Zukunftsmodell E-Mail: Googles Inbox soll Gmail ablösen

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E-Mail mal anders: Google Inbox
E-Mail mal anders: Google Inbox(© 2014 YouTube/Google)

Im Jahr 2014 fühlt sich das Prinzip E-Mail mitunter ein wenig angestaubt an. Google will es mit seiner neuen Inbox-App in die Zukunft führen – langfristig sogar in eine Zukunft nach Gmail. Das jedenfalls ist die Marschroute für das ambitionierte Projekt, die dessen Lead Designer kürzlich in einer Fragerunde auf Reddit verriet.

Inbox krempelt das althergebrachte E-Mail-Postfach auf Basis automatischer Filter mit einem gewissen To-Do-Listen-Einschlag um. In der etwas gewöhnungsbedürftigen und noch lange nicht am Ziel angekommenen App sieht Google einen Nachfolger für Gmail – wenn auch erst langfristig, wie Lead Designer Jason Cornwell zugibt: "Inbox ist etwas Neues – deshalb starten wir es als ein separates Produkt.“

Neuanfang statt Gmail-Erweiterung

Im Rahmen der Arbeit an Inbox habe man sich genau angeschaut, wie E-Mails heutzutage genutzt werden und die App auf Basis dieser Erkenntnisse aufgebaut – ganz bewusst von Grund auf neu. Cornwell erklärt das Prinzip so: "Wir hatten nicht das Gefühl, dass wir diese Probleme nur mit ein paar neuen Features für Gmail lösen könnten.“ Mit der Zeit soll der Dienst in seinen Funktionen erweitert und Nutzer-Feedback einbezogen werden, damit der neue Ansatz sich durchsetzt. "Wir hoffen, dass jeder Inbox anstelle von Gmails nutzen wollen wird. Letztendlich werden unsere Nutzer entscheiden.“

Das Projekt ist Ende Oktober mit einer iOS-, Android- und Chrome-Web-App in den halboffenen Beta-Test gestartet, für den jeder interessierte Nutzer um eine Einladung bitten kann. In seiner aktuellen Form ist Inbox leider noch nicht allzu nützlich, wie Kollege Amir in seinem Test festgestellt hat. Der erhoffte Gmail-Nachfolger steht aber noch am Anfang seiner Entwicklung. Mal sehen, wie viel Geduld Google mit dem Projekt hat.


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