Acer Predator 8 im Hands-on: Ernste Gaming-Konkurrenz fürs Nvidia Shield

Mit dem Predator 8 hat Acer auf der IFA überraschend ein waschechtes Gaming-Tablet vorgestellt, das namentlich und optisch zu den Gaming-PCs des Herstellers passt. Drin steckt jede Menge Power, und auch das Äußere kann sich sehen und hören lassen. Das Hands-on.

Egal ob kleine Spiele für zwischendurch, ausgewachsene Rennspiele oder Multiplayer-Kartenspiele: Das Zocken auf Smartphones oder Tablets fristet dank immer leistungsfähigerer Hardware längst nicht mehr nur ein Nischendasein. So richtig aufs Gaming ausgelegt ist aber eigentlich nur das Shield Tablet von Nvidia gewesen - und vor langer langer Zeit mal das Xperia Play von Sony. Mit dem Predator 8 hat Acer nun einen Konkurrenten für das Vorzeigetablet von Nvidia präsentiert.

Frisches Design und neue Hardware

Acer traut sich mit dem Predator 8 was: Optisch grenzt es sich mit seinem Gehäuse in gebürsteter Aluminiumoptik und den vier roten, an den Ecken hervorstehenden Lautsprechern, deutlich vom Tablet-Einheitsbrei ab. Das Gehäuse selbst ist nur 8,7 Millimeter dick, mit seinem Gewicht von 350 Gramm fühlt sich das Tablet nicht leicht an - aber auch nicht zu schwer, sondern hat für mein Gefühl genau das richtige Gewicht für ein Gaming-Device. Das acht Zoll große IPS-Display löst mit 1920 x 1200 Pixeln auf und stellt mit seiner "ColorBlast Technologie" Acer zufolge doppelt so viele Farben dar wie die meisten Notebook-Displays. Das habe ich jetzt nicht nachgezählt, kann aber bestätigen, dass die Farben wirklich hervorragend kräftig waren und der Bildschirm ein gestochen scharfes Bild mit hoher Detailgenauigkeit hat.

Im Inneren steckt ein Atom-x7-Prozessor, der über vier Rechenkerne verfügt, die jeweils mit 2,56 Gigahertz getaktet sind. Intels HD-Grafikchip ist ebenfalls an Bord. Erfahrungswerte für den Prozessor habe ich nicht zur Hand und kann auch keine Benchmarks liefern, aber auch bei nur zwei Gigabyte Arbeitsspeicher läuft nicht nur die Benutzeroberfläche von Android 5.1 Lollipop flüssig, sondern auch das vorinstallierte Asphalt 8 mit höchster Grafikqualität. Das Spiel habt Ihr der Kooperation zwischen Acer und Gameloft zu verdanken, die das Predator 8 gemeinsam entwickelt haben. Der Spielehersteller spendiert Euch beim Kauf des Tablets auch noch 320.000 Game Credits - virtuelle Spielwährung im Gegenwert von 45 Euro.

Acer hat dem Predator 8 zwei weitere Features verpasst, die sich beim Spielen positiv bemerkbar machen: Vier Frontlautsprecher, die Euch den Sound der Games, aber auch von Filmen oder Songs direkt um die Ohren blasen - und TacSense, ein Vibrationsmotor, der das Tablet passend zum Spielgeschehen vibrieren lässt. Das haptische Feedback ergänzt zumindest das Rennspiel, das ich auf dem Predator 8 gezockt habe, gut. Man steckt gleich tiefer im Spiel drin. Und auch über den Sound kann ich nichts Schlechtes berichten. Der kommt laut und kräftig aus den vier Lautsprechern und sorgt für einen satten Surround-Klang. Mit diesen zwei Funktionen macht das Zocken gleich noch mehr Spaß.

In der Pressemitteilung verspricht Acer 64 Gigabyte internen Speicher, den Ihr mit einer microSD-Karte noch erweitern könnt. Im Demo-Gerät auf der IFA waren allerdings nur 32 Gigabyte Speicher verbaut.

Was ich beim Hands-On nicht überprüfen konnte, ist die Genauigkeit des Displays. Auf meine Finger reagierte es zuverlässig. Aber das ist bei vielen Touchscreens der Fall. Acer verspricht allerdings beim Predator 8, dass die Sensoren kleiner als bei Standard-Tablets und dichter platziert sind. Sie sollen so für eine bessere Trefferquote sorgen, was sich vor allem beim Anfertigen von Skizzen und Notizen sowie beim Arbeiten mit Eingabestiften bemerkbar machen soll.

Mehr braucht es nicht zum Zocken

Alles in allem hat Acer mit dem Predator 8 ein Tablet geschaffen, das das Nvidia Shield vom Gaming-Thron stoßen kann. Ab Oktober 2015 könnt Ihr Euch selber einen Eindruck verschaffen. Dann soll das Tablet für 349 Euro in den Läden stehen.


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