Libratone Q Adapt On-Ear made for Google im Test

Dynamisches Duo: der Libratone Q Adapt On-Ear und das Pixel
Dynamisches Duo: der Libratone Q Adapt On-Ear und das Pixel (© 2017 CURVED)

Das neue Logo "made for Google" bedeutet, dass Hersteller Zubehör passgenau auf die Pixel-Smartphones abstimmen können. Der Kopfhörer Libratone Q Adapt On-Ear gehört zu den ersten Geräten mit dem Label. Was er kann? Der Test.

Vorab: Den Libratone Q Adapt On-Ear hatten wir bereits schon einmal im Test. Alle detaillierten Infos zu Verarbeitung, Zubehör und Sound findet ihr im Artikel von Felix.

Vielleicht habt ihr es im Elektronikfachmarkt schon einmal gesehen: Manches Zubehör für Smartphones trägt das Logo "made for iPhone". Das heißt, dass dieses Produkt nach den Kompatibilitätsanforderungen von Apple hergestellt wurde und vollständig mit dem iPhone kompatibel ist. Genau dieses Modell hat sich Google zum Vorbild genommen. Gemeinsam mit dem Pixel 2 und dem Pixel 2 XL stellte das Unternehmen im Oktober 2017 das "made for Google"-Programm vor. Ein erster Partner ist der Bluetooth-Kopfhörer-Hersteller Libratone, dessen Modell Q Adapt On-Ear zu den ersten Geräten gehört, die den Schriftzug auf der Verpackung tragen.

Den Q Adapt One-Ear gibt es jetzt doppelt

Großartig viele Unterschiede zum bereits erschienen Q Adapt On-Ear gibt es aber nicht. Der Bügel ist mit Stoff ummantelt und macht einen stabilen Eindruck. Die Ohrmuscheln wirken dagegen sehr edel, weil sie mit Leder überzogen sind. Die Bedienelemente sind geschickt versteckt, auch die Anschlüsse zum Laden und für das Klinkenkabel sind unscheinbar untergebracht. Der hohe Tragekomfort ist beim neuen Modell ebenfalls gegeben. Tatsächlich sind sich das alte und das "made for Google"-Modell so ähnlich, dass auf der Box auch das "made for iPhone"-Logo zu finden ist. Er lässt sich also auch in dieser Variante problemlos mit dem iPhone benutzen.

Aber irgendetwas muss doch neu sein, oder? Ja. Denn die neuen Q Adapt unterstützten in Verbindung mit Android-Smartphones das sogenannte "Fast Pairing". Das heißt: Ihr müsst die Kopfhörer beim ersten Koppeln nicht lange in den Bluetooth-Einstellungen des Smartphones suchen. Stattdessen findet das Gerät die Q Adapts selbstständig und zeigt diese über eine Nachricht auf dem Bildschirm. Auf die müsst Ihr dann nur noch einmal kurz tippen und Kopfhörer und Smartphone verbinden sich ab sofort automatisch miteinander, sobald ihr den Libratone einschaltet.

Aktuell wird die Fast-Pairing-Funktion laut Google auf Android-Geräte mit der Betriebssystem-Version 6.0 Marshmallow gebracht. In der Redaktion funktionierte die neue Technik allerdings nur auf einem Pixel 2. Andere Testgeräte mit Android wollten sich nicht per Fast Pairing mit dem Libratone verbinden.

Eine kurze Meldung zeigt: Das Smartphone hat den Kopfhörer gefunden.(© 2017 CURVED)

Beim ersten Koppeln habt ihr außerdem die Möglichkeit, direkt die Libratone-App zu installieren. Über die könnt ihr unter anderem zwischen den Toneinstellungen „Neutral“, „Extra Bass“ und „Verstärkte Höhen“ wählen, Web-Radio-Stationen anhören und den Grad der Geräuschunterdrückung auswählen, den Libratone City Mix nennt. Letzteres könnt ihr aber auch über die Taste an der rechten Ohrmuschel einstellen. Was mir dagegen noch fehlt, ist ein Button, wie es ihn für den Bose QC 35 2 gibt. Auf dem Kopfhörer der Konkurrenz lässt sich damit der Google Assistant nicht nur aufrufen. Er meldet sich auch bei neu eingegangenen Nachrichten.

Fazit: Einfach und gut

Der Libratone Q Adapt in der "made for Google"-Edition überzeugt durch schlichtes Design, hohen Tragekomfort, eine gute Geräuschunterdrückung und guten Sound. Das einfache Koppeln mit Android-Geräten ist das Sahnehäubchen, das einen guten Kopfhörer noch besser macht. Einzige Hemmschwelle könnten die 249 Euro sein, die Libratone für den Q Adapt aufruft. Wenn ihr aber gewillt seid, so viel Geld für einen Kopfhörer auszugeben, macht ihr mit dem Modell von Libratone nichts falsch.

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