BQ Aquaris C im Test: Günstiges Smartphone mit guter Kamera

Das BQ Aquaris hat in seiner Preisklasse eine der besten Kameras.
Das BQ Aquaris hat in seiner Preisklasse eine der besten Kameras.(© 2018 CURVED)

Mehrere Hundert oder sogar tausend Euro will nicht jeder für ein Smartphone ausgeben. Das BQ Aquaris C ist mit einem Preis von 170 Euro verlockend günstig. Ob man da ohne Bedenken zuschlagen kann, erfahrt ihr im Test.

BQ ist ein wenig bekannter Smartphone-Hersteller aus Spanien, dessen Geräte in der Regel ein gutes Preis-Leistung-Verhältnis bieten. Neben schnellen Software-Updates legt das Unternehmen viel Wert auf seine eigene Kamera-App.

Schönes Display, langsame Hardware

Mit seinem 5,45 Zoll großen Display wirkt das BQ Aquaris C im Vergleich zu vielen anderen aktuellen Smartphones klein und handlich. Sein Kunststoffgehäuse mit matter Rückseite ist gut verarbeitet und wirkt elegant. Fingerabdrücke fallen da nicht sofort auf. Der Touchscreen im 18:9-Format zeigt zwar nur 1440 x 720 Bildpunkte an, bietet aber trotzdem eine detailreiche und scharfe Bilddarstellung. Die Farben sind frisch und kräftig und bei maximaler Helligkeit ist der Bildschirminhalt auch bei Tageslicht gut zu erkennen.

Als kleines Problem könnte sich die Hardware des Aquaris C erweisen. Der Snapdragon 425 und 2 Gigabyte Arbeitsspeicher sind zwar fix genug um alle alltäglichen Anwendungen flüssig laufen zu lassen. Selbst das grafisch anspruchsvolle "PUBG Mobile" ließ sich mit den niedrigsten Grafikeinstellungen spielen. Allerdings sind die Ladezeiten spürbar länger als bei fixerer Hardware und die Animationen der Nutzeroberfläche sind erkennbar langsamer. Wenn man von dort kommt oder hohe Ansprüche stellt, ist das Aquaris C definitiv zu langsam. Für Menschen die ihr Smartphone aber nur gelegentlich nutzen, uneingeschränkt brauchbar.

Die zweite Einschränkung bei der Hardware des Aquaris C ist der interne Speicher, der nur 16 Gigabyte groß ist, sich aber mit einer microSD-Karte erweitern lässt. Das ist aber nicht die ideale Lösung und zudem stehen zudem effektiv nur knapp unter 10 Gigabyte für eigene Daten zur Verfügung. Besonders viele Apps kann man da nicht installieren und auch nicht Unmengen von Fotos aufnehmen.

Kamera mit guter Software

Die Limitierung der Fotoaufnahmen durch den kleinen internen Speicher ist besonders ärgerlich, da das BQ Aquaris C für seine Preisklasse über eine hervorragende Kamera verfügt. Die Hauptkamera auf der Rückseite liefert bei einer Auflösung von 13 Megapixeln natürliche und kräftige Farben, die allerdings noch etwas gesättigter sein könnten. Für besonders gut ausgeglichene Kontraste ist der HDR-Modus ein Muss.

Bei Dunkelheit kommt die Kamera mit starken Kontrasten erstaunlich gut zurecht und hält in diesem Punkt sogar mit den aktuellen Top-Smartphones mit. Bei der Detailgenauigkeit muss man beim Aquaris C allerdings in der Nacht deutliche Abstriche hinnehmen.

Die Frontkamera hat zwar nur eine Auflösung von fünf Megapixeln, überzeugt aber auch mit satten Farben und einer vergleichsweise hohen Detailgenauigkeit. Am HDR-Modus führt hier kein Weg vorbei.

Zeitgemäße Ausstattung

Das BQ Aquaris C lässt sich über den gut erreichbaren Fingerabdrucksensor auf der Rückseite sowie per Gesichtserkennung über die Frontkamera entsperren. Das funktioniert einwandfrei und sehr komfortabel, der Fingerabdrucksensor ist alleine allerdings die sichere Variante.

BQ liefert das Aquaris C mit Android 8.1 Oreo aus und lässt Googles Betriebssystem von ein, zwei Apps abgesehen unverändert. Das sorgt nicht nur für einen aufgeräumten Startbildschirm und wenig vorinstallierte Apps, sondern erlaubte es BQ in der Vergangenheit vergleichsweise zügig Updates für die Software bereit zu stellen.

Mit dem Akku des Aquaris C kommt man gut über den typischen Tag und wenn ich mir angesichts der Hardware die anvisierte Nutzergruppe für das Smartphone vorstellen sollte, sind auch zwei oder sogar drei Tage möglich sein, da das Gerät mehr in Bereitschaft als in Nutzung ist.

Aufgeladen wird die Batterie fix über den USB-C-Anschluss und dank NFC-Chip ist das Aquaris C auf für mobiles Zahlen bereit.

Fazit: Günstig und gut

Für 170 Euro bekommt man mit dem BQ Aquaris C kein perfektes, aber ein durchaus brauchbares Smartphone. Die Kamera gehört in dieser Preisklasse eindeutig zu den besten. Design, Verarbeitung und Display sind gut. Die Software ist angenehm aufgeräumt und man darf sich große Hoffnungen auf Updates machen. Einziger Schwachpunkt ist – je nach Nutzeransprüchen – die langsame Hardware.

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