Honor Holly angetestet: der preiswerte Mittelklässler

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Huawei Honor Holly
Huawei Honor Holly(© 2015 CURVED)

Huawei gibt mit seiner zweiten Marke Honor Gas und stellt mit dem Holly binnen zwei Monaten schon das zweite Mittelklasse-Smartphone zum günstigen Preis vor. Aber was kann es besser als das Schwestermodell Honor 3C? Wir haben uns das Honor Holly mal aus der Nähe angeschaut.

Erst Ende des vergangenen Jahres hat das Unternehmen mit dem Honor 3c ein Mittelklasse-Smartphone auf den Markt gebracht, das mit Dual-SIM-Slot, einem 1,3 GHz schnellen Vierkern-Prozessor und 8 Megapixel-Kamera für knapp 140 Euro auf Kundenfang war. Jetzt, nur knapp zwei Monate später, erscheint mit dem Honor Holly ein optisch leicht verändertes, technisch aber fast identisches Smartphone zum gleichen Preis. Wir haben es schon jetzt in der Redaktion und können Euch so vor Verkaufsstart einen Blick auf das nächste Honor-Smartphone gewähren.

Design und Haptik: Fettige Angelegenheit

Vom Design her unterscheidet sich das Honor Holly durch seine abgerundeten Ecken schon optisch von dem kantigeren Honor 3c. Von Weitem erinnert die Silhouette entfernt an ein Samsung Galaxy S4, nur das beim Honor Holly kein physischer Home-Button unterhalb des Displays prangt, sondern drei Softkeys angedeutet sind. Die Rückseite ist abnehmbar und besteht aus Plastik, das mit seinem Hochglanzlack leider die Fingerabdrücke geradezu anzieht. Schnell wird das Holly durch die eigenen Fettausscheidungen speckig und unangenehm.

Ausstattung: Günstige Hardware mit ausreichend Leistung

Für knapp 140 Euro kann man keine hochwertige Technik erwarten – in dieser Preisklasse ist es auch für einen chinesischen Hersteller unmöglich, High-End-Komponenten zu verbauen. Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass das Honor Holly mit einem 5 Zoll großen HD-Display, einem günstigen Quad-Core-Prozessor mit 1,3 GHz von MediaTek und einem Gigabyte an Arbeitsspeicher ausgeliefert wird. Dafür kann aber das Holly wie auch schon das Schwestermodell Honor 3c mit Slots für Dual-SIM und eine microSD-Karte aufwarten.

Der ein Gigabyte große Arbeitsspeicher bremst das Holly im Vergleich zum mit 2 GB Arbeitsspeicher ausgestatteten Honor 3c auch im AnTuTu Benchmark leicht aus. Statt auf knapp 20.000 Punkte wie das Honor 3c kommt das Holly nur auf etwas über 18.000 Punkte. Dafür muss man aber beim Holly nicht so schnell über eine microSD-Karte nachrüsten, denn dieses Honor-Smartphone besitzt mit 16 GB immerhin einen doppelt so großen internen Speicher.

Aktuellere Software, kleinerer Akku und schwächere Selfie-Kamera

Bei der Software ist das Honor Holly dem 3C zwei Schritte voraus. Statt Android 4.2.2 und EMUI 2.0 kommt Android 4.4.2 mit EMUI 2.3 zum Einsatz. Leider gibt es dann wieder Rückschritte in Sachen Akku, denn in dem neuen Mittelklasse-Smartphone sorgt nur ein 2.000-mAh-Energiespeicher für die nötige Power. Selfie-Freunde werden mit dem Holly auch nicht glücklich, da es nur eine Frontkamera mit 2 Megapixeln bietet. Ob aber die geringere Akkukapazität und die geringer auflösende Frontkamera wirklich ein Nachteil gegenüber dem Schwestermodell sind, werden wir in den nächsten Tagen noch herausfinden.

Natürlich kann man beim Honor Holly keine Begeisterungsstürme wie bei den beiden von CURVED-Redakteur Amir getesteten Honor 6 und Honor 6 Plus erwarten, aber Huawei versucht das Hochgefühl durch die ungewöhnliche Pricehacker-Aktion zu entfachen.


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