Motorola Moto E 4G im Test: Verkaufshit aufgefrischt

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Die 2. Generation des Moto E erhält ein umfangreiches Hard- und Software-Update.
Die 2. Generation des Moto E erhält ein umfangreiches Hard- und Software-Update.(© 2015 CURVED)

Kurz vor dem Mobile World Congress überrascht Motorola mit der zweiten Generation des Moto E. Dem Verkaufshit aus dem vergangenem Jahr spendiert Motorola in der zweiten Generation neben LTE und einer Frontkamera auch Android 5.0.2 Lollipop. Ist das Moto E 2015 noch besser geworden als die 2014er-Version? Unser Test klärt auf. 

Nach nur neun Monaten aktualisiert Motorola den eigenen Verkaufshit – und hat sich bei der Entwicklung des neuen Moto E 2015 offenbar unsere Kritikpunkte zu Herzen genommen. In unserem Test zum Moto E 2014 bemängelte CURVED-Redakteur Jan, dass der Speicher mit 4 GB viel zu klein ausgefallen ist und eigentlich 8 GB besser wären.

Und wie groß ist der Speicher nun im Moto E 4G aus dem Jahre 2015? Genau: 8 GB. Oben drauf gibt es dann noch einen schnelleren Prozessor mit nunmehr vier Kernen, eine Frontkamera mit VGA-Auflösung, eine Hauptkamera mit Autofokus, schnelles LTE, ein geringfügig größeres Display mit 4,5 statt der bisherigen 4,3 Zoll und Android in der neusten Version. Trotz der ganzen Updates und Zusatzfeatures kostet das Moto E 4G nur 129 Euro.

Design und Haptik: Fast alles beim Alten

Von Außen betrachtet hat sich in den neun Monaten anscheinend nicht viel beim Moto E getan. Auch das 2015er Model ist wieder sehr schlicht gehalten und dank der Motorola-typisch gewölbten Rückseite liegt auch das Moto E 4G wieder einmal sehr gut in der Hand. Durch das von 4,3 Zoll auf 4,5 Zoll gewachsene Display haben auch die Außenabmessungen leicht zugenommen, aber der Zuwachs liegt im Millimeterbereich. Genauso ist ein geringfügiger Gewichtszuwachs von einem Gramm zu verzeichnen.

Ungewöhnlich am Moto E 4G ist aber, dass der komplette Rahmen des Smartphones abnehmbar ist. Entfernt man diesen, erhält man Zugang zum SIM- und microSD-Kartenslot. Zudem wird Motorola diese abnehmbaren Akzentbänder in acht verschiedenen Farben anbieten, so dass Ihr Euer Moto E damit auch individualisieren könnt. Neben den normalen Akzentbändern wird es auch noch sogenannte Grip Shells in fünf verschiedenen Farben geben. Diese bieten dann mehr Schutz für die Rückseite des Smartphones.

Display: Mehr als ausreichend

Auch wenn das Display auf 4,5 Zoll angewachsen ist, bleibt die Auflösung bei 540 x 960 Pixeln. Dadurch fällt natürlich auch die Pixeldichte leicht unter den Wert des Vorgängers. Effektiv merkt man den Unterschied aber nicht. So bleibt es auch beim Moto E des Jahrgangs 2015 bei einem guten Display mit klasse Schwarzwerten und solider Farbdarstellung, welche auch in verschiedenen Blickwinkeln stabil bleibt. Einzig bei praller Sonneneinstrahlung ist das Display trotz maximaler Helligkeit etwas schwach und spiegelt sehr stark.

Leistung: Flotte Hardware zum günstigen Preis

Beim Prozessor bleibt Motorola Qualcomm treu. Im neuen Moto E 4G schlägt nun aber ein vierkerniger Snapdragon 410 mit 1,2 GHz und 1 GB RAM. Diese Wahl trägt auch durchaus Früchte, denn im AnTuTu-Benchmark kommt das Moto E nun auf knapp 22.000 Punkte. Ansonsten ist das Android 5.0 Lollipop-Erlebnis sehr flüssig und es sind kaum Ruckler zu verzeichnen. Auch in Games wie Real Racing 3 oder auch Sky Force 2014 bleibt das Spielerlebnis ungestört. Nur beim Starten großer Spiele-Apps braucht man ab und zu etwas Geduld.

Kamera: Jetzt mit Autofokus und Frontkamera

Endlich kann man mit dem Moto E auch Selfies knipsen, da es diesmal auch eine Frontkamera gibt. Leider schießt diese nur Bilder in VGA-Auflösung, aber immerhin. Schließlich erlaubt diese Verbesserung nun auch die Teilnahme an Videochats per Skype oder Hangouts.

Der 5-Megapixel-Hauptkamera spendiert Motorola jetzt einen Autofokus, der aber nicht selektiv ist. Ihr könnt also nicht wirklich selbst einen Fokus im Bildausschnitt setzen. Trotzdem ist ein Autofokus immer noch besser als ein Fixfokus wie im Moto E des vergangenen Jahres.

Akku, Sound und LTE

Das Moto E 4G kostet 129 Euro und verfügt über einen großen Akku mit 2390 mAh. Während meiner Nutzung mit aktiviertem LTE, ab und zu mal einer Runde Real Racing 3, viel Social Media und Email-Verkehr kam das Moto E 4G locker über einen gesamten Arbeitstag. Das ist vor allem erstaunlich, da ich während des Testzeitraumes viel Zeit zwischen Hamburg und Berlin gefahren bin und das kleine Smartphone in der Zeit ständig damit beschäftigt war, zwischen Edge, 3G und LTE herumzuhüpfen.

In Sachen Sound ist das Moto E 4G absolut sein Geld wert und keiner meiner Gesprächspartner hat sich über eine unnatürlich klingende Stimme beschwert. Ein für den Preis hervorragendes Feature ist auch die LTE-Fähigkeit des Moto E 2015, da hiermit Daten aus dem Internet bekanntermaßen schnell geladen werden können. Wie schnell der Download ist, liegt dann aber auch an Eurem Netzanbieter, Eurem gewählten Datentarif und Eurem Standort.

Fazit:

Eigentlich kann man es nicht oft genug schreiben: Das Moto E 4G kostet nur 129 Euro! Für diesen Preis bietet das Smartphones alles, was man braucht. Gut, es ist im Vergleich zum alten Model um 10 Euro teurer geworden, aber dafür bekommt man nun eine 5-Megapixel-Kamera mit Autofokus, eine VGA-Frontkamera, LTE, Android Lollipop, einen stärkeren Akku, schnellere Hardware und den doppelten Speicher. Wer auf all diese Neuerungen verzichten kann, bekommt das Vorjahresmodell, das Moto E ohne 4G,  jetzt natürlich auch etwas günstiger.


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