Asus ZenFone Max und Ulefone Power im Test: die dicken Akku-Dinger

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Asus Zenfone Max und Ulefone Power
Asus Zenfone Max und Ulefone Power(© 2016 CURVED)

Erinnert Ihr Euch noch an die dicken Handys von damals, die nur telefonieren konnten, dafür aber einen Akku hatten, der eine Woche durchhielt? Wir träumen immer noch davon, dass auch unsere aktuellen Smartphones endlich mal eine Nacht ohne Kabelanschluss überleben. Asus und Ulefone haben jetzt zwei dicke Smartphones auf den Markt gebracht, die locker ein paar Tage durchhalten.

Mit einem gehörigen Nachteil: Sie sind dick. Und auch die restliche Ausstattung lässt ziemlich zu wünschen übrig. Wir lassen das Asus ZenFone Max und das Ulefone Power gegeneinander antreten. Welches kann neben der Akkulaufzeit noch mit Features punkten?

Nicht nur dick, sondern auch schwer

Die Smartphones verfügen beide über ein 5,5-Zoll-Display. Während das Asus aber nur eine Auflösung von 1280 x 720 Pixeln bietet, kommt das Ulefone auf Full HD (1920 x 1080). Insgesamt gefällt uns der Bildschirm beim Ulefone viel besser. Die Farben sehen echter aus. Das ZenFone Max hat auch auf der höchsten Helligkeitsstufe einen Gelbstich.

Was am Ulefone nicht gut gelungen ist, ist die Rückseite aus Plastik. Sie ist glatt und nicht griffig, was bei so einem großen, schweren Gerät ungünstig ist. Asus hat dagegen eine Art Lederimitat verwendet und die Rückseite stärker abgerundet. So liegt das ZenFone Max besser in der Hand.

Von den Maßen nehmen sich beide Smartphones nicht viel. Das ZenFone ist mit 10,6 Millimetern ein bisschen dicker und mit 156 Millimetern Höhe und 77,5 Millimetern Breite ein wenig größer als das Ulefone Power (155mm x 77mm x 9,5mm). Das Gewicht ist aber ziemlich ungewohnt hoch: Das Ulefone wiegt 190 Gramm, das Asus ZenFone sogar 202 Gramm. Zum Vergleich: das iPhone 6s wiegt 143 Gramm.

Akkus halten mehrere Tage

Das Herzstück beider Smartphones ist der jeweils große Akku. Beim ZenFone Max hat Hersteller Asus 5000 mAh spendiert. Laut eigener Angaben soll dieser bei ausgeschaltetem WLAN, Bluetooth und Display für eine Standby-Zeit von 38 Tagen reichen. Im Test wurden bei alltäglicher normaler Nutzung zweieinhalb Tage erreicht.

Das Ulefone Power legt noch ein bisschen drauf: Der Akku hat hier eine Kapazität von 6050 mAh. Laut Hersteller soll das für vier Tage Nutzung ausreichen. In unserem Test kamen wir immerhin knapp auf dreieinhalb Tage. Das Ergebnis ist bisher unschlagbar.

Performance: mangelhaft

Beim Testen der beiden Smartphones überkam uns der Gedanke, dass sich die komplette Entwicklung nur auf den Akku konzentriert hat. Denn um möglichst lange Laufzeiten zu erreichen, verbauen die Hersteller sehr schwache Prozessoren.

Im Asus ZenFone steckt beispielsweise der vierkernige Snapdragon 410 von Qualcomm (1,2 GHz) mit der Adreno 306 GPU und zwei Gigabyte Arbeitsspeicher. Der Prozessor arbeitet zwar energieeffizient, eignet sich aber nicht für Programme, die Leistung brauchen. Aufwändige Spielgrafik könnt Ihr vergessen. Per AnTuTu-Benchmark kam das ZenFone im Punkt 3D gerade mal auf 301 Punkte. Insgesamt erreicht es 25.396 Punkte. Zum Vergleich: das iPhone 6S schafft in der 3D-Kategorie mehr als 39.000 Punkte und kommt insgesamt auf einen Wert von mehr als 132.000.

