Huawei Band 2 Pro im Test: Kleines Wearable mit GPS und Pulsmessung

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Huawei Band(© 2017 CURVED)

In der Regel sind es eher große Sportuhren, die mit GPS ausgestattet sind. Das Huawei Band 2 Pro ist dagegen ein vergleichsweiser dezenter Fitnesstracker, der beim Sport aber genau verfolgen kann, wo man sich bewegt. Ein Pulsmessgerät ist ebenfalls eingebaut, aber für die vernünftige Nutzung muss man drei Apps installieren.

Am Handgelenk merkt man das leichte Huawei Band 2 Pro kaum. Es lässt sich mit seinem Verschluss gut anpassen. Praktisch: Das Display reagiert auf Bewegung und zeigt die Uhrzeit und die aktuelle Schrittzahl an, wenn man sein Handgelenk hebt.

GPS und Pulsmessung in einem kleinen Wearable

Allerdings ist das Display des Huawei Band 2 Pro vergleichsweise klein und schmal. Es nimmt nicht mal die Hälfte des Wearables ein. Das wird vor allem problematisch, wenn man eine Sportart zum Tracken auswählt. Viele Infos flackern nur als Laufschrift über das Display und lassen sich nur häppchenweise lesen. Das macht auch die Anzeige von Benachrichtigungen vom Smartphone nicht hilfreich. Zudem muss man vier mal klicken, um sie wieder los zu werden.

Die Bedienung des Huawei Band 2 Pro erfolgt über einen Button unterhalb des Displays. Mit ihm klickt man sich durch das Menü und ruft durch langes drücken einzelne Punkte auf. Das ist auch bei vielen anderen Wearables so, allerdings gefällt mir ein richtiger Knopf mit haptischem Feedback besser.

Um eine sportliche Aktivität überwachen zu lassen, wählt man sie über den Button aus. Ist GPS sinnvoll, aktiviert das Huawei Band 2 Pro die Ortung automatisch. Ihr könnt den Vorgang überspringen und auch ohne GPS joggen gehen. Ansonsten muss man maximal ein bis zwei Minuten warten, bis die Ortung aktiv ist und das Tracking nach einem kurzen Countdown von alleine startet. Da das Band 2 Pro wasserdicht ist, stellt Regen kein Problem dar und man kann auch mit ihm schwimmen gehen.

Schlaf zeichnet das Huawei Band 2 Pro automatisch auf, erkennt aber sportliche Aktivität im Gegensatz zu anderen Wearables nicht automatisch. Ich habe während des Tests vier Aktivitäten manuell gestoppt, aber nur die erste wurde in die App übertragen. Das ist ärgerlich, vor allem weil alle anderen Daten, wie Schritte und Schlafzeiten, vorhanden waren. Wenn die Übertragung klappen sollte, kann man sich mit den Daten und der App von Huawei individuelle Trainingspläne erstellen. Als Drill Instructor eignet sich das Wearable aber nicht. Dafür fehlen ein Lautsprecher und beim Workout kann man nicht ständig auf das kleine Display am Handgelenk schauen.

Die Akkulaufzeit des Huawei Band 2 Pro ist stark davon abhängig, wie oft und wie lange man GPS benutzt. Bei mir hielt der Akku fünf Tage durch, bei etwa 1,5 Stunden aktivem GPS. Am sechsten Tag musste ich das Wearable aufladen.

Um das Huawei Band 2 Pro, bzw. seine Daten, richtig nutzen zu können, musste ich drei Apps installieren: Huawei Wear für die Verbindung mit dem Wearable, die Huawei-Mobildienste, damit die erste App richtig läuft, und Huawei Gesundheit, damit mir alle Daten des Fitnesstrackers angezeigt werden. Das nervt und ist umständlich. Andere Hersteller kommen mit einer App aus.

Fazit

Seine Hauptaufgabe – Schritte zählen – erledigt das Huawei Band 2 Pro gut, hat aber ansonsten viele kleine oder größere Mängel. Trotz GPS in dem kleinen Gehäuse und einem Pulsmessgerät, greife ich lieber zu anderen Wearables mit größeren Displays, richtigen Knöpfen, ohne Synchronisierungsprobleme, für die ich keine drei Apps installieren muss. Da stimmt mich auch die vergleichsweise niedrige unverbindliche Preisempfehlung von 99 Euro nicht um.


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