Zwei Drittel aller Android-Nutzer auf Galaxy S2-Niveau

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So bunt und vielschichtig die Androiden dieser Welt sind, so veraltet ist ihr Großteil
So bunt und vielschichtig die Androiden dieser Welt sind, so veraltet ist ihr Großteil(© 2014 Google+/android)

Wir haben seit über einem halben Jahr das Samsung Galaxy S5 und reden schon über dessen Nachfolger, während zwei Drittel der Android-Nutzer noch auf dem technischen Stand des Vorvorvorgängers sind. Eine Analyse der tausenden unterschiedlichen Android-Geräte, die regelmäßig Facebook besuchen, hat dies ergeben.

Stichwort Android-Fragmentierung: Um der Vielzahl von unterschiedlichen Geräten mit Googles mobilem Betriebssystem irgendwie Herr zu werden, klassifiziert Facebook sie nach dem sogenannten "year class"-System. Das ist eigentlich simpel: Maßstab für jeden Jahrgang sind jene Geräte, die zu der gegebenen Zeit als technische Speerspitze galten. Dabei kann ein Smartphone auch 2013 als günstiges Einsteiger-Gerät auf den Markt gekommen sein – Prozessor, RAM und Pixel-Spielraum auf dem Display können es trotzdem auf die Stufe eines zwei Jahre älteren Geräts stellen, das seinerzeit noch High-End war. Das ist schließlich Realität im Android-Land.

Die Analyse der monatlich mehr als 500 Millionen Facebook-Nutzer mit ihren über 10.000 unterschiedlichen Android-Geräten ergab dabei, dass zwei Drittel auf dem Stand von 2011 oder älter sind. Maßstab dieses Jahrgangs ist das Samsung Galaxy S2, ein Smartphone mit inzwischen drei offiziellen Nachfolgern, seinerzeit die Android-Antwort auf das mit dem Update auf iOS 8 ausgemusterte iPhone 4. Ja, dieses Gerät ist tatsächlich der technische Maßstab für zwei Drittel der Android-Nutzer von Facebook – also über den Daumen gepeilt mehr oder minder zwei Drittel aller Android-Nutzer.

Warum sortiert Facebook Android-Nutzer so?

Die Einordnung nach Flaggschiff-Jahrgang hat bei Facebook die Betrachtung der Android-Version ersetzt, oder vielmehr ergänzt. Der Großteil der Android-Smartphones läuft inzwischen mit dem KitKat-Vorgänger Jelly Bean als Betriebssystem, allerdings unter weit auseinander klaffenden Hardware-Vorzeichen. Um eine optimale Performance der Facebook-App zu gewährleisten, betrachten die Entwickler nun also vor allem die technischen Daten des Geräts und spielen je nach "year class"-Zugehörigkeit eine passende Oberfläche aus. Nutzer von Smartphones, die mit allzu vielen Video-Inhalten schnell überfordert wären, bekommen beispielsweise weniger Video-Posts in ihrer Facebook-Timeline zu sehen.


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