Das Ulefone schneidet ein bisschen besser ab und erreicht im Benchmark bei AnTuTu insgesamt 37.440 Punkte. Der chinesische Hersteller hat in seinem Power-Modell den achterkernigen Mediatek MT6753 (1,3 GHz) verbaut. Als Grafikhelfer kommt der Mail T720 zum Einsatz und drei Gigabyte Arbeitsspeicher stehen zur Verfügung.

Allerdings haben beide Geräte nur 16 Gigabyte internen Speicher. Immerhin könnt Ihr diesen per Micro-SD-Karte erweitern. Beim Ulefone geht das allerdings nur, wenn Ihr auf einen Sim-Karten-Slot verzichtet. Beim Asus dagegen könnt Ihr das Smartphone als Dual-Sim betreiben und zusätzlich die Micro SD einlegen.

Als Betriebssystem kommt beim Ulefone Android 5.1 und beim Zenfone Android 5.0 (mit eigener grafischer Oberfläche und Apps) zum Einsatz. Zumindest für das Ulefone soll irgendwann das Update auf Android 6.0 Marshmallow erscheinen. Beim ZenFone warten softwareseitig noch Funktionen, um die Akkulaufzeit weiter zu verbessern. Beispielsweise werden im Hintergrund laufende Apps beendet. Wer Wert auf einen Fingerabdruckscanner legt, findet diesen nur beim Ulefone.

Kameras haben ihre Macken

Die Auflösungen der Kameras sind auf beiden Datenblättern identisch: Die rückseitige Linse löst mit 16 Megapixel auf, dir Frontkamera mit 5 Megapixel. Bei den Aufnahmen zeigen sich aber deutliche Unterschiede.

Das Ulefone Power scheint oft einen milchigen Schleier über den Bildern zu haben. Dadurch wirken sie zwar heller, aber auch farblos. Beim Asus ZenFone Max sind die Aufnahmen dagegen dunkler, doch die Farben intensiver und näher an der Realität.

Mit dem Ulefone ist es nahezu unmöglich, Gruppenselfies zu machen. Die Brennweite ist so gering, dass man gerade einmal selbst zu sehen ist. Beim Asus ZenFone Max haben die Selfies ein leichtes Rauschen über dem Bild. Beim Heranzoomen sind "vermatschte" Flächen sichtbar.

Preise und Verfügbarkeit

Das Asus ZenFone Max ist bereits seit März in Schwarz und Weiß im deutschen Handel erhältlich. Es kostet 249 Euro. Das Ulefone Power gibt es hierzulande bisher noch nicht zu kaufen. Einige Onlineshops wie etwa Gearbest, die uns das Testgerä freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben, bieten aber schon importierte Varianten mit deutschsprachigem Betriebssystem für etwa 155 Euro an. Es kommt in den Farben Dunkelblau (fast Schwarz), Weiß und mit Holzoptik.

Fazit: Akku und sonst nichts

Auch wenn das ZenFone Max kein perfektes Display und eine eher schlechte Leistung an den Tag legt: Wenn Ihr das Smartphone hauptsächlich benutzt, um ein bisschen im Netz zu surfen, Schnappschüsse zu machen, zu chatten und zu telefonieren, bekommt Ihr durch den großen Akku ein interessantes Gerät. Durch die gummierte Rückseite liegt es besser in der Hand als das Ulefone Power.

Das wiederum bietet mehr Leistung und eine noch bessere Akkulaufzeit als der Konkurrent von Asus. Allerdings fällt hier die Kamera negativ auf. Und durch die Kombination aus Größe, Gewicht und Oberfläche liegt es nicht gut in der Hand. Auch reagieren Tastatur und Bildschirm träger als beim ZenFone.


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