BQ Aquaris V im Test: Gute Kamera, günstiges Smartphone

Der Fingerabdrucksensor befindet sich auf der Rückseite des BQ Aquaris V.
Der Fingerabdrucksensor befindet sich auf der Rückseite des BQ Aquaris V.(© 2017 CURVED)

Eine gute Kamera und flotte Software-Updates verspricht das BQ Aquaris V. Das Smartphone lockt darüber hinaus mit einem guten Preis-Leistung-Verhältnis. Was das genau bedeutet, erfahrt Ihr im Test.

Für einen Preis ab 220 Euro verfügt das BQ Aquaris über ein Metallgehäuse, das sich angenehm anfühlt und das Smartphone hochwertig wirken lässt. Optisch gibt es grobe Trennungslinien zwischen den beiden Teilen der Rückseite, die nicht jedem gefallen.

5,2 Zoll und 3100 mAh

Mit seinem 5,2 Zoll großem Display gehört das BQ Aquaris V zu den kleineren Smartphones. Allerdings hat der Bildschirm nur eine HD-Auflösung und sieht deswegen bei genauer Betrachtung nicht knackig scharf aus. Die Farbdarstellung und die Blickwinkelstabilität sind dagegen völlig in Ordnung und die Helligkeit ist nur bei direkter Sonneneinstrahlung zu gering.

BQ verbaut im Aquaris V den Snapdragon 435 und je nach Variante zwei oder drei Gigabyte Arbeitsspeicher. Zum Test stand uns die besser ausgestattete Version zur Verfügung, die über 32 Gigabyte anstelle von 16 Gigabyte internen Speicher verfügt. Benchmark-Topwerte holt das Smartphone mit dieser Hardware nicht, lässt aber die Nutzeroberfläche flüssig laufen. Für alltägliche Apps und auch Spiele reicht die Leistung aus, allerdings fallen die Ladezeiten länger aus als bei Geräten mit schnellerer Hardware.

Bei Bedarf lässt sich der interne Speicher mit einer microSD-Karte erweitern. Die Speicherkarte belegt dann allerdings den Platz für die zweite SIM-Karte. Der Akku mit einer Kapazität von 3100 mAh reicht für einen Tag normale Nutzung, muss für den zweiten Tag aber an die Steckdose. Die Batterie ist über den Micro-USB-Anschluss dank der QuickCharge-Funktion von Qualcomm fix aufgeladen. Der Fingerabdrucksensor befindet sich auf der Rückseite des BQ Aquaris V. Wenn man das Smartphone in der Hand hält, ist er gut zu erreichen und erlaubt die schnelle Entsperrung.

Reines Android und eine eigenen Kamera-App

BQ installiert auf dem Aquaris V Android 7.1.2 Nougat ab Werk und vertraut auf die Standard-Nutzeroberfläche von Googles Betriebssystem. Die einzigen Anpassungen sind die hauseigene Kamera-App sowie das kostenpflichtige Schutzprogramm BQ Plus. In der Vergangenheit hat BQ seine Geräte teilweise schneller mit neuen Android-Versionen versehen als die großen Hersteller. Ob dies auch bei Aquaris V der Fall ist, wird sich zeigen. Das Update auf Android 8 Oreo hat BQ bereits angekündigt, aber noch keinen Termin genannt.

Die Kamera-App als einzige große Veränderung gegenüber Stock-Android verdeutlicht, dass BQ sich mit der Bildqualität seiner Geräte abheben will. Dafür verbaut der Hersteller im Aquaris V Sonys Kamerasensor IMX386 mit einer Auflösung von zwölf Megapixeln. Eine Besonderheit der Kamera-App ist der zweite HDR-Modus namens HDR Plus. Dieser gleicht die Kontraste der Aufnahmen noch einmal stärker an als der normale HDR-Modus, ohne dass sie dabe unnatürlich wirken. Ich neige nach dem Test dazu immer HDR Plus zu verwenden. Deswegen hätte sich BQ den mittleren HDR-Modus sparen können. So muss man beim Fotografieren eine Entscheidung mehr treffen und noch öfter klicken, um den gewünschten Modus auszuwählen.

Ansonsten überzeugt mich das BQ Aquaris V mit einer für seine Preisklasse sehr guten Bildqualität. Die Aufnahmen weisen eine hohe Detailgenauigkeit und natürlich wirkende Farben auf. Noch mehr Details, sattere Farben und einen besseren Ausgleich starker Kontraste erhält man, wenn man HDR Plus nutzt. Wird es dunkler, nimmt die Bildqualität auch beim Aquaris V ab, trotzdem sind die Aufnahmen immer noch scharf und das Motiv lässt sich auch immer noch erkennen. Das schaffen nicht alle Smartphones für unter 250 Euro. Panorama-Aufnahmen setzt die Kamera-App gut zusammen, kann aber bei der Belichtung noch besser werden.

Die Linse der Frontkamera stammt von Samsung, trägt die Bezeichnung S5K4H8 und nimmt Bilder mit einer Auflösung von acht Megapixeln auf. Die Selfies überzeugen mit einer hohen Detailgenauigkeit und verfügen ebenfalls über zwei HDR-Modi. Farblich gefällt mir hier der herkömmliche besser als der Plus-Modus. Allerdings nimmt bei beiden die Bildqualität im Vergleich zum Standard-Foto ab.

Fazit

Das BQ Aquaris V punktet vor allem mit seiner für die Preisklasse überdurchschnittlichen Kamera. Auch die Aussicht auf Android Oreo spricht für das Smartphone. Ansonsten erwartet Euch eine solide Grundausstattung und eine ordentliche Verarbeitung. In der getesteten Variante mit drei und 32 Gigabyte kostet das Aquaris V 250 Euro. Die unverbindliche Preisempfehlung für die Version mit zwei und 16 Gigabyte liegt bei 220 Euro.

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