"Fortnite" mobile: Installation und Gameplay mit Startschwierigkeiten

"Fortnite" mobile gibt es auch für Android.
"Fortnite" mobile gibt es auch für Android.(© 2017 Epic Games)

"Fortnite" mobile gibt es schon länger für iOS. Doch Android-Nutzer schauten lange in die Röhre. Auch heute gibt es das beliebte Spiel nicht im Google Play Store. Aber ihr könnt es trotzdem zocken! Wie ihr "Fortnite" mobile unter Android installiert und wie sich das Gameplay auf dem Smartphone anfühlt, habe ich mir angeschaut.

"Fortnite" ist eigentlich ein Survival-Game. Doch gerade wegen seines kostenlosen Battle-Royal-Spiels brach Entwickler Epic Games Rekorde: Im Jahr 2018 war "Fortnite" das meistgespielte Game des Jahres, über 8,3 Millionen Spieler haben gleichzeitig gezockt, wie sich VG24/7 von Epic Games bestätigen ließ – und mit "Fortnite" mobile könnt ihr auch auf eurem Smartphone zocken. Aber: Wer kein Apple-Handy hat sondern Android nutzt, findet das Spiel nicht einfach im Google Play Store. Wir erklären, wie ihr "Fortnite" für Android-Geräte bekommt und wie sich das Zocken auf dem Smartphone anfühlt.

So installiert ihr "Fortnite" mobile auf eurem Android-Handy

Auch wenn ihr "Fortnite" mobile nicht im Play Store bekommt, ist es recht einfach, die App unter Android zu installieren – und gratis. Ich war auf der Website des Herstellers Epic Games und habe mich mit meinem Smartphone über das Menü zu "Hol dir Fortnite" zum Download durchgeklickt. Mit einem Klick auf "Download" lädt man eine .apk-Datei herunter – eine Installations-Datei für Android mit dem Namen "FortniteInstaller". Wollt ihr diese Datei ausführen, müsst ihr das in den Systemeinstellungen zulassen. Bei meinem Huawei-Smartphone konnte ich das nach dem Ausführen der Installations-Datei direkt für diese .apk einstellen.

Ist das erledigt, habt ihr aber noch nicht das Spiel installiert – sondern eben das Installationsprogramm, das euch "Fortnite" mobile aufs Android-Smartphone bringen soll. Nach dem Öffnen der App, solltet ihr spätestens jetzt das WLAN aktivieren, denn der nächste Download wird größer. Mit einem Klick auf "Installieren" geht's los. Jetzt heißt es warten. In der Zwischenzeit könnt ihr euch die Screenshots anschauen und die Spielbeschreibung durchlesen, sofern ihr das noch nicht kennt. Im Reiter "Technische Daten" gibt es den Hinweis, dass ihr eine Internetverbindung benötigt, außerdem wird Android 8.0 mit 64 Bit oder höher empfohlen.

Ist der Download abgeschlossen, müsst ihr nun wieder die Berechtigung erteilen, dass "Fortnite" mobile installiert werden darf. Das Ganze dauert insgesamt etwa fünf Minuten – ist also auszuhalten. Ist das abgeschlossen, kann's losgehen! – Oder auch nicht? Ich bekomme erst mal eine Fehlermeldung: "Gerät wird nicht unterstützt. Der Prozessor des Gerätes ist nicht kompatibel." Toll. Ein kurzer Blick auf die Website von Epic Games zeigt klar und deutlich, welche Geräte unterstützt werden:

"Fortnite" Mobile für Android: Welche Geräte werden unterstützt?

  • Asus: ROG Phone, Zenfone 4 Pro, 5Z, V
  • Essential: PH-1
  • Google: Pixel / Pixel XL, Pixel 2 / Pixel 2 XL, Pixel 3/XL
  • Honor: 10, Play, View 20
  • HTC: 10, U Ultra, U11/ U11+, U12+
  • Huawei: Mate 10 / Pro, Mate RS, Mate 20 /X/Pro, Nova 3, P20 / Pro, V10
  • Lenovo: Moto Z/Z Droid, Moto Z2 Force, Moto Z3
  • LG: G5, G6, G7 ThinQ, V20, V30 / V30+
  • Nokia: 8, 8.1/X7
  • OnePlus: 5 / 5T, 6
  • Razer: Phone / Phone 2
  • Samsung Galaxy: A9 / S7 / S7 Edge, A9 (2018), S8 / S8+, S9 / S9+, Note 8, Note 9, Tab S3, Tab S4
  • Sony: Xperia XZ/Premium, Xzs, XZ1/Compact, XZ2/Premium/Compact, XZ3
  • Xiaomi: Blackshark, Mi 5 / 5S / 5S Plus, 6 / 6 Plus, Mi 8 / 8 Explorer, Mi Mix, Mi Mix 2, Mi Mix 2S, Mi Note 2
  • ZTE: Axon 7 / 7s, Axon M, Nubia / Z17 / Z17s, Nubia Z11

(in alphabetischer Reihenfolge, Stand: 22. Mai 2019)

"Fortnite" mobile installieren: Endlich geht's!

