Zuckerberg will die große, blaue Facebook-App zerlegen

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Mark Zuckerberg sieht Facebooks mobile Zukunft in Einzelteilen statt als großes Ganzes
Mark Zuckerberg sieht Facebooks mobile Zukunft in Einzelteilen statt als großes Ganzes(© 2014 CC: Flickr/TechCrunch)

Facebook ist offenbar doch nicht der eine Dienst, der alle Lebensbereiche des Alltags bestimmt – zu dem Schluss kommt Mark Zuckerberg in einem Interview mit der New York Times. Dabei verrät er einige interessante Details darüber, wie sich das soziale Netzwerk über die Jahre hinweg entwickelt hat. Und warum auch anderen Apps die Zukunft gehört. 

"Ich glaube, auf ihren Mobilgeräten wollen die Leute andere Dinge", so eine der großen Schlussfolgerung von Mark Zuckerberg in dem Interview. Das hat natürlich auch einen Einfluss darauf, wie das soziale Netzwerk sich in Zukunft aufstellt. Lange Zeit waren die Desktop-Nutzer die große Zielgruppe von Facebook, später kamen die Smartphones und Tablets hinzu. Mittlerweile hat sich aber eine Erkenntnis breit gemacht: Das Prinzip Facebook lässt sich nicht so einfach von dem einen Gerät auf das andere übertragen.

"Facebook is not one thing."

Möglicherweise ist Facebook nämlich kein Dienst, der in seiner bisherigen Form wirklich auf Smartphones passt, gesteht Zuckerberg. Das Display der heutigen Geräte ist vergleichsweise klein, die Freundeslisten, eingehenden Nachrichten und geposteten Fotos im News Feed hingegen nehmen sehr viel Platz ein. Das spiegelt sich auch im Nutzungsverhalten wider:  "Facebook ist nicht eine Sache", so Zuckerberg.

Warum WhatsApp, Instagram und Co. wichtiger werden

Zwar verbringen wir 20 Prozent unserer Zeit mit dem Smartphone oder Tablet auf Facebook, sagt Zuckerberg. Allerdings nutzen die Menschen nicht mehr für jede Form der Kommunikation den Dienst. Wer heute Fotos mit Freunden teilen will, greift dazu lieber auf Instagram zurück. Zum Chatten bieten sich etwa der Facebook Messenger an, und auch WhatsApp erfreut sich als SMS-Alternative großer Beliebtheit. Zum Glück für Facebook sind all diese Dienste unter einem Dach vereint – nämlich unter dem eigenen.

"What we’re doing with Creative Labs is basically unbundling the big blue app."

Der Trend geht laut Zuckerberg somit immer mehr in die Richtung, dass es für jede Form der Kommunikation eine eigenständige Anwendung geben wird. "Das ist das, was wir mit Creative Labs machen: Wir zerlegen die große blaue App". Ein Beispiel hierfür ist beispielsweise Paper – diese Anwendung ist das erste Produkt dieser Zusammenarbeit.


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