Gigaset GS160 im Test: Einsteiger-Smartphone mit Fingerabdrucksensor

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Gigaset GS160
Gigaset GS160(© 2016 CURVED)

Das Gigaset GS160 ist erst das vierte Smartphone des Festnetztelefon-Marktführers. Gigaset hat aus der 2015 vorgestellten ME-Serie gelernt und die richtigen Schlüsse gezogen. Zum Neustart erwartet Euch ein Einsteigermodell, bei dem der Hersteller den Rotstift angesetzt hat – allerdings mit Bedacht.

Mit seinem fünf Zoll großen Display ist das Gigaset GS160 recht kompakt und liegt mit seinen abgerundeten Kanten gut in der Hand. Das Gehäuse besteht aus Kunststoff und fühlt sich ein wenig wie gummiert an. Ich halte es gerne in der Hand. Das muss nicht jedem gefallen, sorgt aber dafür, dass das Smartphone griffig und nicht rutschig ist. Die Rückseite lässt sich abnehmen und gibt den Blick frei auf den austauschbaren Akku mit einer Kapazität von 2500 mAh. Die Laufzeit im Normalbetrieb: ein Tag. Zudem gelangt Ihr so an die Steckplätze für eine microSD-Karte,  um den 16 Gigabyte großen internen Speicher zu erweitern, sowie zwei SIM-Karten.

Kleine Ausstattung für viele Funktionen

Nicht sichtbar beim Entfernen der Abdeckung ist die übrige Hardware, bei der Gigaset sehr sparsam war. Die vier Rechenkerne des MediaTek 6737 sind nur mit 1,3 Gigahertz getaktet und der Arbeitsspeicher nur einen Gigabyte groß. Entsprechend niedrig fallen die Benchmark-Ergebnisse aus: Nur knapp über 29.000 Punkte im Antutu- und 534 sowie 1472 Punkte im Geekbench 4-Test. In der Praxis genügen diese Zahlen, um das Telefon benutzen zu können. Zwar wirken die Animationen etwas langsamer als bei besser ausgestatteten Modellen, und auch die Ladezeiten fallen etwas länger aus, aber selbst Games wie Asphalt Xtreme lassen sich zocken. Beim Spielen fällt auch auf, dass sich der Lautsprecher auf der Rückseite befindet und Euch nicht direkt beschallt. Dafür verdeckt Ihr ihn aber auch nicht, wenn Ihr das GS160 an den Kanten haltet.

Das fünf Zoll große Display des Gigaset GS160 sorgt zwar für eine handliche Größe des Smartphones, wartet aber nur mit einer HD-Auflösung auf. Die 1280 x 720 Bildpunkte wirken zwar nicht pixelig oder unscharf, sind aber nicht so knackig scharf, wie man es von Full-HD-Displays gewohnt ist. Farbe, Helligkeit und Blickwinkel geben keinen Grund für Kritik.

Der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite entsperrt das Gigaset GS160 nicht nur, sondern lässt sich auch in die Bedienung des Smartphones einbinden. So könnt Ihr festlegen, dass sich bei längerem Druck auf den Sensor die Kamera-App öffnet, diese ein Foto aufnimmt oder Ihr einen Anruf startet oder einen Wecker ausschaltet. Apropos Kamera: Sie liefert Fotos mit einer Auflösung von 13 Megapixeln. Die Bildqualität fällt für die Preisklasse gut aus. Die Farben könnten zwar etwas kräftiger und auch die Detailgenauigkeit höher sein, aber trotz allem bleiben die Fotos vorzeigbar. Bei Zimmerbeleuchtung fällt die Qualität überraschend gut aus, bei Nacht leider gar nicht. Die Frontkamera mit einer Auflösung von fünf Megapixeln bietet sich nur bedingt für Selfies an: Der Autofokus stellt nur einen kleinen und zudem nicht immer richtigen Bereich scharf.

Das Gigaset GS160 erfreut mit einer ziemlich sauberen Version von Android 6.0 Marshmallow mit der Standard-Nutzeroberfläche. Die drei bzw. fünf vorinstallierten Apps lassen sich direkt vom Startbildschirm aus deinstallieren. In den Schnelleinstellungen findet Ihr einen "Super Power Save Mode", der das Smartphone auf vier Funktionen beschränkt: Anrufe, SMS, Kontakte, Wecker und die Hilfe. Der lohnt sich nicht nur, wenn sich der Akku einer einstelligen Prozentzahl nähert, sondern zum Beispiel auch über Nacht, wenn Ihr schlaft. Auf Bewegungsfunktionen und Gesten, wie Doppeltippen zum Ruhezustand beenden, Buchstabenmalen zum Öffnen einer bestimmter App oder Screenshots mit einer Drei-Finger-Wischgeste müsst Ihr nicht verzichten.

Fazit: Grundbedürfnisse gestillt

Mit dem Gigaset GS160 haltet Ihr ein solides Einsteiger-Smartphone in der Hand, das die Grundbedürfnisse abdeckt. Trotzdem bleibt das Vernee Thor mein Tipp, wenn man weniger als 150 Euro für ein Smartphone ausgeben will. Gigaset macht mit dem GS160 aber auch Hoffnung, dass für die Mittel- und Oberklasse demnächst Modelle erscheinen, die anders als die ME-Serie wenig Anlass für Kritik bieten.

Das Gigaset GS160 ist bereits für eine unverbindliche Preisempfehlung von 149 Euro erhältlich.

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