HTC U11 Life: Gerüchte, News und Fotos

Verfügbar seit Nov 2017
Testergebnis
8.2

HTC erweitert die U11-Familie. Knapp sechs Monate nach dem Erscheinen ihres 2017er Flaggschiffs bringt der Hersteller aus Fernost zwei Ableger heraus. Das U11 Life stellt dabei den günstigen Einstieg in die Welt der "Quetsch"-Phones ein.

Gerade einmal 349 Euro kostet das U11 Life zum Verkaufsstart. Damit ist es um mehr als die Hälfte günstiger als das große Vorbild, das zum Start noch 749 Euro abgerufen hatte. Welche Besonderheiten das U11 Life auszeichnen, erfahrt Ihr in unserem Test dazu:

Dem Design nach ein U11 ...

Optisch orientiert sich HTC beim Life, anders als beim U11 Plus, wesentlich stärker an der Vorlage. Das Display fällt mit 5,2 Zoll marginal kleiner aus, entsprechend reduziert ist die Auflösung auf Full-HD (1080 x 1920 Pixel). Durch das 16-zu-9-Format erreicht das Life eine Pixeldichte von 424 ppi (zum Vergleich das 5,5 Zoll große U11: 534 ppi bei 1440 x 2560 Pixel) und ein Verhältnis von knapp 69 Prozent zwischen Display und Gehäuse. Der Fingerabdrucksensor befindet sich wie beim U11 vorne unterhalb des Display. Das Smartphone selbst ist dank IP67-Zertifizierung gegen kurzzeitiges Untertauchen in Süßwasser (max. 30 Minuten bis zu einer Tiefe von 1,5 Meter) geschützt. Erste Hinweise zum Design hatte es bereits vor der offiziellen Bestätigung gegeben. So hatte unter anderem WinFuture Bilder dazu via Twitter verbreitet.

... technisch aber schwächer

Gleiches gilt für die technische Ausstattung des Mittelklasse-Ablegers des U11. Schon Anfang Oktober, gut einen Monat vor der Ankündigung, hatte ein Entwickler die vermeintlichen Spezifikationen bei Twitter gepostet. Wie sich vier Wochen später herausstellte, lag der gut informierte "LlabTooFeR" richtig. Am 20. Oktober erweiterte WinFuture die Angaben um ein paar Details. Schlussendlich ergab sich somit knapp 14 Tage vor HTCs Ankündigung ein ziemlich konkretes Bild der Hardware.

Der halb so hohe Preis ergibt sich unter anderem durch die schwächere Hardware. HTC setzt im U11 Life auf einen Snapdragon 630 (gegenüber dem 2017er Topmodell: Snapdragon 835) mit acht Kernen zu je 2,2 GHz. Parallel dazu kommen drei Gigabyte RAM und 32 GB Flashspeicher zum Einsatz. Exklusiv über den Webshop von HTC gibt es eine zweite Variante mit vier GB RAM und doppelt so viel Flash. In beiden Fällen lässt sich der Massenspeicher durch eine microSD-Karte um bis zu 256 GB aufrüsten.

Die Hauptkamera des Life hat mit 16 Megapixel zwar vier mehr als das U11, dafür allerdings eine kleinere Blende (f/2.0 statt f/1.6 Brennweite). Auch fehlen Komfortfunktionen wie ein Dualblitz und ein optischer Bildstabilisator. Die Frontkamera ist technisch identisch zur Vorlage: 16 Megapixel, f/2.0-Blende, HDR.

"Drück mich"-Rahmen & USonic

Das zentrale Alleinstellungsmerkmal des U11 hat HTC auch beim Life beibehalten: Edge Sense macht auch dessen Rahmen druckempfindlich. Durch Zusammendrücken dieser zusätzlichen Eingabefläche am Gehäuse lassen sich Apps und Funktionen aktivieren, selbst unter Wasser oder mit Handschuhen. Welche Aktionen das Zusammendrücken hervorruft, kann der Nutzer selbst festlegen. Auch die Drucksensitivität selbst sich an die eigene Kraft anpassen. Seit Einführung von Edge Sense mit dem U11 hat HTC die Funktionalität sukzessive erweitert: Inzwischen lassen sich ganze Befehlsroutinen mit einem einzelnen Druck ausführen.

USonic, ebenfalls vom U11 bekannt, ist auch Teil des Life. Dabei handelt es sich um spezielle Kopfhörer, die mittels sonarähnlicher Technologie den Gehörgang des Trägers vermessen. Dadurch ergibt sich ein individuelles Hörerlebnis, das uns auch im Test überzeugt hatte. Darüber hinaus bieten die USonic-Kopfhörer Anti-Noise-Cancellation: Außengeräusche werden über kleine Mikrofone in den Kopfhörern erkannt und durch Gegenschall gezielt eliminiert.

AndroidOne erstmals in Deutschland

Das U11 Life bringt eine weitere Besonderheit mit nach Deutschland. Neben dem bislang unkopierten Edge Sense zählt das Life hierzulande zu den ersten Smartphones, die Teil des AndroidOne-Programms von Google sind. Eigentlich zielt dieses Programm darauf ab, Mittelklasse-Smartphones auch in entwicklungsschwachen Regionen mit dem neusten OS aktuell zu halten und mit regelmäßigen Sicherheitsupdates zu versorgen. Mit dem U11 Life findet AndroidOne nun auch Einzug in Deutschland.

Das Konzept von AndroidOne: Geräte mindestens zwei Jahre lang mit dem neusten Betriebssystem und drei Jahre lang mit Sicherheitspatches zu versorgen. Weil Google strenge Richtlinien bei AndroidOne ansetzt, ist das U11 Life nahezu frei von Drittsoftware. Alle vorinstallierten Apps kommen von Google selbst. Auch das Betriebssystem selbst, Android 8.0 Oreo, ist ab Werk in einer Stockversion ohne Veränderungen seitens HTC vorinstalliert. Somit fehlen unter anderem die Nutzeroberfläche HTC Sense und die Alexa-Integration, der Google Assistant ist aber auch beim Life dabei.

Preis und Verfügbarkeit

Das U11 Life ist ab Mitte November 2017 verfügbar, kann bei HTC aber bereits online vorbestellt werden. Dort derzeit aber nur in der großen Variante mit vier GB Arbeitsspeicher für 379 Euro. Zur Auswahl steht das Life in den Farben Blau ("Sapphire Blue") und Schwarz ("Brillant Black").

Alle Spezifikationen
Größe149,09 x 72,9 x 8,1 mm
Gewicht142 g
Display5,2 Zoll LCD
Kamera-Auflösung16 Megapixel
ProzessorSnapdragon 630
Speicherkapazität3 / 4GB
BetriebssystemAndroid 8.0 Oreo (Android One)
Erweiterbarer Speicherja
Front-Kamera-Auflösung16 Megapixel
Farbeblau, schwarz
ProdukttypSmartphone
Arbeitsspeicher32 / 64GB
4G/LTEja
DatentransferUSB-C, Bluetooth, WLAN, GPS, NFC, GPRS/EDGE, UMTS, LTE
Kerne / Taktfrequenz8 / 2,2GHz
Akkuleistung2600 mAH
Dual-Simnein
Stylusnein
Fingerabdruckscannerja
Preis bei Markteinführung349 €
StatusAngekündigt
MartkeinführungNov 2017
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