BQ Aquaris M10 im Test: Einsteiger-Tablet mit Aussteiger-Display

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Das BQ Aquaris M10 ist gut verarbeitet.
Das BQ Aquaris M10 ist gut verarbeitet.(© 2015 CURVED)

Braucht man heutzutage eigentlich noch Tablets? Wir leben schließlich in Zeiten, in denen auch Einsteiger-Smartphones immer größer werden. Der spanische Hersteller BQ sagt trotzdem "ja" und bringt in Deutschland das Einsteiger-Gerät Aquaris M10 auf den Markt.

Das Gehäuse des M10 besteht zu 100 Prozent aus Kunststoff, ist aber solide verarbeitet. Da knarzt nichts. Mit einem Gewicht von 470 Gramm ist es zwar kein Leichtgewicht, das Amazon Fire HD 10 wiegt zum Beispiel nur 410 Gramm, richtig schwer ist das BQ-Gerät aber auch nicht. Durch den 16:10-Bildschirm ist es sowieso zur Nutzung im Querformat ausgelegt. Das heißt, Ihr haltet das Tablet ohnehin die meiste Zeit mit zwei Händen fest. Das Gewicht fällt dann gar nicht so sehr auf.

Vorne über dem Display findet Ihr eine Zwei-Megapixel-, hinten eine Fünf-Megapixel-Kamera. Unter dem Bildschirm sind die Stereo-Lautsprecher angebracht. Die sollen laut BQ zwar 3D-Klang liefern, bieten im Vergleich zu anderen Tablet-Lautsprechern aber keinen merklichen Mehrwert. Rechts befinden sich der Einschalter und die Lautstärketasten. Die Spanier verzichten auf den Glossy-Look, das Tablet ist also kein Magnet für Fingerabdrücke. Das gefällt.

Mittelklasse-Ausstattung und Unterklasse-Bildschirm

Dass es sich um ein Gerät für Einsteiger handelt, wird spätestens beim Blick aufs Datenblatt. Drin steckt neben zwei Gigabyte Arbeitsspeicher der MT8163B-Chip von Mediatek. Der Vierkerner taktet mit maximal 1,3 Gigahertz. Im AnTuTu-Benchmark erreicht das Aquaris M10 mit dieser Ausstattung knapp 28.000 Punkte. Von 16 Gigabyte Flashspeicher stehen Euch ab Werk noch 11,9 Gigabyte zur Verfügung, den Rest belegt das System. Per microSD-Karte könnt Ihr aber noch bis zu 64 Gigabyte nachrüsten.

All das wäre bei einem Low-Budget-Gerät kein Problem, wäre da nicht das Display. Denn der 10,1 Zoll große Bildschirm löst nur mit 1280 x 800 Bildpunkten auf. Das ergibt 160 ppi. Scharf ist das nicht, einzelne Pixel sind deutlich zu sehen. Das merkt man schon beim Lesen. Noch deutlicher wird es beim Zocken. Texturen sehen wahnsinnig verwaschen aus. Zwar laufen Spiele wie "Need for Seed - No Limits" von der Perfomance her durch die Bank weg flüssig. Gerade bei Rennspielen wird die Grafik aber teilweise so heruntergeschraubt, dass die Strecken kaum zu erkennen sind. Was man dem Display zugutehalten muss, ist, dass es große, stabile Blickwinkel bietet. Auch dass die Entwickler die installierte Android-Version (5.1 Lollipop) bis auf ein paar wenige vorinstallierte Apps kaum angetastet haben, bleibt unter diesen Umständen ein schwacher Trost.

Fazit: kein Display zum Verlieben

Das Display ist ein nicht ganz unwesentlicher Part an einem Tablet. Stimmt der Bildschirm nicht, stimmt gar nichts. Und beim BQ Aquaris M10 stimmt der Bildschirm definitiv nicht. Für 240 Euro hätte es auch ruhig ein Full-HD-Bildschirm sein dürfen. Den bekommt Ihr im BQ Aquaris E10. Wer sich ein günstigeres Tablet zulegen möchte, ist mit den Amazon-Modellen Fire HD 8 und Fire HD 10 besser dran. Die bieten zwar nicht mehr Pixel, sind dafür aber mit Preisen ab rund 160 Euro deutlich erschwinglicher.

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