Cool Changer 1C im Test: großer Akku, kleiner Preis

Cool Changer 1C: Mittelklasse-Smartphone für 160 Euro.
Cool Changer 1C: Mittelklasse-Smartphone für 160 Euro.(© 2017 CURVED)

Für das Cool Changer 1C haben sich die chinesischen Smartphone-Hersteller LeEco und Coolpad zusammengetan. Trotzdem kostet das Smartphone nur 160 Euro. Taugt das? Der Test.

Auch wenn der Name gewöhnungsbedürftig ist, so bietet Euch das Cool Changer 1C doch ein Metallgehäuse, in dem eine ordentliche Ausstattung steckt. Bei unserem Testgerät war die Hülle allerdings nicht einwandfrei verarbeitet. Die Platte auf der Rückseite war in einer Ecke nicht richtig fest. Sie stand zwar nur einen oder zwei Millimeter ab, der Spalt war aber mit den Fingern deutlich zu spüren und das Gehäuse ließ sich an dieser Stelle wieder zusammendrücken.

Metallgehäuse und Snapdragon 625

Sofern wir einfach Pech gehabt haben und die anderen Modelle des Cool Changer 1C ordentlich verarbeitet sind, könnt Ihr Euch für die 160 Euro auf ein schickes 5,5 Zoll großes Display mit Full-HD-Auflösung auf der Vorderseite und einen Fingerabdrucksensor auf der Rückseite freuen.

Unter der Haube werkelt der Mittelklasse-Chipsatz Snapdragon 625, dem drei Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Das reicht für über 81.000 Punkte im Antutu-Benchmark und 1462 sowie 2624 Punkte bei Geekbench. Ordentliche Werte, die im Alltag nicht nur für eine flotte, ruckelfreie Nutzeroberfläche, sondern auch schnell startende Apps sorgen. Für die stehen Euch vom 32 Gigabyte großen internen Speicher etwas mehr als 22 Gigabyte zur Verfügung.

Als Betriebssystem müsst Ihr allerdings auf das aktuelle Android Nougat verzichten und mit dem schon etwas angestaubten Android Marshmallow vorlieb nehmen. Beim Cool Changer 1C ist Googles Betriebssystem mit der Nutzeroberfläche EUI von LeEco versehen. Deutsch lässt sich als Sprache auswählen – allerdings ist die Übersetzung noch nicht komplett. Das stört mich persönlich bei der Nutzung nicht, wirkt aber lieblos und lässt auch sonst Nachlässigkeiten vermuten – auch wenn mir keine weiteren aufgefallen sind.

Bokeh ohne Dualkamera

Für die Fotos des Cool Changer 1C ist der Sony-Bildsensor IMX258 mit 13 Megapixeln zuständig. Das Ergebnis ist für ein 160-Euro-Smartphone sehr gut. Die Farben wirken natürlich, könnten für meinen Geschmack aber noch kräftiger sein. Die Detailgenauigkeit ist hoch. Starke Kontraste gleicht die Automatik souverän aus. Wenn Ihr noch weniger Schatten haben wollt, müsst Ihr nur den HDR-Modus aktivieren. Auch ohne Dualkamera legt das Smartphone per Software einen recht ordentlichen Bokeh-Effekt hin. Nachts bleibt Bildrauschen nicht aus, aber auch wenig vorhandenes Licht nutzt die Kamera recht gut aus. Auf den extra Nachtmodus solltet Ihr aber verzichten: Er macht die Aufnahme zwar deutlich heller, gleichzeitig aber auch sehr verrauscht.

Die Frontkamera verfügt über eine Auflösung von acht Megapixeln. Die Selfies überzeugen mich mit ordentlichen Farben und ausreichender Detailgenauigkeit. Die verschicke ich gerne. Ein Beauty-Modus ist natürlich auch vorhanden, der bei mir für Erheiterung sorgt, weil er nicht nur versucht mein Alter zu schätzen, sondern mich als "potenziellen Gott" bezeichnet.

Als Pluspunkt erweist sich der Akku des Cool Changer 1C mit seiner vergleichsweise großen Kapazität von 4060 mAh. Zum Vergleich: Das Galaxy S8 bietet nur 3000 mAh. Im Test bin ich damit gut über den Tag gekommen, habe aber keinen ganzen zweiten geschafft. Das klappt nur, wenn Ihr das Smartphone wenig benutzt. Die Batterie ladet ihr übrigens über einen USB-C-Anschluss auf.

Fazit: Für den Preis kann man nicht meckern

Wenn Ihr nicht so ein Pech wie wir habt und ein ordentlich verarbeitetes Cool Changer 1C erwischt, könnt Ihr Euch auf ein gutes Mittelklasse-Smartphone freuen: Metallgehäuse, Fingerabdrucksensor, schickes Display, gute Kamera, fixe Hardware und ein großer Akku. Negativ fällt vor allem Android Marshmallow auf. Die nur halbfertige deutsche Übersetzung der Nutzeroberfläche ist lieblos. Davon kann der niedrige Preis aber durchaus ablenken. Beim CECT-Shop, der uns das Smartphone freundlicherweise zum Test zur Verfügung gestellt hat, bekommt Ihr das Cool Changer 1C derzeit für 160 Euro.


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