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Epson Moverio BT-300 im Hands-on: die smarte Brille mit Android

Modische wird die Epson Moverio BT-300 kein Trendsetter.
Modische wird die Epson Moverio BT-300 kein Trendsetter. (© 2016 CURVED )
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23.02.16 von

Marco Engelien

Epson? Kann nur Drucker? Falsch! Denn Epson baut auch smarte Brillen. Das neueste Modell heißt Moverio BT-300 und bietet einiges von dem, was Google mit der Google Glass immer versprochen, aber nie gehalten hat.

Stellt Euch mal vor, Ihr geht in ein Museum und bekommt für den Besuch eine Brille auf die Nase gedrückt, die Euch per erweiterte Informationen zu Ausstellungsstücken ins Blickfeld spielt. Genau da will Epson mit der neuen Augmented-Reality-Brille Moverio BT-300 hin.

Das klingt vielleicht staubtrocken, ist aber in Wirklichkeit ziemlich cool. Denn die Brille kann zum Beispiel Explosionsgrafiken von Dinosaurierskeletten anzeigen, mit dessen einzelnen Teilen Ihr per Fingergeste interagieren könnt.

Die Inhalte stellt die Brille auf zwei OLED-Bildschirmen dar, die mit 1280 x 720 Pixeln auflösen. Klar, in Zeiten von Smartphones mit 4K-Displays kommt einem 720p komplett veraltet vor. Aber nur solange, bis man die Brille aufsetzt. Das Bild, das die beiden Screens anzeigen, ist groß und detailreich genug, um auch schriftliche Inhalte gut zu erkennen. Ich konnte sogar ohne meine normale Brille, die ich im Alltag brauche, alles gut erkennen. Ein weiterer Vorteil. Anders als bei der Google Glass müsst Ihr nicht ständig nach oben schielen. Ihr habt die Inhalte immer direkt vor Augen.

Intel inside, Kamera outside

Über ein Kabel ist die Brille mit einer Kontrolleinheit verbunden. Daran befinden sich ein Touchfeld und die drei charakteristischen Android-Buttons für die Bedienung. Denn als Betriebssystem ist Android 5.1 Lollipop am Start. Ein Marshmallow-Update soll noch folgen. Hätte man das mit dem Kabel nicht besser lösen können? Sicher, sagte ein Epson-Mitarbeiter am MWC-Stand. Nur wäre die Brille dann deutlich schwerer geworden oder die Akkulaufzeit unterirdisch ausgefallen. Klingt einleuchtend. So ist die Brille angenehm leicht und soll sechs Stunden durchhalten.

Außerdem ist in der Kontrolleinheit Platz für Rechenpower. Im Inneren kommt ein Intel-Atom-Prozessor mit vier Kernen zum Einsatz, die jeweils mit 1,44 Gigahertz takten. Außerdem verfügt die Moverio über eine Fünf-Megapixel-Kamera. Daran befindet sich eine LED, die stets zeigt, wann das Modul in Betrieb ist. Außenstehende sollen daran erkennen, ob sie gerade gefilmt werden oder nicht.

Epson Moverio BT-300
Die Kontrolleinheit hängt am Kabel. (© 2016 CURVED )

Vorläufiges Fazit: ein cooles Nasenfahrrad

Zugegeben, die schickste Brille ist die Moverio nicht. Dafür sind die Möglichkeit, die das digitale Nasenfahrrad bietet, nach oben offen. Später soll es einen App-Store geben. Epson kann sich außerdem vorstellen, die Moverio direkt an Nutzer zu verkaufen. Noch handelt es sich bei der Brille um ein Preview-Gerät, dass am Messestand noch nicht so viel konnte. Die Technik, die jetzt in der Brille steckt, soll es aber auch ins fertige Produkt schaffen. Das soll im Oktober 2016 für 800 Euro auf den Markt kommen.

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