Gigaset GS170 im Test: Günstiges Smartphone mit Austauschakku

Das Gigaset GS170 kostet nicht viel, kann dafür aber mehr als man erwartet.
Das Gigaset GS170 kostet nicht viel, kann dafür aber mehr als man erwartet.(© 2017 CURVED)

Gigaset bessert sein Einsteiger-Smartphone auf. Das Gigaset GS170 kostet genau so viel, wie sein Vorgänger, hat aber u.a. Android Nougat und doppelt so viel Arbeitsspeicher an Bord.

Optisch verzichtet Gigaset beim GS170 auf einen Rahmen und lässt stattdessen die abnehmbare Rückseite aus Kunststoff um die Kante herum bis ans Glas reichen. Man könnte fast denken, das Smartphone wäre in einen Luftballon gedrückt worden. Der Touchscreen ist an den Kanten abgerundet und etwas weniger anfällig für Fingerabdrücke als beim Vorgänger. Die HD-Auflösung des fünf Zoll großen Bildschirms ist mit seinen 1280 x 720 Pixeln für diese Displaygröße ausreichend, sorgt aber für große Symbole auf dem Bildschirm.

Keine Updategarantie

Der Arbeitsspeicher des Gigaset GS170 ist zwei Gigabyte groß. Der Chipsatz ist aber wie beim Vorgänger der MediaTek 6737. Die Benchmark-Ergebnisse fallen dann auch nur minimal besser als beim Vorgänger GS160 aus. Für Android 7.0 Nougat reicht das allemal. Eine Update-Garantie auf Android O gibt Gigaset allerdings nicht. Dafür verzichtet der Hersteller aber immerhin auf eine eigene Nutzeroberfläche und bietet Euch stattdessen quasi ein pures Android-Erlebnis – mit der kleinen Einschränkung, dass fünf Apps vorinstalliert sind, die sich aber alle deinstallieren lassen.

Das ergibt durchaus Sinn, da der interne Speicher mit 16 Gigabyte nicht üppig ausfällt. Er lässt sich aber mit einer microSD-Karte erweitern. Zusätzlich bietet das Gigaset GS170 immer noch Platz für zwei SIM-Karten. Die neu hinzugekommen LED-Leuchte auf der Vorderseite mag nach einer Kleinigkeit klingen, ich finde sie aber sehr praktisch, um dezent auf neue Nachrichten hingewiesen zu werden. Der weiterhin austauschbare 2500-mAh-Akku des Gigaset GS170 muss keine stromhungrige Hardware versorgen. Bei etwas zurückhaltender Nutzung kann man mit dem Akku sogar zwei Tage auszukommen. In der Regel wird man aber spätestens im Verlauf des zweiten Tages eine Stromzufuhr für den Micro-USB-Anschluss suchen.

Ein Fingerabdrucksensor ist in einem Smartphone dieser Preisklasse immer noch eine Besonderheit. beim Gigaset GS170 befindet er sich auf der Rückseite und dient nicht nur zum Entsperren des Geräts. Einzelnen Fingern lassen sich Apps zuordnen, die dann mit der Entsperrung automatisch starten. Das ist wirklich praktisch.

Die Hauptkamera des Gigaset GS170 liefert Fotos mit einer Auflösung von 13 Megapixeln. Sie ist auf gutes Licht angewiesen. Dann haben die Aufnahmen strahlende Farben und gut zu erkennende Details. Aber bereits Regenwolken am Himmel sorgen dafür, dass die Aufnahmen dunkel und düster wirken und nur wenig zu erkennen ist. Der HDR-Modus schafft in solchen Fällen etwas Abhilfe. Starke Kontraste bei Sonnenlicht gleicht die Automatik der Kamera selber schon recht gut aus. Für Nahaufnahmen bietet sich die Kamera nur bedingt an. Angesichts des Preises des Smartphones ist die Bildqualität in Ordnung, selbst wenn die Selfies zu den Rändern hin unscharf werden.

Fazit: Leicht verbessertes Einsteigermodell

149 Euro kostet das Gigaset GS170. Die unverbindliche Preisempfehlung für den Vorgänger, das Gigaset GS160, ist identisch. Im Handel ist der Preis nur minimal gesunken. Das GS170 ist bei diesen beiden Geräten auf jeden Fall die bessere Wahl. Verglichen mit anderen Geräten handelt es sich auch beim GS170 um ein günstiges Smartphone, das für seinen Preis erstaunlich viel bietet und ausreichend ist. Man kann, muss aber nicht mehr Geld für ein Smartphone ausgeben.

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