HTC Desire 816 im Test: Phablet mit Selfie-Kamera

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HTC Desire 816: Android-Phablet mit Selfie-Kamera
HTC Desire 816: Android-Phablet mit Selfie-Kamera(© 2014 CURVED)

Zu den vielen Gerüchte um das nächste iPhone gehört auch ein iPhone 6c mit 5,5 Zoll großem Display. Wenn Ihr wissen wollt, wie sich so ein Gerät anfühlt, dann gibt Euch das HTC One Desire 816 einen ersten Vorgeschmack. Darüber hinaus will das Android-Phablet vor allem mit seiner Selfie-Kamera punkten. CURVED hat schon vor dem Verkaufsstart ein paar Fotos geschossen.

Der Touchscreen des HTC Desire 816 ist 5,5 Zoll groß, verfügt aber nur über eine HD-Auflösung von 1280 x 720 Pixeln. Bei der Nutzung fällt die geringe Auflösung aber nicht negativ auf, die Grafiken und Texte wirken trotzdem scharf. Insgesamt ist das Phablet 15,6 cm hoch, 7,8 cm breit und 0,79 cm dick. Mit diesen Abmessungen passt es zwar noch in große Hosentaschen, lässt sich dort aber nicht bequem transportieren. Eine Jacken- oder Handtasche ist der bessere Aufbewahrungsort.

Riesen-Smartphone mit Kunststoff-Hülle

Das Desire 816 lässt sich gut mit einer Hand halten und eingeschränkt bedienen. Wollt Ihr das Phablet jedoch bequem und vor allem vollständig nutzen, müsst Ihr Eure zweite Hand zur Hilfe nehmen. Eine softwareseitige Unterstützung der Einhandbedienung - wie etwa beim Samsung Galaxy S5 oder Note 3, wo Ihr die Ansicht auf dem Display verkleinern könnt - bietet HTC nicht an. Dafür findet Ihr in den Einstellungen einen Assistenten für den Import der Daten von Eurem alten Smartphone, der zumindest die Kontakte von allen Telefonen übernimmt und bei Android sowie iOS auch Fotos, Musik, Videos und andere Daten überträgt.

Das Gehäuse des HTC Desire 816 besteht aus Kunststoff und erinnert an das iPhone 5c, beziehungsweise die Gerüchte um ein größeres iPhone 6c. Der Rahmen und die Vorderseite sind angeraut und griffig - die Rückseite dagegen glatt. Trotz der deutlich erkennbaren Trennung zwischen Vorder- und Rückseite könnt Ihr letztere nicht abnehmen, was entsprechend auch bedeutet, dass der 2600-mAh-Akku fest verbaut ist.

Ihr habt die Wahl zwischen Grau, Rot, Blau und Grün. Das weiße Modell wird es voraussichtlich nicht in Deutschland geben. Die Abdeckung über den Steckplätzen für die SIM-Karte und microSD-Karte wirkt nicht besonders robust und erweckt den Anschein, leicht kaputt zu gehen. Die Lautstärke-Tasten und der Einschaltknopf haben weiche und unklare Druckpunkte. Die zwei BoomSound-Lautsprecher hat HTC wie beim One M8 auf der Vorderseite platziert, so dass der Ton von Spielen, Videos oder Musik ohne Umwege zu Euren Ohren gelangt.

Die Kamera auf der Rückseite des Desire 816 verfügt über eine Auflösung von 13,2 Megapixeln und liefert Fotos in typischer Smartphone-Qualität. Für Schnappschüsse und Social Media reichen die Fotos vollkommen aus, solange die Beleuchtung stimmt. Nehmt Ihr lieber Selfies auf, dürfte die Frontkamera mit einer Auflösung von fünf Megapixeln ein starkes Argument für das Phablet von HTC sein. Direkt nach der Aufnahme könnt Ihr die Selbstporträts noch bearbeiten und die Haut weicher, die Beleuchtung heller, die Gesichtskonturen schmaler, die Augen größer machen sowie Rottöne und den Glanz reduzieren. Übertreiben solltet Ihr die Manipulation aber aber nicht, da die Effekte schnell unnatürlich wirken.

Ausreichend Rechenkraft und eine Selfie-Kamera

Als Prozessor hat HTC einen Snapdragon 400 in das Desire 816 verbaut. Dieser verfügt zwar, wie die Chips in den aktuellen Flaggschiff-Modellen, über vier Rechenkerne ist aber nur mit 1,6 GHz getaktet. Trotzdem laufen das System und die Apps flüssig. Selbst aktuelle Game-hits wie Gangstar Vegas lassen sich problemlos spielen - nur die Ladezeiten erfordern etwas mehr Geduld als bei schnellerer Hardware. Der 1,5 GB große Arbeitsspeicher trägt seinen Teil zur Rechenleistung bei.

Beim internen Speicher stehen Euch nur 8 GB zur Verfügung - ein Modell mit mehr Speicher gibt es nicht. Das Desire 816 verfügt allerdings über einen Steckplatz für eine microSD-Karte, so dass Ihr den Speicher um bis zu 128 GB erweitern könnt. Dies ist durchaus sinnvoll, da knapp die Hälfte der internen Kapazität bereits durch die Systemdateien und vorinstallierte Apps belegt ist.

Beim Betriebssystem erwartet Euch Android 4.4.2 KitKat, das HTC mit seiner Benutzeroberfläche Sense 6.0 versieht. Mit vorinstallierten Apps hält sich der Hersteller zurück, seine Eigengewächse Zoe für Foto- und Videosharing und das Nachrichtentool Blinkfeed dürfen aber natürlich nicht fehlen. Mit HTC Backup legt Ihr Sicherungskopien Eurer Daten an.

Sehr schön ist die Car-App, die Euch ausgewählte Apps, die Ihr selber bestimmen könnt, in einer Großansicht präsentiert – perfekt, wenn Ihr das Desire 816 als Bordcomputer im Auto nutzen wollt. Darüber hinaus findet Ihr mit Polaris Office 5, Facebook oder der Kindersicherung von Zoodles auch noch einige Drittanbieter-Programme auf dem Smartphone.

Fazit: Unspektakulär gut

HTC liefert mit dem Desire 816 ein unspektakulär gutes Phablet ab. Die Hardware ist völlig ausreichend und die Ausstattung im Großen und Ganzen ordentlich. Das Preis-Leistung-Verhältnis ist durchaus attraktiv, wobei man bei der Ausstattung und Verarbeitung zu einigen kleinen Abstrichen bereit sein muss. Wirklich Sorgen bereitet uns aber nur die Abdeckung über SIM- und Speicherkarte. Dafür kommen Selfie-Freunde voll auf ihre Kosten.

Verkaufsstart für das HTC Desire 816 in Deutschland ist der 24. Mai 2014. Es soll nach den Vorstellungen des Herstellers 379 Euro kosten.


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