Lenovo "Star Wars: Jedi Challenge" angespielt: Großer AR-Spaß [mit Video]

Lenovo schickt Euch mit "Star Wars: Jedi Challenge" in den Krieg der Sterne. Wir haben ein Duell mit Kylo Ren ausgefochten. Wer gewonnen hat, verraten wir im Hands-on.

Auf der IFA-Keynote machte Lenovo für mich einen Kindheitstraum wahr. Denn das Unternehmen hat mit "Star Wars: Jedi Challenge" eine AR-Brille vorgestellt, die Euch mit einem kompatiblen Smartphone per App ins "Star Wars"-Universum abtauchen lässt. Um es auf die Spitze zu treiben, kommt die Brille mit einem originalgetreuen Lichtschwert-Controller, über den Ihr das Geschehen steuert.

https://youtu.be/RH7VVB_eUyI

Das Feel ist besser als der Look

Über das Aussehen der Brille lässt sich streiten. Meinen Geschmack trifft sie nicht. Aber als Spieler muss ich sie ja nicht sehen. Hauptsache, sie sitzt bequem. Mein Eindruck: Der Tragekomfort geht in Ordnung, ich hätte jedoch gern mehr Zeit mit der Justierung verbracht. Die Funktionsweise erinnert an die gängigen Smartphone-VR-Brillen wie die Gear VR oder die Daydream View. Heißt: Ihr schiebt Euer Telefon vorn in eine Öffnung, startet die App und los geht es. Nur halt mit Augmented- und nicht Virtual-Reality-Inhalten.

Zur Auswahl stehen drei Spielmodi: Ihr könnt das aus "Episode 4" bekannte Holo Chess spielen, berühmte Schlachten aus den Filmen in "Command & Conquer"-Manier aus der Vogelperspektive nachzocken und mit dem Lichtschwert in der Hand gegen die Sith antreten. Auf der IFA durfte ich den letzten Modus ein paar Minuten ausprobieren und musste mich in einem Zweikampf gegen den "Episode 7"-Bösewicht Kylo Ren behaupten.

Das Problem war nur: Ich konnte kaum etwas sehen. Das mag daran gelegen haben, dass die Beleuchtung im Raum nicht optimal war und man durch die dunkle Frontscheibe der Brille wenig sehen konnte. Außerdem muss das Headset passgenau auf der Nase sitzen. Im hektischen Zweikampf verrutschte es aber gern einmal. Trotzdem war es ein cooles Erlebnis, Schwerthiebe von Kylo Ren abzublocken und zum Gegenangriff auszuholen.

Was dabei aufgefallen ist: Der Lichtschwert-Controller reagierte ab und zu arg verzögert. Am Smartphone sollte das nicht gelegen haben. Schließlich sollen Headset und App laut Lenovo auch mit älteren Modellen (und dem iPhone) kompatibel sein. Eine andere mögliche Erklärung: Es lief noch nicht die finale Version der App auf den Geräten. Denn laut Auskunft am Stand war das "Kylo Ren"-Level das einzig verfügbare. Vielleicht legt Lenovo da bis zum Start noch etwas nach. Wichtig war erstmal: Ich habe den Kampf gewonnen. Hurra. Das Ergebnis erreichte laut einer Mitarbeiterin von Lenovo aber auch jeder andere Spieler an dem Abend. Es war nicht nur der erste, sondern auch der leichteste Level. Das Triumph-Gefühl mindert das nur bedingt.

Vorläufiges Fazit: Die Macht könnte stark mit Lenovo sein

Wenig gesehen, mit Verzögerungen gekämpft und doch gewonnen. Das trifft nicht nur auf meine kurze Session mit "Star Wars: Jedi Challenge" zu, sondern auch auf das Produkt. Denn der Coolness-Faktor ist trotz aller Widrigkeiten sehr hoch. Ich bin gespannt, wie sich Brille und Controller in einer ruhigen Umgebung machen, wenn man genügend Zeit hat, das Headset passgenau einzustellen. Deshalb freue ich mich jetzt schon auf den Test. Bis dahin heißt es: Die Saga geht weiter.


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