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Zu Besuch in Conrads Drohnenwerkstatt

Drohnen bei Conrad
Drohnen bei Conrad(© 2014 CURVED)

Ein Brummen über den Köpfen, ein leichter Windhauch: Daran wird man sich künftig wohl gewöhnen müssen. Wenn man am Strand oder im Park nach oben schaut, sieht man inzwischen immer häufiger Drohnen umherfliegen. Was die Faszination der ferngesteuerten Fluggeräte ausmacht, zeigt ein Besuch in der Drohnenwerkstatt von Conrad.

Drohnen? Nein, eigentlich sind die derzeitigen Trend-Gadgets gar keine Drohnen, wie mir Timm Woszidlo von Conrad Electronics beim Besuch der Filiale in Hamburg-Altona erklärt. "Drohnen sind unbemannte Flugobjekte – und die sind in Deutschland nicht für den Privatgebrauch erlaubt." Bei den meisten Fluggeräten handelt es sich um ferngelenkte Quadrocopter, die über vier Propeller verfügen. "Doch der Name Drohne hat sich dafür eingebürgert."

Also reden wir weiter über Drohnen, als ich mich vor Ort über die verschiedenen Modelle informiere und mir zeigen lasse, wie sie funktionieren. Natürlich interessiert mich vor allem das derzeitige Highend-Modell, die DJI Phantom II Vision. Der weiße Quadrocopter hat eine Kamera in GoPro-Qualität eingebaut, die sich per Smartphone-App bedienen lässt. Er sieht auch nicht aus wie ein Spielzeug, sondern wie ein Fluggerät für echte Kerle. Das spiegelt sich im Preis wider: Rund 1.200 Euro kostet der Spaß. Als ich zugreifen will, bremst mich Timm ein wenig und empfiehlt, dass ich erst einmal mit einem kleineren Fluggerät übe. "Wenn eine 30-Euro-Drohne abstürzt, tut das finanziell nicht so weh!"

Übung macht den Meister

Und da Timm weiß, dass ich bisher noch keine Drohne geflogen bin, empfiehlt er mir, vorher ein wenig zu üben. Ein guter Tipp: Wer schon mal ein schnelles ferngelenktes Auto gesteuert hat, wird wissen, wie schwierig es ist, immer auf der korrekten Bahn zu bleiben – vor allem bei schnellen Richtungswechseln. Und bei Fluggeräten kommt schließlich noch eine weitere Ebene dazu. Hier muss ich mich nicht nur auf links und rechts, vorwärts und rückwärts konzentrieren, es geht auch auf und ab – und um die eigene Achse herum. Kein Wunder, dass selbst der Profi nach gut einer Viertel Stunde Flugzeit erst einmal eine kurze Pause braucht.

Wie es aussieht, wenn man sich ein wenig mit dem Flugeigenschaften beschäftig hat, zeigt mir Timm in der Conrad-Filiale mit der DJI Phantom II Vision. Als Steuerung für die integrierte Kamera nutzen wir mein iPhone 6 Plus, die kostenlose App habe ich kurzerhand aus dem App-Store heruntergeladen. Aber auch mit einem Android-Gerät wäre die Kamerasteuerung möglich gewesen. Nun muss die Drohne noch kurz kalibriert werden. Die Kalibrierung ist extrem wichtig, da durch das Drehen des Quadrocopters um zwei Achsen der Kompass korrekt eingestellt wird. Schließlich verfügt die DJI Phantom II Vision über einen eingebauten Stabilisator, der sie ruhig in der Luft hält. Das funktioniert nur korrekt, wenn Ihr die Drohne richtig kalibriert. LEDs auf der Unterseite informieren Euch über den Fortschritt.

Souveräner Indoor-Flug

Ich hätte mich nicht getraut, den Quadrocopter im Verkaufsraum zu starten. Die Rotoren haben so viel Power, dass ein versehentlicher Kontakt mit der Phantom II schmerzhaft werden könnte. Doch Timm weiß, wie man die Drohne steuert. Und es ist schon eindrucksvoll, wie er das Fluggerät souverän über die Verkaufsstände lenkt. Während des Fluges durfte ich immerhin auf dem per Wlan verbundenen iPhone die Kamera ausrichten.

"Hört sich an wie ein wilder Hummelschwarm!"

Man kann nicht behaupten, dass die Drohne geräuschlos fliegt, der Motor kündigt sie schon sehr deutlich an. "Hört sich an wie ein wilder Hummelschwarm", sagt Timm mit einem Lächeln. Das hat aber auch den Vorteil, dass man nicht von einem Drohnenflug überrascht wird. Und die Motorengeräusche locken garantiert Zuschauer an: Während des Fluges werden wir von Kunden umringt, die mit ihren Smartphones fleißig Fotos machen.

Drohnen begeistern, nicht nur mich. Und wer sich einmal selbst an die Fernsteuerung traut, wird sie nicht mehr so schnell loslassen wollen. Aber ich werde den Rat von Timm beherzigen und erst einmal mit einem Einstiegsmodell meine ersten Runden in der Luft zu drehen. Allerdings sicher nicht mit dem Flugobjekt, dass mir Timm am Ende des Videos überreicht hat...

 

Alles zum Thema Drohnen findet ihr auf unserer Themenseite.


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