Zu riskant: Acer verabschiedet sich von Windows Phone

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Für Acer ist Windows Phone ein finanzielles Risiko
Für Acer ist Windows Phone ein finanzielles Risiko(© 2014 CC: Flickr/Stratageme.com)

Eine geringe Nachfrage und ein schlechtes App-Angebot: Acer zieht nun die Reißleine und will auf absehbare Zeit keine Smartphones und Tablets mit Windows Phone mehr produzieren. In einem Interview äußerte sich das taiwanische Unternehmen, was sich an dem Microsoft-OS ändern müsse.

Im Vergleich zu Android und iOS tut sich Windows Phone schwer. Daher ist es Acer im Moment zu riskant, neue Geräte mit diesem Betriebssystem zu entwickeln. Im Interview mit dem Inquirer identifizierte Allen Burnes, Vizepräsident der Smartphone-Sparte, die zentralen Probleme – diese überraschen nicht. Künftige Updates der Firmware müssten eine Verbesserung des App-Angebots mit sich bringen. Von den derzeit 100 beliebtesten Anwendungen fänden sich keine Portierungen für Windows Phone. Hinzu kommt, dass die Akzeptanz und die Verbreitung des Betriebssystems einfach zu gering sind.

"So lange die Menschen nicht darüber sprechen, welche großartigen Erfahrungen sie mit Window Phone machen, können wir so nicht weitermachen."

Ganz abgeschrieben hat Acer Windows Phone nicht, die Erwartungshaltung ist aber eindeutig: "So lange die Menschen nicht darüber sprechen, welche großartigen Erfahrungen sie mit Window Phone machen, können wir so nicht weitermachen", sagte  Allen Burnes weiter.

Sowohl in den USA als auch in Europa hat das Betriebssystem von Microsoft mit den Nutzerzahlen zu kämpfen: Laut dem jüngsten Quartalsbericht der International Data Corporation (IDC) liegt der Anteil von Windows Phone weltweit bei 3,9 Prozent, bis 2018 könnte dieser Wert auf 7 Prozent ansteigen. Aber auch dieses Ziel wäre Allen Burnes noch zu wenig: Erst bei einem Marktanteil von 10 bis 15 Prozent würde es sich für Acer lohnen, das Angebot an Geräten mit Windows Phone auszubauen. Bis dieser Fall eintritt, dürfte es aber noch einige Zeit dauern.


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