Asus Windows Mixed Reality Headset im Test: das Hands-on [mit Video]

VR-Brillen wie die Oculus Rift sind teuer und setzen einen starken PC voraus. Das Windows-Mixed-Reality-Konzept von Microsoft will das besser machen. Das "Asus Windows Mixed Reality Headset" beruht darauf. Ein Hands-on.

Mitte August erfreute HTC die Gaming-Welt mit einer kurzen Mitteilung: Die HTC Vive wurde im Preis heruntergesetzt. Nur noch 699 Euro kostet das Headset nun in Deutschland. Vorher waren es 899 Euro. Zum Zocken braucht Ihr aber trotzdem noch einen Highend-PC, der ebenfalls viel Geld kostet. Ist der Weg in die virtuelle Welt also wirklich nur mit viel Geld zu gehen? Nein, sagt Microsoft. Das Rendmonder Unternehmen hatte mit "Windows Mixed Reality" einen Basis vorgestellt, die günstige VR-Brillen ermöglichen soll. Darauf setzt auch aus mit dem Asus Windows Mixed Reality Headset.

Stolz war man bei Asus auf der IFA auf das Design der Brille. Die Front ist sehr futuristisch gestaltet. Außerdem lässt sich das Display auf Wunsch um 90 Grad nach oben umklappen, nur für den Fall, dass sich jemand mit Höhenangst in einem Spiel in einer unkomfortablen Situation wiederfindet. Damit das Headset auch über jeden Dickkopf passt, könnt Ihr die Weite über ein Drehrad justieren. Das sorgt für den richtigen Sitz. Durch das geringe Gewicht von unter 400 Gramm trägt sich das Headset auch sehr bequem. Das gefällt uns schon einmal gut.

Klares Bild und keine Motion Sickness

Wichtig ist aber "aufm Screen". Der löst laut Asus in 3K auf, bot bei der Pressevorführung auch ein gestochen scharfes Bild. Die hohe Bildwiederholungsrate von 90 Hertz soll darüber hinaus Übelkeit verhindern. Das funktioniert tatsächlich sogar sehr gut. Allerdings hat die Sache auch einen Haken. Denn am Asus-Stand hing das Headset an einem "ROG"-Notebook, also einem stark ausgestatteten Gamer-PC. Solltet Ihr es mit einem schwächeren PC verwenden, dürfte die Rate aber nur noch bei 60 Hertz liegen. So sieht es zumindest Microsoft für Windows Mixed Reality vor.

Ebenfalls wichtig war es Asus zu erwähnen, dass die Brille innerhalb von zehn Minuten bereit für den Einsatz sei. Das liegt auch daran, dass Ihr anders als bei der Vive kein weiteres Equipment zum Ausmessen es Raumes benötigt. Das übernehmen die beiden Kameras an der Front. Wie gut das klappt, konnten wir leider nicht ausprobieren. Wohl aber ein paar kurze Demos, die mich schon einmal von dem Display überzeugten. Das Bild war kristallklar. Auch bei hektischeren Bewegungen verzerrte es nur sehr wenig.

Das Display lässt sich nach oben klappen.(© 2017 CURVED)

Außerdem konnten wir uns einen Eindruck vom Gaming-Einsatz machen. Damit Ihr mit der Brille direkt loszocken könnt, legt Asus für jede Hand einen Controller bei, die nach kurzer Inspektion wertig verarbeitet zu sein scheinen. Im Spiel konnten wir mit einer Pistolen-Attrappe auf kleine Roboterdrohnen schießen. Der andere diente als Schild, um uns vor Gegenfeuern zu schützen. Lange gehalten hat es nicht. Das lag aber an den Fähigkeiten des Spielers. Für genügend Spiele-Nachschub ist übrigens gesorgt: Denn Windows Mixed Reality unterstütz SteamVR.

Vorläufiges Fazit: der günstigste Einstieg in die Virtual Reality

In der kurzen zehnminütigen Demo lassen sich natürlich noch keine großen Schlüsse ziehen. Der erste Eindruck war aber durchweg positiv: Das Headset war bequem, leicht und die Bildqualität gut. Dazu kommt der Preis: 449 Euro kostet das Headset inklusive Controller. Leider blieb Asus bei der Veranstaltung viele Details zur Ausstattung und auch zum Markstart schuldig.


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