BQ Aquaris X Pro im Test: Bessere Kamera mit weniger Megapixeln?

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Das BQ Aquaris X Pro verfügt über eine Glas-Rückseite und eine bessere Kamera als das Aquaris X.
Das BQ Aquaris X Pro verfügt über eine Glas-Rückseite und eine bessere Kamera als das Aquaris X.(© 2017 CURVED)

Das BQ Aquaris X Pro teilt sehr viele Merkmale mit dem Aquaris X. Neben dem Design gibt es aber noch weitere Unterschiede, die den Aufpreis von 80 Euro rechtfertigen könnten: Die Kamera soll besser sein und die Speicherausstattung fällt großzügiger aus. Wofür das gut ist, erfahrt Ihr im Test.

Optisch wirkt das BQ Aquaris X Pro mit seiner Rückseite aus Glas etwas hochwertiger als das Kunststoffgehäuse des Aquaris X. Allerdings Sind die Übergänge nicht so elegant gelöst. Zwischen Glas und Metallrahmen befindet sich noch ein dünner Kunststoff-Streifen. Da gefällt mir das herkömmliche X irgendwie besser.

Weniger Megapixel für bessere Bilder

Das Aquaris X und das Aquaris X Pro sind der perfekte Beweis dafür, dass mehr Megapixel nicht automatisch besser sind. Den 16 Megapixel des X setzt das X Pro zwar nur zwölf Megapixel entgegen, liefert damit aber eine deutlich bessere Bildqualität ab. Vor allem die Detailgenauigkeit nimmt stark zu, aber auch die Farben wirken etwas kräftiger und bei Nacht kann zwar auch das X Pro nicht mit den besten Kamera-Smartphones mithalten, fängt aber mit seiner Linse deutlich mehr Licht ein, als das X. Die Frontkamera liefert bei beiden Smartphones eine Auflösung von acht Megapixeln und ich kann keine wirklichen Unterschiede erkennen. Das bedeutet für das Aquaris X Pro, dass die Selfies mit genügend Details und schönen Farben vorzeigbar sind, auch wenn starke Kontraste ihnen noch Probleme bereiten.

Die Kamera-App seiner Smartphones entwickelt BQ selbst. Sie erlaubt neben Fotos und Videos mit maximal 4K-Auflösung auch Panorama- sowie Zeitraffer- und Zeitlupen-Aufnahmen. Die gerade frisch per Update auf das X Pro installierte Version 3.2.14 stürzte bei Panoramaaufnahmen allerdings ständig ab. Praktisch für Aufnahmen bei Sonnenschein: Auf Wunsch erhöht sich die Bildschirmhelligkeit automatisch, wenn die Kamera-App startet. Alle wichtigen Funktionen und Einstellungen sind vorhanden.

Mehr Arbeitsspeicher und größerer Akku mit wenig Wirkung

Sollte die deutlich verbesserte Bildqualität nicht Grund genug für das BQ Aquaris X Pro sein, lockt der Hersteller noch mit einem auf 64 Gigabyte verdoppelten Speicher, der sich mit einer microSD-Karte erweitern lässt. Dazu kommt ein Gigabyte mehr Arbeitsspeicher. Die insgesamt vier Gigabyte schaffen zusammen mit dem Snapdragon 626 in Benchmarktests geringfügig bessere Zahlen als das Aquaris X, die in der Praxis keinen relevanten Unterschied bedeuten. Das X Pro ist mit seiner Hardware gut für den Alltag gerüstet und kommt auch mit Spielen problemlos zurecht.

Die von 3000 mAh auf 3100 mAh vergrößerte Akkukapazität des BQ Aquaris X Pro gegenüber dem Aquaris X macht sich nur dezent bemerkbar. Es bleibt dabei: Einen Tag schafft man bei normaler Benutzung und am Abend muss die Steckdose wieder herhalten. Dank QuickCharge 3.0 kann man aber auch Zwischendurch schnell Energie nachtanken.

Android Nougat ohne Schnickschnack

Der Touchscreen des BQ Aquaris X Pro ist das gleiche 5,2 Zoll große Full-HD-Display wie beim Aquaris X. Somit verfügt auch der Bildschirm dieses Smartphones über eine hohe Detailgenauigkeit, kräftige und trotzdem natürliche Farben sowie angenehm große Blickwinkel und eine hohe Helligkeit. Die sorgt auch bei Tageslicht im Freien dafür, dass man die Inhalte auf dem Display gut erkennen kann.

BQ bleibt auch beim Aquaris X Pro seiner Philosophie treu und verwendet Android Nougat fast in der reinen Stock-Version. Der Hersteller stellt nur ein eigenes Hintergrundbild ein, ergänzt seine "BQ Plus"-App und ersetzt die Kamera-App durch seine Eigenentwicklung.

Fazit: Die Kamera als Kaufgrund

Das BQ Aquaris X Pro kostet 380 Euro und damit 80 Euro mehr als das Aquaris X. Den Aufpreis rechtfertigen in meinen Augen vor allem die bessere Kamera und der größere Speicher. Die Glas-Rückseite ist Geschmacksache. Der vergrößerte Arbeitsspeicher und die erhöhte Akkukapazität bieten in der Praxis keine spürbaren Vorteile. Insgesamt erweist sich das X Pro als brauchbares Mittelklasse-Gerät, dass nur teuer erscheint, wenn man die aktuellen Preissteigerungen bei den Flaggschiff-Modellen noch nicht verinnerlicht hat.

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