Zu Besuch bei der E3: Das waren meine Highlights

Die E3 ist so groß, so umfangreich, dass man ohne Notizbuch aufgeschmissen ist, findet unser Autor.
Die E3 ist so groß, so umfangreich, dass man ohne Notizbuch aufgeschmissen ist, findet unser Autor. (© 2019 Nedzad Hurabasic)

Die E3 ist nach wie vor die wichtigste Spielemesse der Welt – denn in Los Angeles warten die meisten und vor allem die wichtigsten Spiele-Ankündigungen für die kommenden Jahre. Unser Autor war dabei. 

Bei der "Electronic Entertainment Expo", kurz E3, war mein wichtigster Begleiter kein digitaler, sondern ein ganz analoger: mein Notizbuch. Denn, ehrlich gesagt, weiß man am Ende der E3 oft gar nicht mehr so genau, was in all den Show alles an den Sehnerven vorbeigebeamt wurde. Denn das Bombardement ist beeindruckt. Microsoft zum Beispiel zeigte 60 Titel in 90 Minuten. Neben der Masse an Spielen ist ein Problem, dass viele Spiele nur mit schicken Render-Trailern vorgestellt werden – sieht toll aus, aber es bleibt wenig davon haften. An tolle Gameplay-Abschnitte erinnert man sich meist viel besser.

Die Highlights bleiben jedoch im Gedächtnis hängen, auch ohne Notizbuch. Entweder, weil ich mich sowieso schon auf das Spiel gefreut habe. Oder, weil die Präsentation mit einem ganz speziellen Moment verbunden war. Wie zum Beispiel dem Auftritt von Keanu Reeves auf der Pressekonferenz von Microsoft – wahrscheinlich der prägende Moment der Messe. Und gleichzeitig mein erstes Highlight auf der E3 2019, aber nicht das einzige. Beginnen wir mit den – aus meiner Sicht – wichtigsten Games.

Cyberpunk 2077

Bereits 2018 räumte das polnische Entwicklerstudio CD Projekt Red (u. a. "The Witcher 3") mit dem Science-Fiction-Rollenspiel mächtig ab und auch in diesem Jahr stehen die Chancen gut, dass es die E3 beherrscht. Auch mich hat die unheimliche Detailfülle des Spiels beeindruckt: die Figuren haben enorme Entwicklungsfreiheit, die Grafik ist atemberaubend gut, spielerisch verspricht das Spiel absolute Abwechslung und Vielseitigkeit. Wahnsinn!

Watch Dogs Legion

Ehrlich gesagt, hatte ich die Serie mit dem zweiten Teil abgehakt, das Spielprinzip des Hackens bot einfach im Vergleich zum Vorgänger zu wenig Neues. Aber das ändert sich in diesem dritten Teil überraschenderweise sehr deutlich. Die neuen Ideen wirken frisch, versprechen viel spielerische Abwechslung und machen Hoffnung auf ein spannendes Abenteuer. Top!

The Legend of Zelda: Link's Awakening (Remake)

Eigentlich mag ich Spiele-Remakes nicht so sehr, weil ich lieber neue Games zocken will. Aber die Neuauflage des 25 Jahre alten Gameboy-Hits ist grafisch super knuffig und spielerisch toll aufpoliert. Seit der E3 steht das Spiel auf meinem Einkaufszettel ganz oben!

Marvel's Avengers

Ich gebe zu: Ich bin ein unverbesserlicher Comic-Fan und kann das Ende der Kino-Saga nur schwer verdauen. Deshalb wird mir das Spiel den Stoff für viele weitere Stunden mit den Marvel-Superhelden liefern. Die E3-Präsentation macht jedenfalls viel Lust auf mehr.

...und außerdem: Lenkräder und Vibrationswesten

Abseits dieser Spiele-Highlights gab es aber auch viel anderes Sehenswertes auf der E3. Oft waren es die kleinen, versteckten Stände am Rande der beiden großen Messehallen, die super-interessante Gaming-Gadgets beherbergten. Zum Beispiel das kabellose Lenkrad "Project S" von Hyperkin für Xbox One und PC, das im Kurz-Check einen mehr als ordentlichen Eindruck hinterließ. Bestimmt für all diejenigen eine Alternative, die keine Lust haben, ständig klobige Riesenlenkräder auf- und abzubauen. Derzeit nur in den USA verfügbar (120 Dollar), soll aber auch irgendwann nach Deutschland kommen.

Außerdem stolperte ich auf der Suche nach besonderen Gadgets mehrere Male über Vibrationswesten. Sie funktionieren im Prinzip wie Force-Feedback-Gamepads, sie reagieren also mit einer ziemlich starken Vibration auf den Input aus dem Spiel. In diesem Fall war es die Spielmusik, die die Weste zum Vibrieren brachte - und mich gleich dazu. Ein sehr intensives Gefühl, zumal nicht Spielaktionen per se die Auslöser waren, sondern alle Sounds. Die Westen werden in verschiedenen Ausführungen angeboten und kosten etwa zwischen 120 und 400 Dollar.

Der heimliche Star

Darüber hinaus gab es auf der E3 viele weitere Gadgets wie VR-Brillen, Gamepads in allen möglichen Ausführungen, Technik, die aus Telefonen mobile Konsolen machen soll, 3-D-Soundlösungen im praktischen Handtaschenformat zu bestaunen und ausprobieren. Der heimliche Star war aber ein anderes Gadget, das man gar nicht in den Messehallen finden konnte: E-Scooter. Während die flinken Gefährte in Deutschland gerade erst Einzug halten, dominieren sie in Los Angeles schon weite Teile der Innenstadt.

Nedzad Hurabasic


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