Ecovacs Deebots im Test: der Saug- und Wischroboter im Hands-on [mit Video]

Wenn Ihr wie ich keine Lust habt, Eure Wohnung selbst zu putzen, dann sind vielleicht die Roboter von Ecovacs etwas für Euch. Sie saugen und wischen, laden ihren Akku automatisch wieder auf - und einige können sogar Ihren Schmutzbehälter selbstständig leeren.

Viele Staubsauger- und Wisch-Roboter sind sehr preisintensiv. Bei Ecovacs gibt es aber auch Einsteigermodelle ab 179 Euro. Für das nächste Jahr sind smarte Roboter geplant, die sogar eine Überwachungskamera haben.

Wild umherfahren

Die neuen, günstigen Modelle, die der Hersteller auf der IFA zeigt, sind klein und flach. Mit zwei Rotoren an der vorderen Unterseite kehren sie Haare und Schmutz in die Mitte, wo sie diese dann aufsaugen. Die kleinen Roboter werden einfach angeschaltet, schon düsen sie durch die Wohnung. Sobald sie auf ein Hindernis wie eine Wand, Gegenstand oder auch einen Abgrund wie bei einer Treppenstufe treffen, schlagen die Infrarot-Sensoren an der Stirnseite Alarm - und der kleine Kerl ändert seine Richtung.

Mit dabei ist auch ein Wischaufsatz, falls Ihr den Roboter auf Fliesen in Küche oder Bad oder auch auf Holz und Laminat benutzen möchtet. Den Aufsatz befeuchtet Ihr vorher und klickt ihn einfach an die Unterseite. Dann wischt der Roboter beim Saugen nebelfeucht durch. Ist der Akku leer, fährt der Deebot automatisch zu seiner Ladestation, die Ihr auf dem Fußboden für ihn erreichbar platzieren und am Stromnetz anschließen müsst.

Gezielt putzen

Die höherpreisigen Modelle (R98, R96 und R95) kosten 499 - 799 Euro und lassen sich zusätzlich per App steuern. Beim ersten Einsatz fährt der Deebot das oder die Zimmer ab, die er zusammenhängend erreichen kann und speichert sich eine Art Grundriss ab. Sind es mehrere Zimmer, könnt Ihr die Bereiche in der App festlegen, sodass Ihr dem Roboter zum Beispiel auch mal befehlen könnt, nur das Wohnzimmer und nicht den Flur zu putzen.

Ecovacs Deebot Putzroboter R95: Das 499-Euro-Modell wird per App gesteuert und hat einen Wassertank(© 2016 CURVED)

Auf dem Smartphone könnt Ihr die schon geputzte Fläche sehen. Denn überall, wo der Roboter schon sauber gemacht hat, färbt sich die Fläche auf dem Grundriss weiß. Habt Ihr irgendwo gerade gekrümelt und wollt das sofort wegmachen lassen, könnt Ihr den Roboter mit Eurem Smartphone rufen und mit einem Meter Umkreis diese Stelle säubern lassen.

Ecovacs Deebot Putzroboter App(© 2016 CURVED)

Im Gegensatz zu den günstigen Modellen verfügt dieser Deebot über eine spezielle Rundbürste, die aus Borsten und Lamellen besteht. Damit wird der Schmutz besser aufgenommen. Außerdem hat er nicht nur einen Wischaufsatz, sondern einen richtigen Wassertank, der selbstständig Wasser an das Putztuch abgibt. Dahinter befindet sich noch ein Tuch zum Trockenwischen.

Zusätzlich entleeren sich die Premium Deebot R98 und R96 (799 Euro) von ganz alleine. Dafür fahren sie an die Ladestation und lassen ihre Schmutzbehälter in den Zyklonaufsatz der Station absaugen. Ein Feinstaubfilter soll hier noch dafür sorgen, dass nur saubere Luft den Weg ins Zimmer findet.

Smarthome-Putzroboter mit Kamera

Im nächsten Jahr sollen von Ecovacs die Unibots auf den Markt kommen. Auf diesen können verschiedene andere Module wie zum Beispiel eine Überwachungskamera oder ein Luftbefeuchter platziert werden. Der Unibot soll Teil eines Smart-Home-Systems werden, das mit dem Smartphone gesteuert wird.

Seid Ihr zum Beispiel im Urlaub und habt Eure Fenster und Türen mit einem Sensor ausgestattet, dann fährt der Unibot mit Kamera direkt zu dem Objekt, wo ein außerplanmäßiges Betreten der Wohnung stattgefunden hat. Den Livestream bekommt Ihr dann per Push-Benachrichtigung aufs Handy. So seht Ihr gleich, ob es nur jemand ist, der Blumen gießen will oder ertappt einen Einbrecher. Da die Kamera mit Mikrofon und Lautsprecher ausgestattet ist, könntet Ihr dem Dieb gleich mal ein paar Takte geigen und versuchen, ihn zur Vernunft zu bringen. Zu einem Verkaufspreis ist noch nichts bekannt.

Auch Fensterputzroboter im Angebot

Auch zwei Fensterputzroboter hat Ecovacs im Angebot. Die Winbots saugen sich per Unterdruck an der Scheibe fest und fahren das Glas Stück für Stück selbstständig ab. Habt Ihr irgendwo rahmenlose Glasscheiben wie zum Beispiel bei einem Raumtrenner, braucht Ihr Euch keine Sorgen machen, dass der Roboter herunterfallen könnte.

Durch Kugelsensoren erkennt er den Glasrand und  bewegt sich dann einfach in eine andere Richtung. Nachteil: Ihr braucht große Fenster, die nicht durch Querstreben – wie für Altbauten typisch – unterbrochen sind, denn da kommt der Roboter nicht drüber. Der Winbot 850 kostet 349 Euro während der Winbot 950 für 429 Euro zu haben ist.


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