Amazon Fire TV Stick mit Alexa im Test

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Amazon FireTV Stick
Amazon FireTV Stick(© 2017 CURVED)

Seien wir mal ehrlich: Fernbedienungen nerven! Und mit jedem weiteren Gerät für die heimische Unterhaltungseletronik kommt eine neue hinzu. All-in-One-Fernbedienungen sind eine Lösung. Einfach mit seinem Fernseher zu sprechen, die Bessere. Nun hält Alexa auch auf dem günstigen Amazon Fire TV Stick Einzug. Wir haben ihn getestet.

Vermutlich geht es Euch jetzt wie unserem Mediengestalter Stefan, als ich im vom neuen Alexa-Fernsehstick erzählt habe: "Wie, ist doch gar nicht neu! Mit dem Fire TV konnte ich schon vor nem halben Jahr reden." Stimmt schon, ein Fire TV Stick mit Sprachsteuerung gab es schon. Nur habt Ihr da nicht mit Alexa gesprochen. Der Vorgänger beherrschte schon Spracheingaben, aber war noch nicht so smart wie Amazons Künstliche Intelligenz. Anfragen wie "Such mir gute Filme mit Matthias Schweighöfer" (Scherz!), verstand die Software und lieferte nach bestem Wissen und Gewissen eine Übersicht.

Doch mit dem Rest des smarten Homes war der TV-Stick noch nicht vernetzt. Genauso wenig mit Nicht-Medien-Diensten. "Braucht es das überhaupt", darf man sich da fragen. Meine Conclusio nach rund einer Woche in Benutzung: Nein, aber man will es. Denn für viele ist Wohnzimmer das Zentrum der Wohnung. Und in eben jenem ist der Fernseher der Star.

Es funktioniert einfach

So war es ungemein praktisch, direkt über den Amazon Fire TV Stick meine Lampen zu dimmen. Was ich dafür tun musste? Da ich schon den entsprechenden Skill für meine Hue-Lampen in meinem Echo Dot konfiguriert hatte: gar nichts. Funktioniert einfach. Eine Pizza hätte ich ebenso einfach bestellen können am Fernseher. Oder ein Taxi rufen. Auch die Suche nach Songs à la "Alexa, spiel Musik von London Grammar" funktionierte 1a. Und Probleme, dass Echo und der Fire TV Stick sich mit Spracheingaben in die Quere kommen, gab es auch nicht.

Denn Alexa kann auf dem TV genauso viel wie in seinen Lautsprechern Echo und Echo Dot. Doch während diese immer aufmerksam lauschen, muss der Fernseher freilich angeschaltet sein, um Eingaben zu verarbeiten. Das könnte auf Dauer zulasten der Stromrechnung gehen, wenn so ein 55-Zöller immer eingeschaltet bleibt.

Ein Knopf für die KI

Noch ein Unterschied zu den Lautsprechern: Während die auf das Reizwort "Alexa" hören, müsst Ihr an der Fernbedienung einen Knopf drücken. Ein Umstand, der sich auch künftig wohl kaum vermeiden lässt, da der Stick per se auf der Rückseite eines TVs angeschlossen wird und so nur schwer auf Spracheingaben reagieren könnte. Einmal abgesehen davon, dass der Dongle zu klein ist, um gleich mehrere Mikrofone zu beherbergen. Eben jene Fernbedienung lässt sich übrigens auch für den Vorgänger erwerben, der dann zusammen mit einem geplanten Software-Update auch Alexa-fähig ist. Ob man nun 15 für die Remote oder gleich 39 für das neue Modell inklusive Fernbedienung ausgeben will, ist natürlich jedem selbst überlassen.

Fazit

An dieser Stelle würde ich nun eigentlich über die Nachteile des Produkts berichten. Doch die gibt es nicht wirklich. Vor allem nicht mit Blick auf Preis und Leistung. Für 39 Euro bekommt Ihr einen Dongle, der jeden Fernseher über HDMI mit Alexa austattet, das Smart Home steuern kann und Euch bewegte Bilder in 1080p aufs TV holt. Damit wären wir auch schon beim einzigen Manko: kein 4K, sondern maximal Full-HD. Wer das braucht, muss zum regulären, teureren Fire TV greifen. Doch günstiger als mit dem neuen Fire TV Stick kommt man nicht in den Genuss des smarten Assistenten. Den Echo Dot gibt es erst ab 59 Euro.

Gute Filme mit Schweighöfer konnte aber auch Alexa nicht finden. Auch eine Künstliche Intelligenz hat ihre Grenzen.

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