Garmin vivoactive HR im Test: Ein Wearable, 14 Sportarten

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Garmin vivoactive HR: Ein Wearable für 14 Sportarten.
Garmin vivoactive HR: Ein Wearable für 14 Sportarten.(© 2016 CURVED)

Nur Schritte zählen können andere: Beeindruckende 14 Sportarten will der Garmin vivoactive HR von Eurem Handgelenk aus protokollieren. Die meisten anderen Wearables konzentrieren sich auf wenige Sportarten. Ob der Alleskönner mit GPS und Pulsmessgerät ein Tausendsassa ist oder auf zu vielen Hochzeiten tanzt, erfahrt Ihr im Test.

Das Tracking von Jogging-Runden, Rad-Touren und Bahnen im Schwimmbecken gehört inzwischen zu den Grundfunktionen eines guten Fitnesstrackers. Der Garmin vivoactive HR will Euch aber auch auf dem Golfplatz und im Ruderboot helfen. Mit Stand-Up-Paddling bietet er sich sogar für eine Trendsportart an. Zudem gehört er zu den wenigen Wearables, die Euch im Schnee – egal ob Abfahrt, Langlauf und Snowboard – begleiten. Auf die Liste der Sportarten gehören noch Gehen, womit nicht spazieren gemeint ist, und die Indoor-Varianten von Laufen, Radfahren, Rudern und Gehen – jeweils ohne GPS.

GPS, Pulsmessung und ein gut erkennbares Display

Nach einigen Tagen mit dem Garmin vivoactive HR am Handgelenk steht für mich fest: Im Vergleich zu anderen Fitnesstrackern ist er sehr klobig. Zum Sport kann man ihn gut tragen, aber als dauerhaftes Wearable für den ganzen Tag und die Nacht, ist er mir zu schwer und sperrig. Klar, mit GPS und einem Pulsmessgerät an Bord, darf auch der Akku nicht zu klein sein. Die Laufzeit des Lithium-Ionen-Akkus hängt allerdings stark von der Nutzung ab und schwankt laut Hersteller zwischen 13 Stunden und acht Tagen. Ich habe mit einer Stunde Sport pro Tag locker vier Tage geschafft, musste die Sport-Uhr dann aber für den nächsten Tag wieder aufladen - leider wieder mit einem nur für sie passenden Ladekabel.

Das Display hat zwar nur eine Auflösung von 205 x 148 Pixeln, aber die reicht völlig aus, um mich nicht nur beim Sport mit Informationen zu versorgen. Der Bildschirm leuchtet nicht besonders hell, aber durch die nur selten farbige und überwiegend monochrome Anzeige lassen sich die aktuellen Infos selbst beim Radfahren im Sonnenschein problemlos mit einem Blick aufs Handgelenk ablesen.

Ich weiß, was Du gerade machst

Ihr könnt mit dem Garmin vivoactive HR bewusst sportliche Aktivitäten protokollieren und die gesammelten Daten später in der App auswerten. Hierzu schaltet die Fitness-Uhr dann neben der Pulsmessung auch die GPS-Ortung ein. Aber auch, wenn Ihr zum Beispiel für den Radweg zur Arbeit keine sportliche Aktivität erfassen wollt, erkennt das Wearable trotzdem sehr genau, was Ihr gerade so treibt. Move IQ nennt sich die Technologie von Garmin und bei mir hat sie kure Radfahrten und den Spaziergang in der Mittagspause mit ein, zwei Minuten Abweichung genau erkannt.

Ist der vivoactive HR per Bluetooth mit Eurem Smartphone verbunden, zeigt er eingehende Benachrichtigungen – SMS, E-Mails und vieles mehr aus der Benachrichtigungsleiste – sowie Kalendereinträge an. Interaktionen wie bei einer richtigen Smartwatch sind jedoch nicht möglich. Sprich: Unwichtige E-Mails könnt Ihr zum Beispiel nicht direkt löschen. Dafür könnt Ihr über das Wearable die Musikwiedergabe auf Eurem Handy kontrollieren.

Anfangs verwirrend und definitiv gewöhnungsbedürftig ist das Bedienkonzept des vivoactive HR. Manchmal wischt man nach oben und unten über das Display und tippt Menüpunkte an. In anderen Momenten muss man eine der zwei Tasten unterhalb des Displays drücken, um an die gewünschte Stelle zu gelangen. Nach ein paar Tagen hat man zwar den Dreh raus, aber denkt trotzdem, dass es auch logischer sein könnte.

Fazit: Allrounder für Sportskanonen

Bei 270 Euro liegt die unverbindliche Preisempfehlung für den Garmin vivoactive HR. Ein stolzer Preis, aber dafür erhält man auch ein Gadget, das einiges kann. Vor allem, wenn Ihr verschiedenste Sportarten überwachen wollt, dann lohnt sich das Multitalent. Verglichen mit anderen Sport-Uhren mit GPS ist der vivoactive HR auch gar nicht mehr so übermäßig groß – und an das Bedienkonzept kann man sich auch gewöhnen. Als reiner Schrittzähler ist er dagegen überdimensioniert. Sucht Ihr einen schlichteren Fitnesstracker oder speziell ein Wearable für eine bestimmte Sportart, dann lege ich Euch diese Übersicht ans Herz.


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