HTC Desire 530 im Hands-on: ein schick verpacktes Einsteiger-Smartphone

Brauchbare Ausstattung zu einem attraktiven Preis: So wollen viele Einsteiger-Smartphones überzeugen. Das HTC Desire 530 lockt zudem mit einem besonderen Design. Ein Hands-on.

Die Auswahl an Einsteiger-Smartphones ist groß und so versucht das HTC Desire 530 mit einem besonderen Design zu punkten. Mit seiner Ausstattung und seinem Preis dürfte es schwer fallen, sich von der Masse abzuheben.

Design statt Hardware

Das HTC Desire erscheint zwar auch mit einem schlichten schwarzen oder weißen Gehäuse, aber interessant sind vor allem die Farbvarianten "Graphite Gray Remix" und "Stratus White Remix", bei denen farbige Punkte nicht nur aufgemalt, sondern direkt in das Kunststoffgehäuse eingearbeitet sind. Falls Euch dieses Design, bei dem die Tasten an der Seite weitere Farbakzente setzten, gefällt, dann ist es das Hauptargument sich das Smartphone zuzulegen.

Mit einer zweiteiligen Klick-Hülle bringt Ihr noch mehr Farbe ins Spiel, allerdings füllt sich das Desire 530 dann nicht mehr ganz so gut an. Ohne die extra Hülle ist es dagegen ordentlich verarbeitet, fühlt sich gut an und liegt angenehm in der Hand. Denn handlich ist das Smartphone mit seinem fünf Zoll großem Display allemal. Das bietet zwar nur eine HD-Auflösung, sieht aber nicht pixelig aus, sondern hat schöne Farben und große Blickwinkel.

Unter der Haube arbeitet mit dem Quad-Core-Prozessor Snapdragon 210 der langsamste Qualcomm-Chipsatz von 2015. Ihm stehen 1,5 Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite. Zum Spielen lädt diese Hardware nicht ein. Und wer nicht gerne wartet wird hier auch nicht seine Freude haben, aber das installierte Android 6.0.1 Marshmallow lief ebenso flüssig wie die Nutzeroberfläche von HTC. Das Desire 530 wird mit Sense 7.0 ausgeliefert, die Version von HTCs Nutzeroberfläche, die erstmals in Form vieler Apps realisiert ist. Diese lassen sich über den Play Store aktualisieren und sollen es HTC so ermöglichen, schneller Android-Updates für seine Geräte zur Verfügung stellen zu können.

Wenig Megapixel, erweiterbarer Speicher und Mono-Sound

Ich konnte sie noch nicht ausführlich ausprobieren. Aber dem ersten Eindruck nach dürft Ihr von der 8-Megapixel-Kamera auf der Rückseite und der 5-Megapixel-Kamera für Selfies nicht mehr als eine durchschnittliche Bildqualität erwarten.

Vom 16 Gigabyte großen internen Speicher waren auf den Ausstellungsgeräten beim Mobile World Congress noch rund zehn Gigabyte für Eure Daten frei. Angesichts der vielen vorinstallierten HTC-Apps gar kein schlechter Wert. Reicht Euch das nicht, könnt Ihr in das Desire 530 eine microSD-Karte einlegen und so den Speicher erweitern.

HTC hält weiter an seiner Boomsound-Technologie fest, verzichtet aber beim Desire 530 auf sie. Zwar befinden sich zwei Lautsprecher auf der Vorderseite, die haben aber jeweils nur Mono-Sound und haben zwei unterschiedliche Einsatzzwecke. Mit dem Oberen hört Ihr bei Telefonaten den Anrufer, der untere spielt Musik und anderen Sound ab. Das zusammen mit dem Desire 530 vorgestellte Desire 825 verfügt allerdings wieder über richtige Boomsound-Lautsprecher.

Fazit: Design kostet, ist aber nicht alles

Das HTC Desire 530 und das in den gleichen Design-Varianten erhältliche HTC Desire 835 sollen ab Anfang April 2016 verfügbar sein. Die unverbindliche Preisempfehlung für das Desire 530 beträgt 219 Euro. Das größere und besser ausgestattete Desire 825 soll 349 Euro kosten und war beim Mobile World Congress nur hinter Glas zu sehen.

Angesichts der Ausstattung erscheint mir der Preis für das Desire 530 etwas hoch angesetzt. Da muss man schon sehr in das Design verliebt sein, um bei der UVP zuzuschlagen. Erfahrungsgemäß sinkt der Preis und ob sich das Smartphone lohnt, wenn der Preis unter 200 Euro fällt, erfahrt Ihr im ausführlichen Test.


Weitere Artikel zum Thema
iPhone 8: Apple will angeb­lich keine LTE-Module von Intel mehr verwen­den
Christoph Groth
In Europa sind angeblich sämtliche iPhone 7-Geräte mit dem LTE-Modem von Intel ausgestattet
Das iPhone 8 kommt möglicherweise ohne LTE-Chip von Intel. Apple überdenkt die Partnerschaft mit dem Unternehmen angeblich – wegen schechten Empfangs.
iStand 7 fürs iPhone 7 im Test: Akku-Dock-Hülle mit 3,5mm-Klinke [Video]
Felix Disselhoff
Der iStand 7 ist ein ungewöhnliches Akku-Case für das iPhone
Das Schweizer Taschenmesser der iPhone-Akkuhüllen: Das iStand 7 dient als Dockingstation, Akkuhülle und bringt dem iPhone 7 die 3,5mm-Klinke zurück.
Android 7.0 Nougat: Diese Geräte bekom­men das Update
Annemarie Dresen7
UPDATESupergeil !96In der Preveiw-Version hieß Android 7.0 Nougat schlicht Android N.
Android 7.0 Nougat rollt nach und nach für die Geräte vieler Hersteller aus. Hier erfahrt Ihr, welche Smartphones und Tablets das Update kriegen.