Huawei P9 Plus im Test: das Hands-on

Huawei überrascht beim P9 mit einem neuartigen Kamerakonzept - und setzt beim P9 Plus noch einen drauf. Genauer: sechs. Denn der 5,5-Zöller ist nicht nur größer. Die Unterschiede zum Huawei P9 und erste Eindrücke haben wir im Hands-on aus London für Euch zusammengefasst.

Gleich vorweg: Für das Hands-on hatten wir nur knapp zehn Minuten Zeit. Insofern soll es nur dazu dienen, Euch einen ersten Eindruck vom Gerät zu vermitteln. Denn tatsächlich bekommt der Nutzer hier mehr als nur eine "Plus"-typische Vergrößerung des Displays. Denn im Gegensatz zum Huawei P9 haben wir es beim P9 Plus mit einem Super-AMOLED-Display zu tun, das zudem "Press Touch" beherrscht. So nennt Huawei seine Version eines drucksensitiven Displays.

Damit sollte sich das Smartphone umso mehr als Medienmaschine eignen. Wohl auch deswegen verfügt das Gerät über Stereolautsprecher: einen oben an der Front für die Höhen und einer auf der Unterseite für die tiefen Töne. Verzeiht, aber in der Hands-on-Area war es schlicht zu laut, um die Qualität der Speaker zu überprüfen.

Eine Selfie-Kamera mit Autofokus

Auf der Vorderseite schießt das Smartphone genau wie das P9 Fotos mit acht Megapixeln. Darüber hinaus verfügt das Modul im P9 Plus noch über einen Autofokus. Mit f/1.9 sind zudem bessere Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen möglich als bei der Selfie-Kamera des P9 mit f/2.4.

Auf der Oberseite versteckt sich ein IR-Blaster, mit dem Ihr Infrarot-gesteuerte Geräte bedienen könnt. Also weg mit den ganzen Fernbedienungen, die sich auf dem Couchtisch stapeln.

Mehr RAM und mehr Speicher

Die restlichen Unterschiede zum P9 beziehen sich auf die Hardware-Specs: Statt drei Gigabyte RAM bekommt das Große vier Gigabyte. Der interne Speicher ist 64 anstatt 32 GB groß. Der Akku verfügt über 3400 anstatt 3000 mAh und soll zwei Tage durchhalten.

Kurzum: Das "Plus" richtet sich an Heavy-User, die ihrem Smartphone tagtäglich mehr abverlangen. Dafür kostet es auch mehr: 699 Euro werden fällig, das sind 130 Euro mehr als für das Huawei P9. Ab dem 16. April könnt Ihr das Smartphone dann käuflich erwerben. Bis dahin haben wir es auch ausführlich getestet und den Artikel an dieser Stelle ergänzt.

Der erste Eindruck ist schon mal sehr gut. Das "Plus" an Features dürfte viele P9-Interessenten durchaus überlegen lassen, ob man die 130 Euro zusätzlich vielleicht doch investieren sollte.


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