Motorola Moto C Plus und Moto C im Test: Einmal hui, einmal pfui

Moto C Plus und Moto C (v. li.): Das Display macht den Unterschied.
Moto C Plus und Moto C (v. li.): Das Display macht den Unterschied.(© 2017 CURVED)

Mit Preisen von 109 und 129 Euro sind das Moto C und das Moto C Plus zwei sehr preiswerte Smartphones. Doch in diesem Fall ist der Griff zum teureren Plus-Modell absolut ratsam.

Zu allererst die Gemeinsamkeiten: Beide Moto C-Varianten verfügen über ein fünf Zoll großes Display, wenn auch mit unterschiedlichen Auflösungen: Während man beim Moto C Plus auf 1280 x 720 Pixel schaut, sind es beim Moto C nur 854 x 480 Pixel. Das reicht nicht für ein scharfes, pixelfreies Bild. Zudem ist das Display im Vergleich mit dem C Plus farblich ausgeblichen, auch ist die Oberfläche stumpf. Die Folge: Der Finger rutscht nicht über den Touchscreen, sondern stockt ständig. Dazu kommt noch die praktisch nicht vorhandene Blickwinkelstabilität. Kurzum: Das Display des Moto C ist so schlecht, dass selbst 109 Euro für dieses Smartphone zu viel sind. Das will man nicht einmal geschenkt haben.

Plus ist besser

Im wahrsten Sinne des Wortes anders sieht es beim Moto C Plus mit seinem vorzeigbarerem HD-Display aus: In dem Smartphone steckt zwar ebenfalls nur ein Gigabyte Arbeitsspeicher. Der Mediatek MT6737m ist mit 1,3 statt 1,1 Gigahertz auch nur minimal schneller. Doch im Vergleich zum kleinen Bruder lässt sich das Gerät ohne Frust bedienen. Aber auch bei der Plus-Version tut Lenovo alles, um den Preis niedrig zu halten. So fällt der interne Speicher mit 16 Gigabyte nicht üppig aus, und die Kameras bieten nur Auflösungen von acht und zwei Megapixeln.

Für die Betrachtung auf dem Smartphone selber reicht die Auflösung aus, für große Ausdrucke allerdings nicht. Für Schönwetter-Fotos mit guter Beleuchtung kann man die Kamera benutzen, sollte bei starken Kontrasten allerdings den HDR-Modus aktivieren. Viele Details sind auflösungsbedingt aber nicht zu erkennen, die Farben gehen in Ordnung. Ist die Beleuchtung jedoch nicht optimal, tritt ein störendes Bildrauschen auf. Von der Frontkamera sollte man komplett die Finger lassen: Selfies mit nur zwei Megapixeln Auflösung will niemand sehen.

Als Betriebssystem installiert Lenovo Android 7.0 Nougat auf dem Moto C Plus und nimmt keine wirklichen Änderungen an der Standard-Nutzeroberfläche von Google vor. Auf Bloatware und eigene Apps verzichtet der Hersteller ebenfalls. Positiv fällt auch der auswechselbare Akku des Smartphones auf. Der verfügt mit 4000 mAh über eine große Kapazität – das Moto C bietet nur 2350 mAh. Angesichts der Hardware kann man bei normaler Nutzung damit wirklich zwei Tage auskommen.

Fazit: ein Smartphone für Schönwetter-Fotos

Während Lenovo mit dem Moto C ein komplett unbrauchbares Smartphone anbietet, hat das Moto C Plus durchaus seine Existenzberechtigung. Klar, es ist ein günstiges Gerät von dem man nicht viel erwarten darf. Aber wer sein Smartphone nur selten benutzt, wird zufrieden sein. Für Messenger und zum Surfen im Internet reicht es völlig aus. Auch das eine oder andere Spiel lässt sich zocken. Fotos sollte man allerdings nur bei schönem Wetter machen.


Weitere Artikel zum Thema
iPhone X: Start der Massen­pro­duk­tion angeb­lich erneut verscho­ben
Guido Karsten
Die Massenproduktion des iPhone X soll noch begonnen haben
Bisher läuft die Produktion des iPhone X angeblich nur auf Sparflamme. Wie es nun heißt, wurde der Start der Massenproduktion erneut verschoben.
Google über­nimmt Pixel-Team und Lizen­zen: HTC baut weiter Smart­pho­nes
Guido Karsten
Viele der neuen Google-Mitarbeiter sollen schon am Google Pixel mitgearbeitet haben
HTC und Google sind sich einig: Für 1,1 Milliarden Dollar wechseln etwa 100 Smartphone-Spezialisten und Lizenzen zum US-Unternehmen.
Insta­gram zeigt Euch nun Eure Follower an
Christoph Groth
Instagram sagt Euch offenbar bald, wer Euch folgt
Wer folgt Euch und wer nicht? Instagram führt jetzt offenbar einen Hinweis ein, der genau diese Fragen beantwortet.