Honor 6C im Test: das Hands-on

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Das Honor 6C kommt mit Fünf-Zoll-Display
Das Honor 6C kommt mit Fünf-Zoll-Display(© 2017 CURVED)

Mit der C-Serie hatte sich Honor zuletzt an preisbewusste Käufer gewandt. Setzt die Huawei-Tochter den Trend mit dem Honor 6C fort? Das Hands-on.

Das Honor 5C war ein absoluter Preis-Hit. Technik, mit der man auch etwas anfangen konnte, eingekleidet in ein Gehäuse aus Aluminium für einen Preis von 199 Euro. Was fehlte, war ein Fingerabdrucksensor. Den liefert die Huawei mit dem Nachfolger Honor 6C nach. Mit dem günstigen Preis ist es dafür vorbei: 239 Euro werden für den Einsteiger fällig.

Der Fingerabdrucksensor liegt, wie von anderen Honor-Geräten gewohnt, auf der Rückseite des Smartphones. Viele weitere Unterschiede zum Vorgänger gibt es mit Blick auf das Gehäuse nicht. Wieder besteht es zum Großteil aus Metall (Honor spricht hier gar von “Weltraum-Metall”), nur oben und unten kommt eine Plastikabdeckung zum Einsatz, um guten Empfang zu gewährleisten.

Kaum optische Highlights

Schade: Der Übergang zwischen beiden Materialien ist nicht zu 100 Prozent perfekt. Streicht man darüber, spürt man deutlich eine Lücke. Ansonsten geht die Verarbeitung beim ersten Anfassen aber in Ordnung. Durch die Rundungen liegt das Gerät gut in der Hand. Es ist mit einem Gewicht von 138 Gramm außerdem sehr leicht.

Optische Highlight gibt es, abgesehen von der Riffelung um die Kamera, nicht. Das Honor 6C ist China-Smartphone pur. Das muss ja nichts Schlechtes heißen. Schließlich war das bei einer Vielzahl anderer Geräte des Unternehmens genauso. Da überzeugte man mit der Ausstattung. So soll es auch beim neuen Gerät sein. Die 13-Megapixel-Kamera auf der Rückseite soll besonders schnell fokussieren. Die Frontkamera mit fünf Megapixeln kommt mit Weitwinkel-Linse.

Die Kamera und der Fingerabdrucksensor sind die optischen Highlights des Honor 6C.(© 2017 CURVED)

Kein aktuelles Android

Die Auflösung des Fünf-Zoll-Bildschirms liegt bei 1280 x 720 Pixeln. Das klingt zwar nicht mehr ganz zeitgemäß, sah vor Ort doch in Ordnung aus. Trotzdem geht da mehr. Das Honor 5C und das Dualkamera-Smartphone Honor 6X kommen ja auch mit Full-HD-Display. Unter der Haube taktet mit dem Snapdragon 435 von Qualcomm ein Einsteiger-Chip. Bestwerte in Benchmarks dürft Ihr damit nicht erwarten. Dazu gibt es immerhin drei Gigabyte Arbeitsspeicher und 32 Gigabyte Datenspeicher, der sich per microSD-Karte erweitern lässt. Am Stand konnten wir mit der Ausstattung bequem und schnell durch die Menüs navigieren. Wie sich das Honor 6C später beim Zocken schlägt, wird der Test zeigen. Das gilt auch für die Laufzeit. Der verbaute Akku mit 3020 mAh verspricht aber ordentliche Werte.

Nach wie vor nicht wirklich verständlich ist, wieso Honor beim Betriebssystem auf das mittlerweile nicht mehr aktuelle Android 6.0 Marshmallow setzt. Das war auch schon ein Kritikpunkt beim Honor 6X. Das Gerät hatte das Unternehmen schon vor rund vier Monaten im Januar 2017 vorgestellt. Wie beim Smartphone mit Dual-Knipse hält Honor auch beim 6C an der EMUI-Oberfläche in Version 4.1 fest. Wer im Universum von Honor und Huawei zu Hause ist, findet sich hier schnell zurecht, wer es nicht mag, installiert einen alternativen Launcher.

Vorläufiges Fazit: Der Preis ist kein Argument mehr

Was ist da los, Honor? Mit dem Honor 8 Pro hat das Unternehmen gezeigt, dass man für Spitzen-Hardware keine Spitzenpreise aufrufen muss. Das Honor 6c ist mit 239 Euro wiederum etwas zu teuer geraten. Das Moto G5 ist zum Beispiel 40 Euro günstiger, kommt mit ähnlichem Prozessor, Full-HD-Display und dem aktuelleren Android 7.0 Nougat. Legt Ihr auf den Preis vom 6C noch zehn Euro drauf, könnt Ihr Euch schon das Honor 6X ist leisten. Das konnte in unserem Test bereits mit seiner Dual-Kamera und ansprechender Leistung punkten.

Das Honor 6C kommt zum 24. April 2017 in den Handel.

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