Zehn fixe Tuning-Tipps für ein schnelleres Android

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Mehr Leistung: Die folgenden Tipps sorgen aktivieren den Turbo
Mehr Leistung: Die folgenden Tipps sorgen aktivieren den Turbo(© 2014 istock/falun)

Was häufig genutzt wird, das verschleißt. Im Tech-Zeitalter heißt das aus Software-Sicht auch: Es wird langsamer. Folgende Tipps aktivieren bei Eurem Smartphone wieder den Turbo.

Frühjahrsputz auf dem Home Screen

Fangen wir einmal mit dem an, was zuerst ins Auge fällt: der Homescreen. Ja, Ihr liebt Eure vielen Widgets und den animierten Hintergrund. Aber Ihr könnt es Euch schon denken: Alles, was Echtzeit-Berechnungen und permanente Updates erfordert, das frisst nicht nur Euren Akku schneller leer, sondern drückt auch auf die Geschwindigkeit. Braucht Ihr also wirklich einen Live-Hintergrund? Mitnichten. Ein schönes Hintergrundbild reicht allemal und schenkt Euch mehr Leistung.

Weg mit den Apps

Mit Apps ist es wie mit Kleidung: Nach einiger Zeit hat man sich eventuell satt gesehen, und sie hängt nur noch verlassen im Schrank. Das Pendant auf dem Smartphone wäre dann der zweite oder dritte Screen. Kurzum: Die dort geparkten Apps nutzt Ihr sowieso nur noch selten bis nie. Doch nur, weil Ihr sie nicht aktiv nutzt, heißt das nicht, dass nicht trotzdem Prozesse im Hintergrund laufen, die Euer Smartphone langsamer machen. Ruft in den Einstellungen den Reiter "Apps" auf und verschafft Euch einen Überblick darüber, welche Apps und Prozesse momentan aktiv sind - und welche davon Ihr unbedingt braucht. Der Rest kann weg.

Adieu, Animationen!

Sie poppen auf, zoomen und sliden. Das zerclusterte Android-Ökosystem bringt es mit sich, dass jeder Hersteller von Smartphones über das Standard-Android seine eigene Benutzeroberfläche programmiert. Und jede bringt ihre eigenen Animationen mit, die wiederum den Prozessor beanspruchen und Euer Gerät verlangsamen. Killt sie! Wie? Ruft die Developer-Einstellungen auf, indem Ihr einmalig mehrfach auf den Bereich in den "Einstellungen" klickt. Dort findet Ihr die Reiter "Window animation scale", "Transition animation scale" und  "Animator duration scale". Stellt sie auf 5x oder deaktiviert sie völlig.

Immer up-to-date

Wo Ihr Euch gerade schon in den Einstellungen befindet: Checkt gleich, ob sich Euer System auf dem neuesten Stand befindet. Bugfixes können dafür sorgen, dass Euer Android nicht nur sicherer und stabiler, sondern auch schneller läuft.

Leert den Cache

Wie auf Eurem normalen Rechner können sich im Cache häufig benutzter Smartphone-Apps viele Daten ansammeln, die Euer Gerät träge machen. Deshalb solltet Ihr den Zwischenspeicher von Zeit zu Zeit leeren. Wählt dazu den Menüpunkt "Einstellungen | Apps | Cache leeren" aus. Achtet aber darauf, dass Ihr nicht auf "Dateien löschen" tippt, denn dann sind auch Einstellungen und Konten futsch. Ihr könnt auch den Cache aller Anwendungen auf einmal löschen. Dies funktioniert unter "Einstellungen | Speicher | Daten im Cache". Nach einem längeren Antippen müsst Ihr noch bestätigen, dass Ihr alle Daten im Cache löschen wollt.

Auto-Synchronisierungen abschalten

Ihr wundert Euch, warum Euer Smartphone nicht nur langsam daherkommt, sondern auch der Akku schnell leer ist? Ein Grund könnte die automatische Synchronisierung etlicher Apps im Hintergrund sein. Da checkt Dropbox, ob sich auch all Eure Fotos in der Cloud befinden, die Wettervorhersage passt sich Eurem Standort an - und Euer Mail-Postfach wird alle paar Minuten auf Eingänge abgeklopft. Ruft Einstellungen | Benutzerkonto | Auto-Sync auf, um das zu ändern. Wenn Ihr die Synchronisierung nicht vollends stoppen wollt, dann reduziert zumindest die Update-Intervalle.

Ein anderer Launcher muss her

Android-Pros wissen, worum es geht. Allen anderen sei kurz gesagt: Ein Launcher ist letzten Endes das, was Ihr seht und bedient, wenn Ihr Euer Android-Smartphone anschaltet - vergleichbar mit dem "Finder" unter OS X oder dem "Arbeitsplatz" unter Windows. Nur muss der vorinstallierte Launcher auf Eurem Smartphone nicht unbedingt der beste sein. Wie Ihr Alternativen installiert, welche es gibt und was deren Vor- und Nachteile sind, das haben wir in einem Überblicksstück für Euch zusammengefasst.

Wie wär's mit einem Custom-Rom?

In den vergangenen Tagen und Wochen haben wir gehäuft über CyanogenMod (CM), Root und Custom-Roms berichtet. Warum? Weil Ihr damit einfach mehr aus Eurem Android-Smartphone herauskitzeln könnt - und das mit vergleichsweise wenig Aufwand. Gerade CM sollte das Mittel Euer Wahl sein, wenn Euer Gerät nicht in den Genuss eines offiziellen Android-Updates kommt und das alte System Euch nur ausbremst.

Wenn das nicht ausreicht: Übertakten

Da werden Erinnerungen an die Anfänge der PC-Ära wach, als man mit dickem Lüfter und Kühlpaste bewaffnet sich anschickte, die CPU zu neuen Höchstleistungen zu pushen. Auch Euer Android-Smartphone könnt Ihr mitunter übertakten. Apps wie SetCPU und Android Overclock helfen Euch dabei. Doch Vorsicht: Dieser Schritt kann, wenn Ihr es übertreibt, Eurer Hardware schaden zufügen und ist nicht durch eine Garantie gedeckt. Seid also vorsichtig, bevor Euer Smartphone heißläuft.

Zurück auf Los: Werkseinstellungen

Der letzte und wohl drastischste Schritt ist das Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen, was einer Neu-Installation gleichkommt. Das bedeutet auch: Sämtliche Daten werden auf dem Gerät gelöscht. Allerdings bekommt Ihr dafür auch ein sofwareseitig fabrikneues Gerät. Ganz wichtig: Sichert Eure Daten in einem Backup. Dann setzt den Prozess über  Einstellungen | Backup | Auf Werkseinstellungen zurücksetzen in Gang.

Habt Ihr noch weitere Tipps, die Euer Android schneller gemacht haben? Dann lasst es uns in den Kommentaren wissen.


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