Logitech Zerotouch im Test: mit Alexa im Auto unterwegs

Augen auf die Straße! Auf dem Display gibt es ohnehin nicht so viel zu sehen.
Augen auf die Straße! Auf dem Display gibt es ohnehin nicht so viel zu sehen.(© 2017 CURVED)

Die Smartphone-Autohalterung Zerotouch von Logitech gibt es schon länger zu kaufen. Neu ist die Integration von Alexa. Wir waren mit der KI auf Tour.

Viele von uns brauchen sowohl ihr Smartphone als auch ihr Auto jeden Tag. Da ist es nur logisch, dass beides immer enger miteinander verknüpft wird. Die Zusammenarbeit von Google und Apple mit diversen Autobauern und die daraus resultierenden Lösungen Android Auto und Apple CarPlay machen es möglich. Ihr schließt Euer Gerät einfach im Wagen an und könnt es über ein Interface an der Konsole oder per Spracheingabe zum Navigieren und Musikhören benutzen. Um diese Vorzüge zu genießen, braucht es allerdings ein Auto aus dem Jahr 2015 oder neuer. Genau da setzt Logi Zerotouch an. Die simple Autohalterung macht einfach das Smartphone zum Dashboard und ist deutlich günstiger als ein Neuwagen.

Zerotouch ist ernst gemeint: Nicht anfassen!

Neu ist Zerotouch nicht. Weil wir das Gerät vorher noch nicht getestet haben, hier kurz die Basics. Die Halterungen gibt es in zwei Varianten: mit Saugnapf für die Windschutzscheibe oder als Befestigung für die Lüftungsschlitze. In der Box liegen jeweils zwei magnetische Lösungen bei, mit denen Ihr das Smartphone an Zerotouch befestigen könnt. Einen Magnet könnt Ihr ans Smartphone oder die Hülle kleben, den anderen in die Hülle legen. Beides gewährt im Auto einen sicheren Halt.

Zentraler Bestandteil ist die Zerotouch-App für Android. Mit der stellt Ihr nicht nur per Bluetooth die Verbindung zum Smartphone her. Ihr könnt Euch auch in Dienste wie Yelp, Foursquare oder Spotify einloggen und Eure Mail-Adresse hinterlegen. Habt Ihr Zerotouch einmal mit dem Smartphone gekoppelt, verbinden sich beide Geräte selbstständig miteinander, sobald Ihr das Gerät auf die Halterung legt. Interagieren könnt Ihr, indem Ihr Eure Hand kurz über den oberen Teil des Smartphones haltet.

Dann ertönt ein Pling-Geräusch und Ihr könnt dem Smartphone Euer Anliegen diktieren. Möglich sind zum Beispiel: "Schicke eine Nachricht an Jan", "Spiele Rockmusik auf Spotify" oder "Navigiere zum Italiener". Eingehende Nachrichten und Mails liest Zerotouch selbstständig vor und fragt, ob Ihr sie beantworten wollt. Das Ziel soll dabei immer sein, dass der Autofahrer seine Augen da behält, wo sie hingehören: auf der Straße. Das klappt ob der einfachen Steuerung problemlos. Außerdem versteht Zerotouch Anweisungen sehr gut. Das macht Spaß. So passt es dann auch, dass Zerotouch die erste Lösung ist, die vom TÜV Süd mit dem neuen Prüfzeichen "Verminderte Fahrerablenkung" ausgezeichnet wurde.

Alexa überall: Die KI wird mobil

Neu ist die Integration von Amazons künstlicher Intelligenz (KI) Alexa. Ein interessanter Schritt. Zwar kommt Alexa auch schon bei Ford zum Einsatz. Trotzdem dient sie ja eigentlich als Steuergerät für Smarthome-Geräte. Tatsächlich ist die KI zum Navigieren nicht zu gebrauchen. Das kann sie nämlich im Auto genauso wenig wie über den Amazon Echo im Wohnzimmer. Macht aber nichts, dafür ist ja die Zerotouch-Lösung an Bord. Tatsächlich ist Alexa Einsatzgebiet auch unterwegs Euer zu Hause. Fahrt Ihr mit dem Auto von der Arbeit heim, könnt Ihr Alexa zum Beispiel auftragen, die Heizung im Wohnzimmer schon einmal hochzufahren. Und bevor Ihr nach dem Parken aussteigt, könnte sie ja das Licht im Flur einschalten.

Das bekannteste Gerät mit Alexa ist der smarte Lautsprecher Amazon Echo.(© 2016 CURVED)

Allerdings ist das Zusammenbeispiel von Zerotouch mit Alexa für Echo-Besitzer etwas gewöhnungsbedürftig. Ihr müsst nämlich erst die App per Geste aktivieren, dann "Alexa" sagen und dann Euren Befehl einsprechen. Wer es gewohnt ist, zu Hause über seinen Echo Musik zu hören, muss ebenfalls etwas umdenken. Denn Alexa hat innerhalb der Zerotouch-App keinen Zugriff auf Streamining-Dienste. Der erfolgt über Logitechs eigene Lösung. Ansonsten bietet die KI aber den gewohnten Umfang. Sie kann Wissensfragen beantworten, Dinge auf die Einkaufsliste schreiben oder Matheaufgaben lösen. Einzig: Vieles davon braucht man beim Autofahren eher selten.

Fazit: Alexa ist ein Bonus

Wer auf sein Smartphone auch im Auto nicht verzichten kann, für den ist Zerotouch das perfekte Add-on. Ohne Hinschauen texten, nach Musik suchen oder eine Navigationsroute starten? Einfacher geht es nicht. Kostenlose Anwendungen, wie die "Android Auto"-App von Google können in Sachen Funktionsumfang nicht mithalten. Die Integration von Alexa in Zerotouch ist aber mehr ein Bonus als ein wahrer Kaufgrund. Der smarte Thermostat weiß im Zweifel zum Beispiel automatisch, wann er heizen muss. Wollt Ihr Euch auch eine Zerotouch-Halterung zulegen, seid Ihr mit 59,99 für die Lüfter-Halterung oder 79,99 für die Halterung an der Windschutzscheibe dabei.


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