Zur WWDC: Ein neues Macbook Air muss her!

Her damit !19
Das Macbook Air
Das Macbook Air(© 2014 CC: Flickr/Tim Trueman)

Auch wenn wir noch kein einziges Bauteil gesehen haben, so ist die Siri-Box schon jetzt der heimliche Star der WWDC, Apples hauseigener Entwicklerkonferenz, Anfang Juni. Auch neue Macbooks soll der Konzern aus Cupertino vorstellen, unter anderem ein noch schnelleres Macbook Pro. Doch was ist mit dem Macbook Air?

Wirft man einen Blick auf Apples Notebook-Portfolio, dann ist das Macbook Air eigentlich der Verlierer: Es ist mittlerweile weder das dünnste, noch das leichteste oder kompakteste Macbook. Den Zusatz "Air" trägt es also eigentlich zu Unrecht. Entziehen kann man ihm den Titel aber auch nicht. Denn das Macbook, also nicht das Macbook Pro, sondern das "Macbook-Macbook" gibt es schon.

Während das Macbook-Macbook so etwas wie ein "Proof of Concept" war, um den Formfaktor eines Notebooks signifikant zu verkleinern, ohne auf Displaygröße oder Tastaturlayout verzichten zu müssen, sind diese Erkenntnisse wiederum in das neue Macbook Pro geflossen – auf dem ich gerade diesen Text schreibe. Neben mir liegt, über Jahre ein so treuer Begleiter, das Macbook Air, das im Vergleich über die Maßen üppig wirkt.

Ich kann mir nur zu gut vorstellen, wie Apples Designchef Johnny Ive auch auf seinem Schreibtisch vor seinem Macbook Pro sitzt, auf das Macbook Air blickt und denkt: "Sorry guys, aber das können wir so nicht mehr anbieten. Das ist nicht mehr das, wofür Apples neue Macbook-Designsprache steht."

Doch Apples Verzicht auf ein Air wäre in meinen Augen eine Fehlentscheidung. Ein paar gute Gründe, warum das Notebook weiterhin seine Daseinsberechtigung hat:

Es ist der Preis-Leistungssieger im Apple-Sortiment. Für rund 1000 Euro, bei Aktionen teilweise unter 1000 Euro zu kriegen, bekommt der Nutzer ein Notebook, das dem Alltag mehr als gewachsen ist. Kreative, die viel Rechenpower für Grafikanwendungen brauchen, greifen eh zum Macbook Pro, die bei 1700 Euro starten, oder dem noch viel teureren Mac Pro. Selbst das Macbook-Macbook ist in der einfachen Ausführung knapp 500 Euro teurer.

Somit eignet sich das Macbook Air perfekt als Einsteigsgerät in die Apple-Produktiv-Welt. Klar, ein iPad ist viel günstiger, aber auch nicht in dem Maße als Arbeitsgerät einsetzbar.

Das Macbook Air ist ein Akkubiest. Das kann ich nach Jahren mit dem Air in Gebrauch mit Fug und Recht behaupten. Selbst an langen Tagen, von der Vorbereitung einer Apple-Keynote über das Livetickern vom Event, Schreiben von Artikeln, übertragen von Bildern und Videos und unzähligen Stunden im Browser lässt einen das Air nicht im Stich. Bis zu elf Stunden Akkulaufzeit? Gar kein Problem. Da kommt das Macbook Pro nicht ran.

Das Macbook Air ist zuverlässig. In all den Jahren kamen es zu keinen Ausfallserien, Rückrufaktionen oder sonstigen Problemen. Auch im Umfeld der Techpresse kam mir in all den Jahren nicht zu Ohren, dass man sich über kaputte Displays, defekte Akkus, defekte Logicboards oder ähnliches beklagt hätte. Kurzum: Das Macbook Air läuft und läuft und läuft...

Neue Konkurrenz von Microsoft

Und so freut es mich, wenn gerüchteweise Apple zumindest darüber nachdenkt, auch dem Macbook Air ein Hardware-Update zu verpassen. Insidern zufolge sei die Nachfrage nach dem Gerät weiterhin enorm stark. Kein Wunder! Ein Update wäre aber bitter nötig. Denn die verbauten i5- bzw. i7-Prozessoren stammen noch aus der fünften Generation (Broadwell). Ein Update mit Skylake-CPUs gab es für das Air schon nicht mehr. Stattet Apple nun sein Macbook Pro mit den brandneuen Kabylake-Prozessoren aus, was nur sinnvoll wäre, würde sich der Einsatz im Air anbieten.

Das Macbook Air war bislang ein Bindeglied zwischen Otto-Normal- und Profi-Nutzern. Zwar nur mit bedingter Rechenpower, dafür aber geringem Gewicht, hervorragender Akkulaufzeit, hoher Zuverlässigkeit und einem Preis, der mit vielen Windows-Notebooks mithalten kann. Und deswegen nicht umsonst extrem beliebt bei Menschen, die im Arbeitsleben auch mal über längere Zeiträume ohne Steckdose auskommen müssen.

Allerdings hat Microsoft mit dem Surface Laptop vor Kurzem einen potenten Mitbewerber vorgestellt, der mit langer Akkulaufzeit und einem stabilen Windows punkten will und sich in einer ähnlichen Preisklasse bewegt. Mit einem Upgrade des Airs könnte Apple die Konkurrenz auf Abstand halten und seinen Nutzern signalisieren: Seht her, Macs liegen uns weiterhin am Herzen!

CURVED live bei der WWDC

Dieses Signal braucht es. Denn es ist nunmehr fast sieben Jahre her, dass Apple das MacBook Air vorgestellt hat. Das neue MacBook Pro erschien knapp anderthalb Jahre nach seinem Vorgänger. Seine letzte Auffrischung bekam das MacBook Air im Jahr 2015.

Ein Grund: Zwei Drittel der Erlöse macht Apple mittlerweile mit dem iPhone. Doch elf Prozent der Umsätze entfallen immer noch auf Mac-Sparte. Und während iPhones und iPads vor allem für den Mainstream gedacht sind, gelten die Computer weiterhin als Schlüssel zur Kreativwirtschaft.

Fest steht: Falls Apple Anfang Juni auf der WWDC neue Macbooks vorstellt, erfahrt Ihr es als Erste. Denn CURVED ist bei der Auftakt-Keynote in San José live vor Ort. Neben News werden wir Euch auch mit Hands-on von der neuen Hardware versorgen.


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