Monster N-Ergy im Test: Schmucke Kopfhörer ohne Druck

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Monster N-Ergy
Monster N-Ergy(© 2014 CURVED)

Die Firma Monster ist in Audio-Kreisen schon lange eine Macht, vor allem ob seiner Audiokabel-Sparte. Bei den Kopfhörern versucht man nach der Trennung von Beats am Ball zu bleiben – natürlich auch mit prominenter Unterstützung. Wir haben in die N-Ergy In-Ear-Kopfhörer reingehört und verraten Euch, ob Monster damit mit Konkurrenten wie den Beats Tour mithalten kann.

Bei den Kopfhörer-Herstellern scheint es aktuell der einzige Trend zu sein, sich Prominente als Galionsfiguren für die eigenen Kopfhörer heranzuziehen — Beats nutzte zur WM Fußballstars wie Neymar, Schweinsteiger und Götze, AKG entwickelte mit Quincy Jones mehrere Kopfhörer.

Nun gibt es auch von Monster ein paar In-Ear-Kopfhörer mit Promi-Einfluss: Die Monster N-Ergy wurden mit Schauspieler, Comedian und Rapper Nick Cannon entwickelt. Aha, leider hat der zunächst bei mir zu keinerlei Assoziationen geführt. Erst nach einer kurzen Recherche stellte ich begeistert fest, dass dieser Nick Cannon der Noch-Ehemann von Mariah Carey ist. Nun gut, egal wer er oder sie ist oder sind, eigentlich interessiert uns ja auch der Klang der N-Ergy, nicht ein "Promi" oder dessen Frau ...

Verarbeitung und Design

Im Lieferumfang befinden sich neben den Kopfhörern noch drei Paar Ohrstöpsel, ein paar Seiten Dokumentation in verschiedenen Sprachen und ein Aufkleber mit dem N-Credible Logo von Nick Cannon — Standardkost, wie man sie auch bei vielen anderen Gadgets mittlerweile erhält.

Ungewöhnlich, aber auch nicht spektakulär ist das Design: Größer als herkömmliche In-Ears und mit dem heutzutage gerne verwendeten Flachbandkabel ausgestattet, machen die N-Ergy haptisch einen guten Eindruck. Nur das etwas protzige Logo am Kabelsplitter wirkt aufgesetzt bis billig.

Damit die N-Ergy In-Ear-Kopfhörer auch am Smartphone eingesetzt werden können, hat Monster in das Kabel die ControlTalk getaufte Bedieneinheit integriert. Hinter dem schönen Namen versteckt sich ein ordinäres Mikrofon sowie eine Kabelfernbedienung — leider fehlt der ControlTalk-Einheit die Möglichkeit, auch die Lautstärke einzustellen.

Ungewöhnlich, aber sehr praktisch wiederum sind die zwei Magneten in den Ohrstöpseln: Diese halten die Ohrhörer bei Nichtnutzung hinter dem Nacken zusammen, so dass das Headset wie eine Halskette getragen werden kann — nette Idee, die den N-Ergys einen gewissen Alleinstellungswert gibt.

Sound: wo ist der Bass?

Bei der Bewertung des Klangs muss wie immer festgehalten werden, dass es sich stets um einen persönlicher Eindruck handelt. Bei meinem Nutzungsverhalten verfügen die N-Ergy In-Ears über saubere Höhen und sehr guten Mitten. Leider fehlt es untenherum an Bass.

Auch wenn man die Lautstärke hochschraubt, kommen kaum Bässe durch. Freunde von HipHop und anderer basslastiger Musik werden keine Freude an den Monster N-Ergy haben. Dafür klingt Sprache in Videos gut, so dass man diese Monster-Kopfhörer gut für Podcasts und dialoglastige Filme nutzen kann.

Monster N-Ergy: Höhen und Mitten top - Bass leider Flop.

Fazit: Stylish – aber nicht für jedermann

Monsters N-Ergy ist ein In-Ear-Kopfhörer, der die Hörerschaft spalten dürfte: Die eine Hälfte freut sich, dass die In-Ear-Kopfhörer weniger Bass in die Ohren drücken, während sich die andere Hälfte genau darüber ärgern dürfte. Auch beim Design der Monster In-Ear werden sich die Geister scheiden. Dafür ist die Verarbeitung top und gibt keinen Anlass zur Kritik. Wer also gerade ein In-Ear-Kopfhörer mit dezentem Bass und auffälligem Look sucht, der findet im Monster N-Ergy einen passenden Weggefährten.


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