Alienware 13 im Test: Power-Laptop mit OLED-QHD-Bildschirm

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Das Alienware 13 meistert jede Disziplin mit Bravour, hat aber auch seinen Preis
Das Alienware 13 meistert jede Disziplin mit Bravour, hat aber auch seinen Preis(© 2017 CURVED)

Ein OLED-Touch-Bildschirm mit QHD-Auflösung, eine Gaming-Grafikkarte und genug Power für Videoschnitt und VR-Games machen das neue Alienware 13 zu einem ultimativen Allrounder. Aber ganz perfekt ist auch dieser Laptop nicht. Der Test.

Das Design von Alienware ist einzigartig. Entweder ihr mögt es oder eben nicht. Auch bei uns in der Redaktion gehen die Meinungen auseinander. Während ich es rundum gelungen finde, bemängeln die Kollegen zum Beispiel den breiten schwarzen Rand um das Display herum.

Kompakter Power-Rechner

Mit dem 13-Zoll-Notebook schlägt das Alienware 13 in ein Segment, das mehrere Nutzergruppen vereint. Gamer bekommen hier ein leistungsfähiges Gerät, das sie trotzdem noch mit sich herum tragen können. Klar, die 17-Zoll-Geräte bieten noch mehr Grafikpower, wiegen aber auch eine ganze Menge mehr. Das Alienware 13 bringt etwa 2,6 Kilogramm auf die Waage und ist nur 2,5 Zentimeter dick. Wenn Ihr einen Power-Rechner zum Arbeiten braucht, könnte der Alienware abseits der Gaming-Vorteile auch für Euch interessant sein. Der Bereich für die Kühlung steht hinten ein paar Zentimeter vor, sodass der Klappmechanismus des Bildschirms ein wenig versetzt beginnt. Doch diesen Kompromiss kann man eingehen - gemessen an den Vorteilen in Lautstärke und Hitzeentwicklung.

Alienware 13: Deckel und Unterseite sind aus Metall gefertigt. Der Laptop ist knapp 2,5 Zentimeter dick und wiegt ungefähr 2,6 Kilogramm(© 2017 CURVED)

Die Verarbeitung ist bei jeder Komponente des Laptops sehr gut gelungen. Alienware setzt auch beim 13-Zoll-Gerät genau wie bei den größeren Modellen auf ein Metallgehäuse (Deckel und Unterseite) und einen mit einer weichen Schicht überzogenen Kunststoff rund um die Tastatur, der sich sehr angenehm anfühlt und dem Gerät einen hochwertigen Look verleiht.

Ein fast perfekter Bildschirm

Der Bildschirm ist das Alleinstellungsmerkmal des Alienware 13 und hat uns im Test auch sehr beeindruckt. Als Panel kommt hier OLED zum Einsatz. Schwärzen sind wirklich tiefschwarz, was den angezeigten Bildern sehr gute Kontraste verleiht. Die QHD-Auflösung (2560 x 1440 Pixel, 221 ppi) sorgt zudem für viel Platz und Schärfe. Auch die Blickwinkel sind weit, sodass Ihr von der Seite noch alles erkennen könnt.

Alienware 13: Der Bildschirm an sich ist großartig - spiegelt aber leider sehr stark(© 2017 CURVED)

Doch so schön der Bildschirm meistens aussieht – er hat ein großes Problem. Durch die Touch-Funktion kommt eine Glasfront zum Einsatz, die extrem spiegelt. Draußen wird das zu einem großen Problem. Doch auch, wenn Ihr den Laptop in der Nähe eines Fensters oder Lampe benutzt, kann es sein, dass Ihr auch drinnen mit Reflexionen zu kämpfen habt. Ich persönlich könnte gut auf Touch verzichten und hätte lieber ein mattes Display.

Technische Ausstattung

Unter der Haube werkelt in unserem Testgerät der Intel-Prozessor i7-7700HQ (Kaby Lake, 2,8 bis 3,8 GHz). Zum Einsatz kommen hier 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und eine 256 Gigabyte große SSD. Für ordentlich Power beim Zocken sorgt Nvidias GeForce GTX 1060 mit sechs Gigabyte Grafikspeicher. Die Ausstattung könnt Ihr beim Kauf variieren. Für Gamer könnte die verbaute Tobii Eye Tracking Kamera interessant sein. Ebenso die Möglichkeit, eine VR-Brille anzuschließen.

