Kazam Thunder Q4.5 im Test: Der Service macht's

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Kazam Thunder Q4.5
Kazam Thunder Q4.5(© 2014 CURVED)

Der Einstieg in den Smartphone-Markt führt für einen Neuling meist über den Preis. So haben ZTE und Huawei vorgemacht, jetzt folgt das britische Startup Kazam in deren Fußstapfen. Steht aber ein günstiger Preis auch für minderwertige Smartphones? Wir haben das Kazam Thunder Q4.5 unter die Lupe genommen.   

Der Name „Thunder“ suggeriert  einem, dass das Kazam Smartphone vielleicht ein Sturm an Leistung und Innovationen bringt, aber dem ist nicht so. Wer sich als Technik-Nerd auf die Spezifikationen stürzt, wird sicher enttäuscht sein. Aber: Das Kazam Thunder Q4.5 will auch gar nicht mit den Highend-Smartphones Samsung Galaxy S5, HTC One M8 oder auch dem Sony XPERIA Z2 konkurrieren. Am ehesten spielt das Thunder Q 4.5 in einer Liga mit einem Galaxy S4 mini oder einem Moto G.

Design: schlicht und elegant

Das Design des Thunder Q4.5 fällt dezent und elegant aus. Die Frontseite ist komplett schwarz, ohne dass ein Logo die Schlichtheit stört. Optisch erinnert das 4,5 Zoll große Smartphone stark an das Motorola Moto G – mit dem Unterschied, dass Kazam auf Softkeys unterhalb des Displays setzt.

Sehr gut aus unserer Sicht ist auch die matte Rückseite des Android-Smartphones von Kazam. Die Rückseite kann entzücken, da dort nur sehr dezent das Hersteller-Logo und die Kameralinse prangt. Diese Optik wirkt wertig und zieht auch die Fingerabdrücke nicht magisch an. Das Thunder Q4.5 fühlt sich zudem erstaunlich gut an: Man hat nicht das Gefühl, dass man ein Smartphone in der Hand hält, das nur 189 Euro kostet.

Schonkost unter der Haube

Wie schon beschrieben, handelt es sich beim Thunder Q4.5 um ein Mittelklasse-Smartphone. Die Leistung bezieht es aus einem 1,3 GHz schnellem Quad-Core-Prozessor, dem 1 GB Arbeitsspeicher und 4 GB interner Speicher zur Seite stehen. Trotz der nicht so umwerfenden Hardware waren im Alltagsgebrauch keine Leistungseinbußen zu bemerken. Apps wurden ausreichend schnell gestartet, Spiele wie Asphalt 8 oder FIFA 14 konnte man auf dem Smartphone auch spielen.

Durch den geringen internen Speicher sollte man die Möglichkeit einer Speichererweiterung mit microSD Karten unbedingt nutzen. Ansonsten läuft man Gefahr, dass aus Platzmangel schnell keine Apps, Videos oder Musik auf das Thunder Q4.5 mehr geladen werden können. Erstaunlicherweise stapelt Kazam bei dem Slot tief, denn laut Spezifikationen werden microSDs bis zur einer Kapazität von 32 GB unterstützt. Aber unser Testgerät akzeptierte ohne Probleme eine 64 GB Karte.

Gutes Display mit geringer Auflösung

Das 4,5 Zoll große Display ist für den Alltagsgebrauch gut geeignet. Es ist hell, und die Farben wirken knackig. Im Alltag ist es absolut ausreichend, um die wesentlichen Aufgaben zu erledigen. Einzig beim Stöbern im Internet könnte dem einen oder anderen die geringe Auflösung von 480 x 854 Pixeln ausbremsen, da man weniger von Inhalt sieht und dadurch mehr gescrollt werden muss.

Das Beste aus zwei Welten dank Dual-SIM-Slot

Dual-SIM-Smartphones fristen in unseren Breitengraden ein trauriges Schattendasein. Zu Unrecht, denn wer z.B. beruflich eine zweite SIM-Karte nutzen muss, der bräuchte nur ein Dual-SIM-Smartphone wie das Kazam Thunder Q 4.5, um berufliche und private Telefonate durchzuführen. In den Einstellungen lässt sich noch auswählen, welche der beiden SIM Karten für welche Dienste genutzt werden soll. Das ist vor allem wichtig, wenn man z.B. den Datenvolumen aus Kostengründen auf eine Karte beschränken will.

Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass das Smartphone bei jeder Kommunikation nach außen Daten-Traffic, SMS, Videotelefonat oder Sprachanruf abfragt, welche der beiden SIM-Karten genutzt werden soll. Ihr seht: Ein Dual-SIM Smartphone ist schon eine feine Sache für den beruflichen Alltag, aber auch für den nächsten Urlaub im Ausland. Im Ausland kann man sich z.B. eine Prepaid-Karte kaufen, um die lokalen Tarife zu nutzen, bleibt aber für den Notfälle immer noch über die heimische SIM-Karte erreichbar.

Einzigartiger Service für lau

Mit dem Smartphone selbst, bietet Kazam Mainstream Kost an, den es auch von der Konkurrenz gibt. Womit KAZAM Mobile aber definitiv punkten kann ist der Service, den es kostenlos dazu gibt. Da wäre zum einen das Rescue-Programm zu nennen. Gibt es ein Problem mit dem Kazam Smartphone, das man selbst nicht lösen kann, dann hat man die Möglichkeit dem Mitarbeiter an der Kunden-Hotline, einmalig und per Pin gesichert, das Smartphone per Remote freizugeben. Das absolute Kaufargument ist aber sicher Kazam Screen Protection. Geht innerhalb der ersten 12 Monate ab Kaufdatum das Display kaputt, egal ob fremd- oder eigenverschuldet, wird dieser vom Hersteller einmalig ausgetauscht. Wie in unserem Videointerview mit Richard Häussler von Kazam erklärte, soll der Austausch des Displays binnen von 72 Stunden vollzogen sein. So ein Service bietet aktuell kein anderer Hersteller im deutschsprachigen Raum an und ist ein echtes Kaufargument für ein Kazam Smartphone.

Fazit:

Mit dem Thunder Q4.5 schafft Kazam einen guten Einstieg in den deutschen Markt. Es ist ein solides Mittelklasse-Smartphone, mit dem Vorteil, dass es über zwei SIM-Karten-Slots verfügt. Design und Verarbeitung heben das Thunder Q 4.5 auf ein höheres Niveau, als der Preis vermuten lässt. Einziger Schwachpunkt ist die für ein 4,5 Zoll-Display geringe Auflösung. An dieser Stelle greift dann wieder der Preis von 189 Euro als Entschädigung.


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