Blackberry Key2 LE im Test: Tastatur-Smartphone im Hands-on [mit Video]

Das Blackberry Key2 LE soll die Tastatur bei Smartphones aus dem Business-Bereich befreien und für mehr Leute interessant machen. Dabei sollen ein lockeres Design und ein niedrigerer Preis helfen. Ein erster Eindruck von der IFA.

Optisch lässt sich die Verwandtschaft vom Blackberry Key2 LE und dem Key2 nicht leugnen, aber rundere Kanten des Metallrahmens und rot als Farbvariante geben dem LE doch einen lockeren Look. Leichter wird das Smartphone ebenfalls. Es sind zwar nur zwölf Gramm, aber in der Hand spürt man den Unterschied.

Kleinere Tasten, die größer sind

Die Rückseite des Blackberry Key2 LE besteht weiterhin aus einer Softtouch-Oberfläche, die schön griffig ist. Die Tasten der Tastatur sind zwar etwas kleiner als beim Key2, sollen aber immer noch zehn Prozent größer sein, als beim Blackberry KeyOne. Die Tasten lassen sich auf jeden Fall gezielt drücken und haben einen angenehmen Hub.

Auf die Trackpad-Funktion muss man bei Key2 LE verzichten und kann nicht mit dem Finger auf den Tasten zum Beispiel über eine Webseite scrollen. Dafür übernimmt des den Speed Key vom Key2, der einen schnellen Wechsel zwischen Apps sowie das direkte aufrufen einer App ermöglicht.

Ebenfalls vorhanden ist die Komforttaste unterhalb der Einschalttaste. Diese ist zur besseren Unterscheidung geriffelt. Die Komforttaste lässt sich mit verschiedenen Funktionen belegen und kann dabei unterschiedliche Szenarien wie das Auto oder das heimische WLAN erkennen. Standardmäßig ruft sie den Google Assistant auf und mit einem Doppelklick Google Lens. Hält man die Taste gedrückt, hört der Google Assistant über eine Walkie-Talkie-Funktion direkt zu.

Bei der Software kommt Android Oreo mit typischen Blackberry-Anwendungen zum Einsatz. DTEK soll die Sicherheit auf dem Smartphone erhöhen. Der Locker erlaubt das verstecken von Apps und hält Dateien auf dem Key2 LE privat. Zudem lassen sich einige Apps, hauptsächlich aus dem Social-Media-Bereich klonen. So kann man sich einfacher mit verschiedenen Accounts anmelden.

Flotte Mittelklasse-Hardware und eine Dualkamera

Der Akku des Key2 LE hat mit 3000 mAh zwar eine geringere Kapazität als beim Key2, soll aber "egal wie der Tag läuft" 22 Stunden lang halten. Eine Schnellladefunktion ist vorhanden und das Smartphone soll Tipps geben, wenn ein guter Zeitpunkt ist die Batterie zu laden. Dazu wertet es das Nutzerverhalten aus und wirft auch Blicke in den Kalender.

Mit dem Snapdragon 636, der auch im neuen HTC U12 Life steckt, und vier Gigabyte Arbeitsspeicher sollte das Blackberry Key2 LE für den Alltag mehr als genug Leistung haben – und nur knapp hinter dem Key2 liegen. Beim internen Speicher hat man die Wahl zwischen 32 und 64 Gigabyte.

Die drei Farbvarianten des Key2 LE.(© 2018 CURVED)

Der 4,5 Zoll große Touchscreen des Key2 LE ist mit dem des Key 2 identisch. Bei einem Seitenverhältnis von 3:2 liegt die Auflösung bei 1620 x 1080 Pixeln. Die Dualkamera auf der Rückseite liefert Fotos mit einer Auflösung von 13 Megapixeln. Die zweite Linse liefert Informationen für einen Bokeh-Effekt, bei dem der Hintergrund extra unscharf wird. Ein Zoom wie bei anderen Dualkameras ist nicht vorhanden. Die Frontkamera liefert Selfies mit acht Megapixeln.

Preis und Verfügbarkeit

Das Blackberry Key2 LE soll in der zweiten Septemberhälfte in Deutschland erhältlich sein, allerdings nicht sofort in allen Farbvarianten. Bis Weihnachten soll dann aber auch die rote Version erschienen sein. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 399 Euro für die Version mit 32 Gigabyte und 429 Euro für die Variante mit 64 Gigabyte internem Speicher.

Vorläufiges Fazit

Das Blackberry Key2 LE kann zwar etwas weniger als das Key2. Als Smartphone mit Tastatur kann es für mich aber immer noch genug und bietet die gleiche Software und eine sehr ähnliche Hardware, so dass man guten Gewissens die 250 Euro gegenüber dem Key2 sparen kann.

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