Motorola One im Test: das Smartphone mit purem Android im Hands-on

Das Motorola One
Das Motorola One(© 2018 CURVED)

Das Motorola One soll durch ein modernes Design und unangetastetes Android One überzeugen. Ob's gelingt, verraten wir euch im Hands-on.

Manchmal ist weniger mehr: Eigentlich verändert Motorola das Android-Betriebssystem auf seinen Smartphones schon kaum. Bringt man aber als Partner von Google ein Android-One-Gerät wie das Motorola One heraus, verpflichtet man sich als Hersteller, den Nutzern ein pures Android-Erlebnis und fixe Updates zu bieten. Der Nokia-Hersteller HMD Global fährt bei seinen Geräten sehr gut damit, warum also nicht auch Motorola?

Wie fühlt sich das Motorola One an?

Das Gerät verbindet das unangetastete System mit einem modernem Äußeren. Das heißt: Der Hersteller setzt auf die "Notch" genannte Aussparung am oberen Display-Rand, die einen Lautsprecher und die Frontkamera beherbergt. Links und rechts daneben ist auf dem Display Platz für die Uhrzeit und den Status der Mobilfunkverbindung. Die mit Glas überzogene Rückseite komplettiert den zeitgemäßen Look.

Der Rahmen zwischen Vorder- und Rückseite besteht allerdings nicht aus Aluminium, sondern aus Kunststoff. Das merkt man aber beim Anfassen nicht. Verzichten müsst ihr auf einen Wasserschutz nach IP-Standard. Der bleibt teureren Geräten des Herstellers vorbehalten. Immerhin ist beim Motorola One aber ein Kopfhöreranschluss mit an Bord. Der gehört heutzutage längst nicht mehr zum Standard.

Wie steht es um die Leistung?

Während die Optik durchaus frisch wirkt, müssen im Inneren ältere Komponenten herhalten. So soll der Snapdragon 625 für Antrieb sorgen. Dazu gibt es vier Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher und 64 GB Speicher für Daten. Ob die Ausstattung zum Beispiel beim Zocken aufwendiger Spiele für ein ruckelfreies Erlebnis ausreicht, ließ sich am Messestand nicht feststellen. Außerdem löst das 5,9 Zoll große Display nur mit 1520 x 720 Pixeln auf. Damit sind einzelne Bildpunkte zwar nicht zusehen, Full-HD (1920 x 1080) wäre aber angemessener gewesen.

Für Schnappschüsse verbaut Motorola eine Dualkamera mit einem 13-Megapixel- und einem 2-Megapixel-Sensor. Letzterer ist aber nur für die Tiefenschärfe zuständig. Ihr könnt mit dem Motorola One also Porträt-Aufnahmen machen, bei die Person im Vordergrund scharf dargestellt wird, der Hintergrund dagegen unscharf wird. Ein Zoom ist nicht vorhanden. Für Selfies verbaut der Hersteller eine Frontkamera mit 8 Megapixeln.

Was muss ich sonst noch wissen?

Auch wenn es sich beim Motorola One um ein "Android One"-Gerät handelt, heißt das nicht automatisch, dass der Hersteller es mit der aktuellsten Android-Version ausstattet. Statt Android 9 Pie ist die Vorgängerversion Android Oreo installiert. Immerhin verspricht Motorola, das Update kurz nach dem Markstart im Oktober nachzuliefern.

Vorläufiges Fazit

Das Motorola One soll 299 Euro kosten. Gemessen an der Hardware scheint der Preis etwas hoch angesetzt. Neben dem modernen Design ist sicherlich die Update-Garantie ein Haupt-Kaufargument. Android-One-Partner verpflichten sich, zwei Jahre Betriebssystem-Updates und drei Jahre Sicherheitsupdates an die Nutzer zu verteilen. Ob das wirklich ein KO-Kriterium ist, erfahrt ihr dann im Test an dieser Stelle.


Weitere Artikel zum Thema
Moto G5 und G5 Plus erhal­ten Update auf Android Oreo
Michael Keller
Peinlich !7Moto G5 und G5 Plus sind im April 2017 erschienen
Android Oreo rollt langsam aus: In ersten Regionen steht das Update für das Moto G5 und das G5 Plus nun zur Verfügung.
Moto­rola One ist offi­zi­ell: Das Mittel­klasse-Smart­phone mit Notch
Lars Wertgen1
Das Motorola One hat eine Notch.
Das Motorola One ist ein Mittelklasse-Smartphone mit etwas älterem Prozessor. Gepunktet wird dafür mit Preis, Android-Updates und Sicherheitspatches.
Moto­rola: Diese Geräte erhal­ten Android Pie
Lars Wertgen
Das Motorola Moto Z3 Play bekommt bald Android Pie
Welche Smartphones von Motorola erhalten Android Pie? Der Hersteller nennt nun die Geräte. Die Liste ist nicht kurz, dennoch fehlen einige Namen.

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.