Pluspunkte gibt es bei den Anschlüssen, die auch noch sehr gut positioniert sind. Hinten befinden sich LAN, Mini-Display-Port, HDMI (2.0), Thunderbolt 3, der proprietäre Graphics Amplifier-Anschluss für eine externe Grafikkarte und der Stromanschluss. Dadurch haben wir links und rechts neben dem Notebook keinen Kabelsalat. Links finden wir eine Buchse für ein Noble Lock, einen USB-3.0-Anschluss sowie getrennte Steckplätze für Mikrofon und Kopfhörer. Auf der rechten Seite sitzt der USB-Typ-C-Anschluss (3.0) und ein normaler USB-3.0-Port.

Was mir an der Bauweise besonders gut gefällt: Festplatten und Arbeitsspeicher lassen sich recht einfach selbstständig austauschen. Beim Akku wird es allerdings um einiges komplizierter.

Die meisten Games laufen auf dem Alienware 13 super flüssig (in Full-HD-Auflösung bei 1920 x 1080 Pixeln). "Battlefield 1" kratzte auf Ultra-Einstellungen sogar fast an der 60fps-Marke. "Resident Evil 7" kam bei sehr hohen Einstellungen auf 80-90 Bilder pro Sekunde. "Rise of the Tomb Raider" schafft bei sehr hohen Grafikeinstellungen im Schnitt 52 Frames.

Unter Last wird der Rechner hörbar und manchmal etwas laut. Doch ist der Klang eher ein Rauschen statt störende, hohe Pfeiftöne, die vom Zocken oder Arbeiten ablenken. Die meiste Wärme geht über den Kühlbereich hinter dem Display ab, doch der obere Teil der Tastatur wird ebenfalls warm. Handballenauflage und Touchpad bleiben kühl.

Für die Zahlenfreunde unter Euch gibt es hier noch die Benchmark-Ergebnisse: PC Mark 8 Home accelerated brachte im Schnitt 3840 Punkte, der Work-Modus kam auf 4783 Punkte. Cinebench R15 ermittelte im Single-CPU-Modus 162 Punkte, im Multi-CPU-Modus 732 Punkte. Mit 3DMark erreichte der Alienware 13 im Time Spy-Modus durchschnittlich 3598 Punkte.

Tastatur und Touchpad

Ich stehe normalerweise gar nicht auf flache Tastaturen. Alienware gelingt es bei seinen Laptops aber, den Druckpunkt und den Hub so präzise auszuloten, dass ich auch mit diesem Keyboard lange und ohne Probleme tippen kann. Dafür sorgt unter anderem sicherlich auch die breite Handballenauflage mit dem angenehmen "Soft Touch"-Überzug.

Auch die Tasten fühlen sich angenehm weich an und klappern nicht beim Drücken. Beleuchtet wird sowohl die Beschriftung als auch die Umrandung. Wie Ihr das farblich gestalten wollt, stellt Ihr in der vorinstallierten Software (Command Center) ein.

Alienware 13: Im Command Center stellt Ihr u.a. Beleuchtung der Tastatur und des Touchpads ein(© 2017 CURVED)

Das Touchpad wird komplett beleuchtet und schickt die Maus ohne Latenz über den Bildschirm. Die beiden separaten Maustasten klicken über die ganze Breite und haben beim Test immer zuverlässig funktioniert. Erkannt werden Wischgesten mit bis zu vier Fingern.

Preise und Verfügbarkeit

Je nach Ausstattung ist der Alienware 13 für einen Preis zwischen 1.479 Euro und 2.179 Euro (unsere Testkonfiguration) erhältlich. Das OLED-QHD-Display bekommt Ihr nur in der teuersten Variante. In den günstigeren Modellen setzt Alienware auf eine Nvidia GeForce GTX 1050 beziehungsweise 1050Ti und einen i5-Prozessor von Intel. Gespart wird am Display. Auch ist der Arbeitsspeicher auf acht Gigabyte reduziert.

Fazit: Verliebt!

Das Alienware 13 hat mir beim Testen sehr viel Freude bereitet. Beim Zocken sowie beim Arbeiten konnte ich mir alle Wünsche erfüllen. Das Display ist so schön anzusehen, dass mir bei einem Blick auf andere Monitore diese inzwischen stark veraltet vorkommen. Schade ist nur die starke Spiegelung, die ab und zu stört. Das Gewicht ist zwar höher als bei den modernen Ultrabooks und dadurch manchmal nervig, doch das Gerät kann eben auch mehr – und ist dafür schon fast wieder leicht. Knapp 2.200 Euro sind sehr viel Geld, doch wer in einen zukunftssicheren Laptop investieren will, wird mit der Ausstattung des Alienware 13 sicherlich ein paar Jahre sehr gut zurecht kommen.

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