Apple HomePod: Testbericht und Fotos

Verfügbar seit Jun 2018 aktualisiert am 16. August 2018 13:50
Testergebnis
8.8
Apple HomePod
Top
  • Fantastischer Sound
  • Einfache Einrichtung
  • Schickes Design
Flop
  • Starke Beschränkung durch Apple Music

Das Warten hat endlich ein Ende: Ab sofort könnt Ihr den HomePod auch in Deutschland kaufen. Letztes Jahr hat Tim Cook auf der WWDC 2017 noch innegehalten, um in traditioneller Apple-Manier "one more thing" zu präsentieren. Bis vor kurzem war Apples smarte Lautsprecher nur in den USA, Großbritannien und Australien erhältlich. Als Antwort auf Amazon Echo und Google Home könnt ihr den smarten Lautsprecher zum Preis von 349 Euro erwerben. Verkauft wird das Gerät in den beiden Farbvarianten Space Grau und Weiß. 

Die neuesten Updates

[Update vom 16. August 2018] Der HomePod bietet seinen Nutzern in Deutschland ein neues Feature. Um welches Feature es dabei geht, lest ihr hier.

[Update vom 18. Juni 2018] Der HomePod ist ab sofort in Deutschland erhältlich. Alle wichtigen News dazu findet Ihr hier.

[Update vom 21. Mai 2018Anonymen Quellen zufolge bereitet Apple eine günstige HomePod-Variante vor, wie LoveiOS berichtet. Das Modell soll zur Marke "Beats" gehören. Was an dem Gerücht konkret dran ist, lest Ihr hier.

[Update vom 02. Februar 2018Neue Details zu dem smarten Apple Lautsprecher. Über welche Quellen sich Musik auf dem Smart Speaker abspielen lässt, lest ihr hier.

[Update vom 29. Januar 2018Apple hat kurz vor dem Marktstart erste Spots zum HomePod auf YouTube veröffentlicht. Im Mittelpunkt steht die gute Soundqualität des Gadgets.

Phil Schiller fand deutliche Worte, als er die Ankündigung zum HomePod einleitete. Die Mitbewerber seien entweder schlau oder würden gut klingen. Beides in Kombination gebe es bislang nicht, so Schiller. Mit dem HomePod soll genau diese Lücke gefüllt werden.

Das Design

In Sachen Design haben sich die Gerüchte zum Apple HomePod weitestgehend bewahrheitet:

  • Der HomePod erinnert in seiner Erscheinung tatsächlich an den zylinderförmigen Mac Pro.
  • Das Gehäuse ist mit einer textilen Membran überzogen, die oben eine Aussparung hat. Dort signalisiert die in dem Speaker arbeitende Assistentin Siri per LEDs ihre Einsatzbereitschaft.
  • Darüber hinaus erkennt die glatte Plastik-Oberfläche Berührungen der Nutzer, um etwa die Lautstärke regulieren.

Aufgrund seiner kompakten Maße findet sich wahrscheinlich noch in jedem Raum ein Plätzchen für den Lautsprecher. In der Höhe misst der HomePod 17,2 cm, im Durchmesser kommt er auf 14,2 cm. Mit 2,5 Kilogramm ist er mehr als doppelt so schwer wie Amazon Echo (etwas mehr als 1 Kilogramm).

Apple HomePod: Fokus auf Musik

Weil der HomePod nicht in erster Linie ein Gehäuse für Siri sein soll, sondern auch als vollwertiger Musikplayer dienen soll, hat Apple das Innenleben entsprechend darauf ausgerichtet. Von oben nach unten verteilt sich der Aufbau des Lautsprechers folgendermaßen:

  • Unterhalb des Plastikdeckels liegt der A8-Chip, der als Herz und Hirn des Lautsprechers operiert (und laut Apple für den besonderen Klang verantwortlich zeichnet).
  • Mit etwas Luft dazwischen befindet sich der High-Excursion-Woofer mit 20mm Driver für Tieftonfrequenzen, also den Bass.
  • Daran schließt sich der Ring aus sechs Mikrofonen an, die im 360-Grad-Radius Stimmen und Signale empfangen. Sogar von der anderen Seite des Raumes bei laufender Musik.
  • Im unteren Drittel, sozusagen im Fuß des HomePods, befinden sich in Ringanordnung die sieben Tweeter für die mittleren und hohen Töne. Sie strahlen  raumfüllend in alle Richtungen.