Tja, ich habe eben ein Huawei P10. Das steht da nicht auf der Liste. Naja, es wurde eh Zeit für ein neues Handy – deswegen habe ich mir ein Samsung Galaxy S10 Plus besorgt. Nach dem kleinen Wechsel, installiere ich das Spiel auf dem neuen Smartphone und starte es. Und es geht! Anschließend wird das ganze Spiel noch heruntergeladen – das sind satte 3,87 Gigabyte.

Nach drei weiteren Ladebalken geht's dann aber wirklich los! Nachdem ich meinen Benutzernamen inklusive Passwort festgelegt habe, soll ich auswählen, wie ich feuern will: Mit extra Taste auf dem Bildschirm, automatisch oder wenn ich irgendwo in die Landschaft tippe. Ich entscheide mich für Letzteres, werde aber noch darauf hingewiesen, dass ich die Einstellung jederzeit ändern kann.

Die ersten Minuten mit "Fortnite" für Android

Erst einmal bekomme ich ein kleines Filmchen zu sehen: Ein blonder Soldat und eine Banane – ja, eine menschengroße Banane – rennen vor Explosionen weg, hinein in eine Art Bunker. Dort gibt es alles, was sie brauchen: eine Disko, einen Retro-Spielautomaten und einen Kühlschrank. Doch der ist leer. Zeitsprung: Der Soldat hat Haare bis zu den Knien und einen Shake mit Gesicht in der Hand. Offenbar die letzten Überreste der Banane. Tragisch. Er schreitet aus dem Bunker und wird von anderen Leuten empfangen. Und die Welt scheint wiederaufgebaut zu sein. Dann lande ich im Menü.

Ich klick mich überall durch – viel gibt es ja noch nicht – und nehme mir den Charakter, der mir vorgesetzt wurde und spiele einfach eine Runde. Und ehrlich gesagt: Als absoluter Einsteiger bin ich erst mal überfordert. Die Grafik ist zwar umwerfend, aber das Display bei "Fortnite" mobile ist voller Anzeigen und Buttons, weshalb ich mich beim Gameplay erstmal etwas reinfitzen muss. Und das ist dann auch tatsächlich etwas problematisch.

"Fortnite" mobile verlangt Fingerspitzengefühl

Doch erst mal einen Schritt zurück: "Fortnite" mobile basiert ebenso wie das Battle-Royal-Game auf der PlayStation 4, XBOX One, Nintendo Switch und PC auf dem "Die Tribute von Panem"-Prinzip: Es geht ums Überleben. Jeder gegen jeden. Wer als letztes steht, gewinnt. Das gibt es als Solo-Variante, aber auch im Team mit anderen Spielern. Zudem gibt es noch ein paar weitere Spielmodi, wöchentliche Herausforderungen und Challenges, die das Ganze weiter auflockern. Dazu kommen "Minecraft"-Elemente, denn ihr könnt auch Ressourcen abbauen und Wände, Plattformen und Häuser bauen. Wer richtig erfolgreich sein will, kombiniert seine Shooter-Fähigkeiten mit dem Baumodus – und hier wird es schwierig.

Denn die Steuerung grätscht mir persönlich immer wieder dazwischen. Schon alleine mit herumlaufen, Gegner ausspähen, ducken, springen und schießen bin ich beim Battle ziemlich stark ausgelastet. Zwischendurch dann noch die Spitzhacke in die Hand nehmen, Ressourcen abbauen und irgendwas Neues bauen – das ist mir echt zu viel. Zum Spielen brauche ich einen Controller. Was positiv ist: Es gibt regelmäßig Updates, also kann sich da noch einiges tun.

"Fortnite" für Android: Gelungene Umsetzung, aber besser mit Controller

Fassen wir zusammen: Wer Fan eines gepflegten Shooters im Battle-Royal-Modus ist, ein leistungsfähiges Handy hat und gerne am Smartphone zockt, sollte sich "Fortnite" mobile auf jeden Fall anschauen. Es ist kostenlos, die Installation über die Seite von Epic Games ist schnell gemacht – wenn man weiß wie – und wenn man sich ein bisschen reingefunden hat, macht es auch auf Mobilgeräten Spaß. Und die Grafik ist beeindruckend.

Mir persönlich ist das Gameplay ohne Controller zu hektisch und der Screen zu überladen, außerdem finde ich die vielen Anzeigen zu klein. Auf mich wirkt das so, als ob sie ein Konsolen-Game, das für einen großen Bildschirm ausgelegt ist, eins zu eins auf ein Smartphone-Display quetschen wollten. Dann wird es aber einfach zu viel.


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