Asus ZenWatch im Test: Designerstück mit Android Wear

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Lange haben wir auf die ZenWatch von Asus gewartet, aber das Warten hat sich gelohnt.
Lange haben wir auf die ZenWatch von Asus gewartet, aber das Warten hat sich gelohnt. (© 2015 CURVED)

Endlich ist die ZenWatch von ASUS auch in Deutschland erhältlich. Wir konnten uns die schicke SmartWatch mit Android Wear anlegen und für Euch ausführlich testen. Was die taiwanische Version einer SmartWatch mit Android Wear besser kann als die Konkurrenz, erfahrt Ihr in unserem Testbericht. 

"Nicht schon wieder eine SmartWatch mit Android Wear", hatte ich mir beim Erhalt der Asus ZenWatch gedacht. Aber schon beim Auspacken des Wearables stieg in mir leichte Vorfreude auf, denn auch, wenn Asus sich für ein eckiges Display entschieden hat, so wirkt das Äußere doch sehr elegant und hochwertig. Ob sich die Designer da vielleicht von der Apple Watch haben inspirieren lassen?

Auch in Sachen Haptik strebt Asus den Premiummarkt an: Abgerundete Kanten und das zweifarbige Gehäuse mit einem Band in Rotgold sorgen für ein elegantes Aussehen. Das Lederarmband besitzt eine Metalschnalle, die man auch noch austauschen kann, wenn einem das Standardarmband nicht gefällt. Alles in allem ist die ZenWatch eine Augenweide und muss sich definitiv nicht hinter der Moto 360 oder der G Watch R verstecken.

Display: Knackig scharf mit typischem Blaustich

Die ZenWatch nutzt ein AMOLED-Display mit einer Diagonalen von 1,63 Zoll und einer Auflösung von 320 x 320 Pixeln. Das dargestellte Bild wirkt knackscharf, was sicher mit der Pixelpichte von 278 ppi zu tun hat. So einen hohen Wert erreicht keiner der aktuellen Android Wear-Konkurrenten. Leider hat die ZenWatch die typischen AMOLED-Krankheiten. Je nach Blickwinkel verschiebt sich das Bild ins Bläuliche. Dafür wiederum ist auch bei direktem Lichteinfall alles sehr gut ablesbar.

Software: Android Wear gewürzt mit ZenUI

Von der Software her nutzt auch die ZenWatch Android Wear, aber die Version für die smarte Uhr wurde leicht von Asus modifiziert. Die Benachrichtigungen werden zwar wie bei allen anderen Android Wear-Smartwatches dargestellt, aber je länger man mit der ZenWatch spielt, desto mehr kleine Unterschiede werden bemerkbar.

Zieht man von oben die Schnelleinstellungen herunter, dann bietet die ZenUI zusätzlich die Optionen an, das Display in einen Kino- oder Sonnenlichtmodus zu versetzen oder in die Einstellungen zu gelangen. Gerade die Möglichkeit, schnell das Display per Kino-Modus komplett abzuschalten, ist für den Alltag sehr praktisch.

Auch bei der Companion App für das Smartphone setzt Asus auf den eigenen ZenWatch Manager. Über diesen kann man z. B. die Smartwatch anweisen, den Nutzer zu benachrichtigen, wenn man vergessen hat, das Smartphone einzustecken. Ein sehr nützliches Feature, vor allem für diejenigen unter uns, die gerne mal das Smartphone im Büro liegen lassen. Praktisch ist auch, dass man mit der ZenWatch das eigene Smartphone entsperren kann. Dadurch spart man das lästige Eintippen des Codes. Ist die ZenWatch nicht in Bluetooth-Reichweite, dann muss das Telefon per Code entsperrt werden.

Im ZenWatch Manager gibt es noch weitere, speziell für die Smartwatch von Asus angepasste Apps: Hier wäre etwa die Wellness-App zu nennen. Mit ihr lässt sich ein eigener Fitnessplan aufstellen. Natürlich misst die ZenWatch auch den Puls des Trägers, dieser muss dafür zwei Finger am Rand des Displays platzieren. Jetzt wird auch klar, warum das Gehäuse so viel breiter ist als das Display, denn Asus hat den Pulssensor in den Displayrahmen integriert.

Flüssiges Android Wear dank aktueller Hardware

In der ZenWatch selbst steckt, wie auch in der LG G Watch R, der Snapdragon 400 Quad-Core-Prozessor mit 512 Megabyte RAM. Damit ist gewährleistet, dass die Bedienung und sämtliche Funktionen schnell und flüssig vonstatten gehen. Der interne 4 GB Flash-Speicher bietet genug Platz für mehrere Stunden Musik, so muss man zum Joggen nicht zwingend das Smartphone mitnehmen. Mit dem 369-mAh-Akku hält die ZenWatch bei meinem Nutzerverhalten nahezu zwei Tage. Dazu zählt die Anzeige regelmäßiger Benachrichtigungen, hin und wieder das Ausführen von Sprachbefehlen sowie ein Display, das ich manuell aktiviere.

Fazit:

Genau wie die Android Wear-Smartwatches aus dem Hause Motorola, Samsung oder LG ist auch die Asus ZenWatch nur ein schönes Spielzeug für das Handgelenk. Aber vom Design und der Haptik her ist Asus ein sehr ansprechender Vertreter gelungen, der sich auch auf einem Bankett sehen lassen kann. Sinnvolle Erweiterungen in der UI gibt es noch obendrein und preislich ist die ZenWatch mit 229 Euro durchaus attraktiv. Von all den Android Wear Armbanduhren ist die ZenWatch die beste, die es aktuell am Markt gibt.


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