Amazon Fire HD 6 & HD 7: Mini-Tablets im Ersteindruck

Feurig soll der Amazon-Herbst werden, denn der Online-Shop hat seine Tablets überarbeitet. Mit den beiden neuen Tablets Amazon Fire HD 6 und HD 7 mit Größen von sechs und sieben Zoll will der Online-Händler nun auch in den Markt der handlichen Tablets vordringen. Wir haben beide Fire-Tablets schon in unserer Redaktion und werden diese in den nächsten Tagen ausgiebig testen. 

Die erste Neuerung für beide neuen Tablets aus dem Hause Amazon ist der Name. Ab dem 1. Oktober 2014 gibt es dort nämlich eine klare Trennung zwischen Kindle eReader und Fire Devices. Der Name Kindle wird ab sofort nur noch für die eReader genutzt, während Tablets, Smartphones und auch die Settop Box unter dem Namen Fire laufen. Gleichzeitig weitet Amazon das Angebot an Fire-Tablets nach unten hin aus. Mit dem Fire HD 6 kommt nun ein kleines 6 Zoll Tablet, dass auch den Jüngsten in der Familie Spaß bereiten soll. Das neue Amazon Fire HD 7 ersetzt den nun mehr fast einen Jahr alten Kindle Fire HD.

Die technische Ausstattung ist bei beiden Geräten bis auf die Bildschirmgröße identisch: Beide Tablets nutzen einen 1,5 GHz schnellen Quad-Core-Prozessor von MediaTek. Der Arbeitsspeicher von 1 GB ist ausreichend groß gewählt. Platzprobleme auf den Tablets könnte der interne Speicher von 8 GB bereiten, von denen nach der Erstinstallation bloß noch 5 GB zur freien Nutzung zur Verfügung stehen. Einen microSD-Kartenslot zur Speichererweiterung bieten beide Tablets nicht. Zum Glück werden sie aber auch in einer 16-GB-Variante angeboten.

Hauptunterschied zwischen den beiden Tablets ist die Bildschirmgröße: So verfügt das Fire HD 6 über ein sechs Zoll großes Display, während das im Amazon Fire HD 7 natürlich sieben Zoll misst. Die Auflösung beträgt bei beiden Displays 1.280 x 800. Durch die geringere Bildschirmgröße ergibt sich eine Pixeldichte von 252 ppi für das Fire HD 6 und 212 ppi für das Fire HD 7.

Abgerundet wird die Ausstattung beider Fire Tablets durch eine 2 Megapixel Hauptkamera und eine Frontkamera mit VGA-Auflösung. Ein WLAN Modul ist natürlich auch verbaut, wohingegen LTE nicht mal gegen Aufpreis zu haben ist. Wer ein Tablet mit LTE-Unterstützung kaufen möchte, der muss zu den größeren Fire HDX-Modellen greifen.

Design und Verarbeitung: Amazon Einheitslook

Vom Design her sind beide Fire HDs unspektakulär. Unsere beiden Testgeräte sind aus schwarzen Plastik gefertigt und wirken in der Hand etwas klobig. Trotz dieser Erscheinung passen beide Tablets aber noch in die Gesäßtaschen meiner Jens. Für einen Preis von 99,- Euro für das HD 6 und 119 Euro für das HD 7 mit jeweils 8 GB Speicher ist die Verarbeitung zudem absolut ok und wirkt robust.

Amazon Fire HD6 und HD7(© 2014 CURVED)

Wem ein schwarzes Tablet zu langweilig ist, für den bietet Amazon beide neuen Fire HDs in fünf Farben an. Zur Auswahl stehen Magenta, Marineblau, Limone, Weiß und eben Schwarz.

Software: Mit Android KitKat gleich gezogen

Amazon liefert die neuen Fire Tablets standardmässig schon mit Fire OS 4.0, Codename Sangria, aus. Die neue Version basiert nun auf Android 4.4 und kommt mit einigen neuen Features daher. Eltern dürfen sich besonders über das Feature Amazon Freetime freuen, denn mit dieser Funktion dürfen sie für ihre Kinder eigene Benutzerkonten anlegen und Inhalte, den Internet-Zugang und Apps für die Kleinsten in der Familie freigeben. Auch die Nutzungsdauer und sogar Lernziele können so für die Kinder eingestellt werden.

Klar ist, dass Amazon natürlich all seine Dienste auf den Tablets bündelt. Mit einem einzigen Klick ist man im Amazon Store und kann sofort Einkaufen. Auch Bücher, Musik, Apps und Videos können sehr schnell auf den Fire HDs konsumiert werden. Wer über einen Prime Account verfügt, der kann sogar auf zahlreiche Filme und TV-Serien kostenlos zugreifen, da diese Bestandteil der Prime Mitgliedschaft sind.

Amazon Fire HD6 und HD7(© 2014 CURVED)

Apropos Video und Musik. Da Amazon die International Movie Database übernommen hat, steht während der Wiedergabe von Filmen und TV-Serien auch die X-Ray-Funktion zur Verfügung. Mit dieser Funktion bekommt man zusätzliche Informationen zum Film und den Darstellern angezeigt. Neu ist zudem, dass X-Ray nun auch Informationen zu Musik bereithält. Hier fungiert X-Ray dann als eine Art Karaokemaschine und blendet sogar den Songtext passend zur Musik ein.

Akku, Performance und Sound

Wie immer beim Ersteindruck, können wir zur Akkuleistung, zur Performance und zum Sound noch kein finales Resümee ziehen. In den nächsten Tagen werde ich die beiden Fire HDs in Sachen Akku, Leistung und Sprachqualität prüfen und diese Eindrücke nachreichen.

Vorläufiges Fazit:

Auf dem Papier reißen beide Amazon Tablets einen nicht vom Hocker, aber Amazon will hier auch nicht mit toller und grandioser Hardware den Geek ansprechen. Über den Preis von ab 99,- Euro will man vielmehr den typischen Amazon-Shopper dazu bewegen sich eines der Fire HD Tablets zukaufen. Der Nutzer erhält dann neben dem Tablet ein nahezu perfektes Amazon-Shopping-Erlebnis plus den Zugriff auf sämtlichen digitalen Content angefangen von eBooks, über Musik bis hin zu Filmen und TV-Serien.

Für Eltern ist Amazon Freetime sicher ein gutes Instrument um den Kleinsten in der Familie den Umgang mit einem Tablet beizubringen, ohne dass diese den vollen Zugriff auf alle installierten Inhalte oder das Internet erhalten.


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