FlexEnable im Hands-on: das flexible Display fürs Handgelenk

Kurven haben sie, aber wirklich biegsame Displays? Die sind noch Zukunftsmusik in der Smartphone- und Smartwatchbranche. FlexEnable könnte das ändern.

Am MWC-Stand vom Display-Hersteller FlexEnable gab es ein krummes Ding zu sehen: Das Unternehmen hatte ein funktionierendes flexibles Display im Gepäck. Ein solches Panel ist zumindest in der Smartphone-Welt noch Mangelware. Sicher, die Bildschirme von Samsungs Edge-Modellen sind gebogen, die Bananen-Smartphones Flex und Flex 2 von LG lassen sich ein wenig platt drücken.

Doch FlexEnable könnte mit seinem Display die Branche aufmischen. Der 4,7 Zoll große Bildschirm lässt sich laut Aussage am Stand um bis zu 55 Grad vor- und zurückbiegen. Wie das geht? Statt die Flüssigkristalle für das organische LCD-Display zwischen zwei Glasplatten zu packen, setzt FlexEnable auf hauchzartes Plastik. Auf diese Art ist das Endergebnis nicht nur um bis zu 55 Grad biegbar, es bricht auch nicht so schnell wie in Plastik-Displays.

Nur ein Prototyp

FlexEnable stellt sich vor, dass die Technologie in Smartwatches zum Einsatz kommt. Das ergibt ja auch Sinn. Die smarten Uhren bieten nicht gerade viel Bildschirm, sind darüber hinaus meist auch ziemlich dick. Würde man dazu ein Mobilfunk-Modul einbauen, könnte man sein Smartphone ohne Kompromisse am Arm tragen.

Ein ganz besonderes Display(© 2016 CURVED)

Welcher Technik in dem Gerät steckte, wollten uns die Verantwortlichem Stand nicht so recht verraten. Android sei darauf installiert, die Auflösung betrage WVGA, also 800 x 480. Wie lange der Akku hält? Keine Angabe. Prozessor? Könne man nicht sagen. Das ist aber auch nur halb so wild, denn beim Gezeigten handelte es sich um einen Prototyp im frühen Entwicklungsstadium. Den bedient man noch über Buttons am Rand. In die fertige Version kommt dann ein Touchscreen.

Direkt am Stand ging die Bedienung schon sehr flüssig von der Hand. Das Display war in einen Alu-Rahmen eingefasst (der wiederum weniger flexibel war) und an einem Klett-Armband befestigt. Trotz der vergleichsweise geringen Auflösung sehen die Inhalte überraschend gut aus.

Vorläufiges Fazit: her damit!

Auch wenn es sich beim Display von FlexEnable noch um einen Prototyp handelt, ist es doch beeindruckend zu sehen, wie weit die Technik schon ist. Wenn ich mein Smartphone in absehbarer Zeit zu einem Armband biegen kann, bin ich auf jeden Fall dabei.


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