"Dead Rising 4" für PS4 im Test: Was bietet die Zombie-Schlachtplatte?

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In Gestalt eines Psycho-Clowns heizt ihr den untoten Gesellen ordentlich ein.
In Gestalt eines Psycho-Clowns heizt ihr den untoten Gesellen ordentlich ein.(© 2017 CAPCOM)

Vor ziemlich genau einem Jahr erschien "Dead Rising 4" für die Xbox One und PC, nun können auch alle Playstation 4-Besitzer auf die spaßige Zombie-Jagd gehen. Was warten in dieser Version für Neuerungen und Verbesserungen? Unser Test schafft Klarheit.

Worum es in "Dead Rising" geht dürfte den meisten von euch sicherlich bekannt sein. Für alle, die das Spielprinzip noch nicht kennen, hier ein kurzer Abriss: Die wohl größte Faszination, die von "Dead Rising" ausgeht, sind die Zombie-Horden, die euch mit ihrer schieren Menge auf dem Bildschirm den Angstschweiß auf die Stirn treiben. Nicht selten seht ihr euch hunderten der fauligen Gesellen gleichzeitig gegenüber, die euch natürlich an die Wäsche wollen. Doch nun kommt der zweite Grund, den "Dead Rising" so einzigartig macht:

Ihr könnt euch eurer Haut mit allen nur erdenklichen Gegenständen erwehren. Aber anstatt der Höllenbrut schnöde mit einem Vorschlaghammer eins auf die Nuss zu geben oder "nur" eine popelige Granate in die Menge zu werfen, dürfte ihr bei "Dead Rising" kombinieren – und zwar nicht zu knapp. Habt ihr die passende Blaupause gefunden, dann pappt ihr den Vorschlaghammer und die Granate einfach zusammen und schon geht von jedem eurer Schläge eine wüste Explolsion aus. Das funktioniert mit unglaublich vielen Gegenständen und sogar Fahrzeugen und sorgt für höchst vergnügliche Stunden. Das war eigentlich schon fast alles. Aber wie schlägt sich das neue "Dead Rising 4", das nun mit allen verfügbaren DLC's und dem neuen "Hero Modus" daherkommt?

So gestählt kommt euch kein Zombie mehr in die Quere.(© 2017 CAPCOM)

Nicht irgendein Reporter

In "Dead Rising 4" übernehmt ihr die Rolle des Zombie-Veteranen Frank West, der schon im ersten Teil der Serie für Aufklärung gesorgt hat. Nun klopfen die verfaulten Gesellen wieder an seine Tür, oder besser, abermals ist die große Einkaufspassage "Willamette Mall" scheinbar die Wurzel allen Übels. Frank macht sich nun – den Fotoapparat per Knopfdruck immer im Anschlag – daran aufzudecken, wer hinter dem erneuten Ausbruch der Zombie-Plage steckt. Im Spielverlauf durchstreift er dabei allerdings nicht nur das mit Untoten verseuchte Einkaufsparadies, sondern kundschaftet auch die nähere Umgebung in Form des angrenzenden kleinen Städtchens aus. Während ihr also der Geschichte folgt, verschiedene Haupt- und Nebenaufträge übernehmt, schnetzelt ihr euch durch tausende von Zombies, die den Weg versperren.

Zum Glück strotzt die Umgebung nicht nur vor kombinierbaren Gegenständen, die sich vortrefflich als Waffe einsetzen lassen, sondern dank des neuen "Hero-Modus" könnt ihr euch nun in ikonische Charaktere aus dem Software-Portfolio des Herstellers Capcom verwandeln. Sobald ihr das entsprechende Kostüm gefunden und angezogen habt, hat die faulige Brut nichts mehr zu lachen – ihr dafür umso mehr. Wrestling-Manöver im Look von Zangief aus "Street Fighter", Schießereien im Gewand von Dante aus "Devil May Cry" oder feurige Argumente und Doppel-Kettensägen Moves als Psycho Clown Adam aus "Dead Rising" sind nur einige der neuen Kostüme, die der Hero-Modus mit sich bringt. Alle weiteren Downloadpakete wurden ebenfalls in den Story-Modus integriert. So bekommt ihr noch Zugriff auf viele weitere neue, durchgeknallte Waffen und noch deutlich mehr unterschiedliche Outfits – denn nur, wer wie ein echter Vollidiot aussieht, kann sich auch so benehmen.

Als "Zangief" aus "Street Fighter" teilt ihr mit den entsprechenden Wrestling-Moves aus.(© 2017 CAPCOM)

Was gibt es noch?

Zusätzlich zu den Neuerungen für den etwa 15-stündigen Story-Modus von "Dead Rising 4" ist ein Mehrspieler-Modus, in dem ihr einzelne Missionen des Spiels mit zwei anderen Spielern gemeinsam angehen könnt. Oder ihr verlustiert euch beim Zombie-Minigolf, das seinem Namen "Super-Ultra-Dead-Rising-Minigolf" aber nicht wirklich gerecht wird. Da die untoten Gesellen keinen Bock auf golfen haben, steckt ihr sie einfach kurzerhand in eine Kanone, zielt möglichst genau und gebt Feuer. Wer locht am genauesten und effektvollsten ein?

Genau zielen und dann: "Feuer frei!"(© 2017 CAPCOM)

Fazit: Zombies gehen immer

Die witzige und stellenweise echt spannende Kampagne – die nun alle DLC's enthält – und die vielen Möglichkeiten, sich der Zombies mit den verrücktesten Waffen-Kreationen auf wundersame Weise zu entledigen, sind nicht nur für Genre-Fans eine Riesen-Gaudi. Da es die Untoten gerne schwer haben, solltet ihr ihnen auf die Pelle rücken und für Ordnung in Willamette sorgen. Die zusätzlichen Dreingaben fügen sich gut in die vorhanden Spielstruktur ein und sorgen für noch mehr Lacher und ordentlich Chaos auf dem Bildschirm. Wer "Dead Rising" kennt und liebt, der kommt an der PS4-Version dann auch sowieso nicht vorbei. Da sind auch kleine technische Ungereimtheiten und die lahmen Endbosse locker zu verschmerzen. Es bleibt spannend zu sehen, was Hersteller Capcom in Zukunft mit dem erfolgreichen und beliebten Franchise vorhat.

"Dead Rising 4: Frank's Komplett-Paket" ist ab sofort zu einem Preis von knapp 50 Euro zu haben und hat – natürlich – die Altersfreigabe "Ab 18 Jahren". Der folgende Trailer gibt euch noch einmal einen Blick auf den neuen, abgedrehten Hero-Modus, der wohl die größte Neuerung des Gesamtpakets darstellt.


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