Letv Max im Test: Verdammt, ist das riesig!

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Letv Max: 6,33 Zoll sind eine Ansage
Letv Max: 6,33 Zoll sind eine Ansage(© 2015 CURVED)

Ihr könnt nichts mit kleinen Smartphones anfangen? Das Galaxy S6 Edge Plus ist Euch noch zu klein? Dann solltet Ihr einen Blick auf das Letv Max werfen.

Denn beim Letv Max, das teilweise auch als Letv X900 firmiert, könnt Ihr Euch von dem Gedanken verabschieden, das Smartphone mit einer Hand zu bedienen. Das klappt bei einer Größe von 167,1 x 83,5 Millimetern nicht. Selbst ein Anruf lässt sich ohne die Finger der zweiten Hand nur schwer annehmen.

Ausstattung wie ein Topmodell

An der Ausstattung des Letv Max ist kaum etwas auszusetzen. Das Metallgehäuse ist hervorragend verarbeitet und liegt angenehm in der Hand. Die Kamera steht etwas hervor - aber das ist ja gerade bei den Smartphone-Designern angesagt. Und auch der Fingerabdruckscanner arbeitet schnell und zuverlässig. Das 6,33 Zoll große Display verfügt über eine Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln, was auch bei diesem Riesen-Bildschirm für scharfes Bild reicht.

Unter der Haube verrichtet der Snapdragon 810 von Qualcomm mit der Unterstützung von vier Gigabyte Arbeitsspeicher sein Werk. Zusammen lassen sie das installierte Android 5.0.2. Lollipop mit der EUI-Benutzeroberfläche flüssig laufen und sorgen dafür, dass die Wartezeiten beim Starten von Apps sehr kurz ausfallen. Ihr ahnt es schon: Auch das Letv Max wird bei der Nutzung warm. Danke, Qualcomm!

Den je nach Modell 32, 64 oder 128 Gigabyte großen internen Speicher des Letv Max könnt Ihr nicht mit einer microSD-Karte erweitern. Stattdessen lassen sich zwei SIM-Karten in den Kartenschacht stecken: Eine micro- und eine Nano-SIM. Darüber hinaus beherrscht das Max auch Wireless Display. Der Nachteil: Die Technologie zur drahtlosen Übertragung von Bildern ist in Deutschland nicht weit verbreitet.

Chinesisch lernen mit dem Smartphone

Technisch kann das Letv Max also durchaus überzeugen - auch wenn es riesig ist. Allerdings konzentriert sich Letv mit seinem Videoportal und auch seinen Smartphones auf den chinesischen Markt. Dementsprechend ist Englisch neben Chinesisch die einzige auswählbare Sprache auf dem Smartphone. Während einige Elemente der Nutzeroberfläche ins Englische übersetzt sind, gilt das für die meisten vorinstallierten Apps nicht - auch nicht für den App Store, sodass es schwer fällt, neue Apps zu installieren.

Im App Store finden sich zwar gleich mehrere Google Installer. Aber anders als beim Meizu M2 Note funktionieren sie nicht. So bleibt noch der Weg über die Sideload-Installation von APKs.

Somit bleibt das Letv durch die Software am Ende ein Smartphone für alle, die selber gerne Android-Versionen installieren und sich mit den Tücken von nicht gleich funktionierenden Apps auseinandersetzen wollen oder Menschen, die Chinesisch mindestens lesen können.

Kameraauflösung so übertrieben groß wie das Display

Die Kamera des Letv Max verfügt über stolze 21 Megapixel, die zwar analog zum Display für große Fotos sorgen, aber bei der Bildqualität nicht an die hervorragenden Kameras des LG G4 oder des Samsung Galaxy S6 heranreichen. Stattdessen erwartet Euch bei dem China-Import eine gute durchschnittliche Bildqualität. Die Farben könnten für meinen Geschmack aber noch etwas kräftiger und vor allem gesättigter sein.

Die Selfie-Kamera mit einer Auflösung von vier Megapixeln liefert bei guter Beleuchtung brauchbare Schnappschüsse, kommt aber, sobald es etwas dunkler wird, schnell an die Grenzen.

Die Fotos in Originalauflösung findet Ihr in unserer Dropbox.

Europa ist noch nicht bereit für dieses Smartphone - oder war es anders herum?

Das Letv Max ist das perfekte Smartphone für alle, die einen verdammt großes Display haben wollen - und bereit sind, eine neue Android-Version zu installieren. An der Verarbeitung und der technischen Ausstattung gibt es kaum etwas zu meckern.

Der Preis des Letv Max passt zu seiner Ausstattung, fällt im Vergleich mit anderen Top-Smartphones aber immer noch niedrig aus. Bei Tradingshenzen, die uns das Testgerät zu Verfügung gestellt haben, zahlt Ihr für die getestete Variante mit 32 Gigabyte Speicherplatz 447 Euro. Die 64-Gigabyte-Version geht für 497 Euro über die virtuelle Ladentheke, das Topmodell mit 128 Gigabyte Speicher kostet 567 Euro. Der Händler verspricht übrigens, seine Verkaufsgeräte vor dem Versand mit dem Play Store von Google auszustatten, was sie definitiv benutzbarer macht.


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