Smartphone mag das jedoch ganz anders aussehen.

Die Idee mag nicht ganz neu sein, die Umsetzung ist jedoch gut gelungen und wenn weitere Chat- und Text-Dienste noch integriert werden, ist yuilop eine vielversprechende App. Die App ist relativ schlank gehalten, ohne viel Schnick-Schnack, dafür aber funktional. Der Android-App folgen demnächst auch die Anwendungen für iOS, Symbian, BlackBerry und WP7.