Die Technik des Apple HomePod

Gesteuert wird die filigrane Technik des Apple HomePod durch den oben befindlichen A8-Chip. Unter anderem analysiert dieser kontinuerlich die Musik und passt entsprechend in Echtzeit die Bass-Verteilung durch Software-Modellierung an. Auf dieser Basis kann der Lautsprecher den Bass sauber und ohne Verzerrung wiedergeben.

Ähnlich den Sonos-Lautsprechern besitzt der HomePod zudem eine Technologie zur Raumerkennung. Diese erlaubt ihm eigenständig die Position im Raum zu bestimmen und den Klang darauf auszurichten. So werden nicht die Wände beschallt, sondern der offene Bereich. Der Sound der sieben Hochtöner wird in einem 360°-Muster nach außen geführt. Das sorgt bei den Hörern für ein sehr gutes Raumgefühl. Und es macht klanglich keinen Unterschied, ob man in einer kleinen Küche, im Schlafzimmer oder im Wohnzimmer der Musik lauscht.

Präziser Klang

So kann ein präziser Klang entstehen, der auch größere Räume ausfüllt. Und man hört, was der Apple HomePod kann. Der Klang ist einfach exzellent. Besonders imposant ist der Bass, der selbst bei geringeren Lautstärken viel Präsenz zeigt. Hier hat sich Apple auch noch eine Besonderheit einfallen lassen. Die eingebauten Mikrofone, darunter ein Bass-EQ Mikrofon, analysieren und berechnen den Effekt des Raums auf den Klang und passen das Spektrum des Tieftöners daran an.

Die Einrichtung der Lautsprecher funktioniert sehr schnell und einfach. Man braucht den HomePod einfach nur mit dem Stromnetz verbinden ‒ und iPhone oder iPad kurz an seine Seite halten. Das iOS Gerät geht dann alle Details zur Konfiguration durch. Die Daten des Apple Accounts und des WLANs werden automatisch übertragen.

Einen oder mehrere Lautsprecher nutzen

Entscheidet man sich für einen zweiten HomePod im gleichen Raum, erkennen sich die Apple Speaker automatisch: Dann kommunizieren sie miteinander, um die Akustikverteilung zu optimieren. Und die schlauen Lautsprecher sorgen gemeinsam für ein exzellentes Stereoerlebnis. Stehen die HomePods nicht im gleichen Raum, verbinden sie sich via AirPlay 2. Übrigens können auch mehr als zwei Geräte miteinander gekoppelt werden.

Falls die Lautsprecher über mehrere Räume verteilt werden, nehmen sie über AirPlay eine Verbindung miteinander auf. Über Siri könnt Ihr in unterschiedlichen Räume auch unterschiedliche Songs spielen lassen: z.B. entspannte Chill-Musik im Wohnzimmer und Kinderlieder im Kinderzimmer. Genauso ist es natürlich auch möglich, die gleichen Songs in allen Räumen gleichzeitig abzuspielen.

Smart-Home-Zentrale

Neben der Musik stand für Apple bei der Konzeption des Lautsprechers das Thema "Smart Home" im Zentrum. Durch die Integration von Siri ist der HomePod wie Alexa im Amazon Echo oder Google Home und Google Assistant z.B. in der Lage,

  • das Licht auf Zuruf aus- oder einzuschalten,
  • die Jalousie zu schließen oder
  • die Temperatur zu regulieren.

Dazu müssen die entsprechenden Geräte einfach nur über die Home App hinzugefügt werden. Einfach mit einem iOS Gerät wie iPhone bzw. iPad oder Apple TV.

