Alcatel Shine Lite im Test: gut genug fürs Comeback?

Peinlich !26
Alcatel Shine Lite
Alcatel Shine Lite(© 2016 CURVED)

Wer vor 15 Jahren kein Handy von Nokia hatte, der besaß sehr wahrscheinlich das Alcatel OneTouch Easy. Schließlich war das Gerät preiswert und gut. Heutzutage hat die Marke viel an Bekanntheit eingebüßt. Gelingt mit dem Alcatel Shine Lite das Comeback? Der Test.

Verhältnismäßig günstig ist das Alcatel Shine Lite schon einmal. 199 Euro soll das Gerät kosten. Der Hersteller verspricht dafür "Flagship Design". Nun, hässlich ist das Smartphone zwar nicht, als besonders ausgefallen würde ich es aber auch nicht bezeichnen. Dazu kommen kleine Probleme mit der Verarbeitung. Der Alu-Rahmen schließt nicht bündig mit der Glasrückseite ab. Das führt zu spürbaren Kanten und sorgt dafür, dass das Gerät nicht sonderlich angenehm in der Hand liegt. Positiv aufgefallen ist der Fingerabdrucksensor, denn der gehört bei Smartphone in dieser Preisklasse nicht zum Standard.

 Wenig Pixel, langsamer Chip

Das Display misst fünf Zoll in der Diagonalen und löst in HD (1280 x 720 Pixel, 293 ppi) auf. Klingt nach wenig, einzelne Pixel sind aber trotzdem nicht zu erkennen. Doch Farben sehen darauf ganz schön blass aus. Hier zeigt die Konkurrenz, etwa Honor mit dem Honor 5C, dass es durchaus besser geht. Das trifft auch auf die Leistung zu. Im Inneren kommen ein MediaTek MT6737 und zwei Gigabyte RAM zum Einsatz.

In diversen Benchmark-Tests hat das Shine Lite mit dieser Ausstattung nichts zu wollen. Natürlich sind die Ergebnisse von AnTuTu und Co. letztendlich auch nur Zahlen. Aber auch im Alltag ist das Shine Lite spürbar langsam. Beim Öffnen von Apps treten merkliche Verzögerungen auf. Das betrifft nicht nur neu installierte Apps, sondern auch Systemanwendungen wie die Einstellungen. Die Grafikreferenz "Aspahlt 8: Airborne" haben wir deshalb gar nicht erst auf dem Smartphone installiert. Kleinere Spiele, wie der Puzzler "Dots & Co", liefen aber mit Ausnahme weniger Ruckler ganz passabel.

Kamera mit Schwächen

Auf der Rückseite kommt eine 13-Megapixel-Kamera zum Einsatz. Sie eignet sich gerade so für Schnappschüsse. Für alles Weitere fehlt die nötige Schärfe. Außerdem überzeugen die Testfotos nicht gerade mit einem hohen Detailgrad. Besonders zu den Rändern hin verschwimmen die Aufnahmen oft. Und wenn die Bedingungen nicht mehr optimal sind, liefert die Knipse verrauschte Bilder. Ein Lichtblick ist die Frontkamera mit fünf Megapixeln. Mit ihr können durchaus gute Selfies entstehen.

Als Betriebssystem installiert Alcatel Android 6.0 Marshmallow. Hier und da haben die Entwickler ein paar eigene Ideen umgesetzt, doch im Grunde ist die Oberfläche nur geringfügig angepasst. Trotzdem sieht es nicht danach aus, als würde das Shine Lite in absehbarer Zeit mit Android 7.0 Nougat versorgt werden. Im Testzeitraum gab es zwar ein Update, dabei handelte es sich aber nur um den Android-Sicherheits-Patch für den Monat September.

Fazit: ein netter Versuch

Rund 200 Euro soll das Alcatel Shine Lite kosten. Dass man dafür nicht das schnellste Telefon mit der besten Kamera erwarten kann, ist natürlich klar. Das Alcatel Shine Lite gehört aber auch in der Preisklasse nicht zur Spitze. Das Honor 5C bietet zum selben Preis deutlich mehr Leistung und eine bessere Kamera. Nur auf den Fingerabdrucksensor müsst Ihr bei dem Gerät verzichten. Wer trotzdem zum Shine Lite greifen möchte, bekommt ein Smartphone, das zum Surfen und für Social Networks taugt – aber nicht für mehr.

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