Die vom iPhone bekannten Befehle sowie die Künstliche Intelligenz von Apple stehen ebenfalls zur Verfügung. Sie wurden noch um weitere Sprachbefehle ergänzt. Nach dem Zuruf von Hey Siri kann der digitale Assistent nun nicht mehr nur iMessages verschicken oder Smart-Home-Geräte steuern, sondern hält auf Kommando auch tagesaktuelle Nachrichten bereit. Zudem kann der Siri-Speaker Euch Musik vorschlagen können und diese via Apple Music abspielen.

"Hey Siri": Lautsprecher hört sehr gut

Auch wenn die Musik laut spielt, braucht man den Apple Lautsprecher nicht anzuschreien. Durch die fortschrittliche Signalbearbeitung und eine ausgezeichnete Kompensation von Echos und Geräuschen versteht Siri Euch sehr gut. Auch wenn Ihr Euch im selben Raum einige Meter vom HomePod entfernt befindet und mit normaler Stimme sprecht.

HomePod: Preis und Verfügbarkeit

Der HomePod ist seit dem 18. Juni 2018 in den Verkaufsregalen. Hierzulande kostet der HomePod 349 Euro. Ihr könnt wählen zwischen den beiden Farben Space Grau und Weiß. Alles, was Ihr zum Lautsprecher von Apple wissen müsst, hat Jan für euch zusammengetragen. Zudem haben wir bereits einen Vergleich des Apple-Gadgets mit Echo von Amazon, Google Home, Sonos und Co. angestellt.

Alle Spezifikationen
Anbieter/EntwicklerApple
BetriebssystemiOS
DatentransferBluetooth, WLAN
Kompatibel mitalle Apple-Geräte, die AirPlay 2 unterstützen
Gewicht2500 g
FarbeSpace Grau, Weiß
StatusErhältlich
Preis bei Markteinführung349€
Das Apple HomePod findest du in diesen CURVED Toplisten:
Alle Toplisten findest du auf der Übersichtsseite
Preise ohne Vertragsbindung
Alle passenden Tipps
Android Watch: Die Casio WSD-F30 zählt zu den Modellen, die auf Wear OS setzen
Apple Watch, Android Watch oder Samsung Watch? Das sind die Unter­schiede
Lars Wertgen

Wer sich eine Smartwatch kaufen möchte, steht auch vor der Entscheidung: Apple Watch, Android Watch oder Samsung Watch?

Es gibt ein paar Tricks und Apps, mit denen ihr die Daten eurer Wearables noch besser überblicken und in Relation setzen könnt. Wir stellen sie euch vor.
Mit diesen Tricks und Apps holt ihr noch mehr aus eurem Fitness­tra­cker raus
Tina Klostermeier

Fitnesstracker und -Apps sammeln allerhand Daten: Wir zeigen euch, wie ihr all eure Fitnessdaten in Relation setzt und die Gadgets effizienter macht.

Via WLAN lässt sich die Reichweite erhöhen
Apple Watch: Das müsst ihr über die Entfer­nung zum iPhone wissen
Lars Wertgen

Die Apple Watch lässt sich via Bluetooth – und über WLAN – mit dem iPhone koppeln. Doch was ist, wenn eine Verbindung scheitert? Wir helfen euch.

Für den Neustart der Apple Watch gibt es eine Tastenkombination
Apple Watch zurück­set­zen und Neustart machen: So geht's
Lars Wertgen

Um die Apple Watch vom iPhone zu entkoppeln, das Gerät zurückzusetzen oder die Smartwatch neuzustarten, bedarf es nur weniger Schritte. So geht's.

Schwimmen: eine völlig unterschätzte Sportart. Wir geben euch 5 Gründe zum Kraulen.
5 Gründe, warum Schwim­men das perfekte Ganz­kör­per-Work­out ist
Tina Klostermeier

Split-Training war gestern: Schwimmen ist effektives Ganzkörper-Workout hoch fünf.

Ihr könnt Kontakten über die Apple Watch eine SMS schicken
Apple Watch: SMS und WhatsApp-Texte lesen und schrei­ben – so geht es
Lars Wertgen

Die Apple Watch kann sowohl SMS als auch WhatsApp-Nachrichten anzeigen. Die Smartwatch ermöglicht euch zudem diverse Antwortmöglichkeiten.

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.