Nex Band im Hands-on: Dieses Armband macht, was Ihr wollt

Wer sich ein neues Gadget zulegt, muss oft Kompromisse bei den Funktionen eingehen. Mit dem Nex Band soll das anders werden. Das modulare Armband könnt Ihr nach Euren Wünschen gestalten. Auf der CES haben wir einen ersten Blick auf das Gerät geworfen.

Smarte Armbänder gibt es mittlerweile zu Genüge. Die meisten davon zählen Eure Schritte und zeichnen Euer Schlafverhalten auf. Und nicht viel mehr. Das kann doch nicht alles sein, dachten sich die Macher des Nex Band. Deren modulares Armband könnt Ihr nicht nur optisch, sondern auch funktionell ganz individuell gestalten. Modular heißt das Zauberwort.

Das Armband selbst bildet das Grundgerüst. Es kommt mit einem Beschleunigungssensor, der das Band zum Fitnesstracker macht, und einem Bluetooth-Chip, über den Ihr das Nex Band mit Eurem iPhone (ab iPhone 4s) verknüpft. Android-Geräte werden aktuell nicht unterstützt. Ein Akku mit 210 mAh versorgt das Armband mit Strom. Bei durchschnittlicher Nutzung soll er zwischen zwei und vier Tage durchhalten. Außerdem ist ein Vibrationsmotor an Bord, der Euch auf eingehende Nachrichten hinweist.

Nex bastelt an eigenen Spielen

Im Lieferumfang eines jeden Nex Bands befinden sich fünf sogenannte Mods. Die kleinen Bauteile könnt Ihr nach Belieben auf das Armband stecken und bei Bedarf mit Freunden tauschen. Es ist nämlich möglich, Daten wie Fotos oder Videos auf den Mods zu speichern. Wie groß der Speicher ist, wurde am Messestand allerdings nicht verraten. Bei der Demo reichte es nur für ein paar Sekunden Video. Jeder Baustein enthält außerdem eine LED, die in sechs Farben leuchten kann. So könnt Ihr etwa einstellen, dass ein Baustein bei Erhalt einer WhatsApp-Nachricht auf dem Smartphone Grün und bei einer Facebook-Nachricht Blau blinkt.

Nex Band im Hands-on(© 2016 CURVED)

Auch Spiele soll es für das Armband geben. Nex arbeitet gerade selbst an einem Mech-Shooter. Der schaut sogar richtig gut aus. Was das mit dem Armband zu tun hat? Einerseits könnt Ihr das Spiel über das Armband steuern. Andererseits soll es irgendwann soweit sein, dass Ihr Euch Mods mit Erweiterungen im Laden kaufen könnt. Dann bekommt Ihr neue Spielfiguren und andere Waffen. Auch der Tausch mit Freunden ist angedacht. Ein weiterer Gamification-Faktor ist das Thema Sport. Die Theorie: Ein Freund läuft eine Strecke auf Zeit, händigt Euch sein Mod aus und Ihr müsst versuchen, die Zeit auf der selben Strecke zu unterbieten. Schafft Ihr es, leuchtet das Armband Grün, schafft Ihr es nicht, Rot.

IFTTT ist ein wichtiger Bestandteil

Das ist aber lang noch nicht alles. Kernstück des Nex Band ist die Anbindung an  eine IFTTT-ähnliche (If This Then That) App. Damit sollt Ihr das Armband in Zukunft so einrichten, dass Ihr damit andere "Internet of Things"-Geräte steuern könnt. Ist Eure Kaffeemaschine zum Beispiel an eine smarte Steckdose angeschlossen, könnt Ihr das Nex Band so einrichten, dass es auf Knopfdruck am Armband Kaffee kocht.

Wie bei IFTTT müsst Ihr dazu ein Rezept in IFTTT erstellen, bei Nex Band heißt das allerdings "Hack". Klingt immerhin etwas cooler. Auch mit IFTTT selbst will man bei Nex noch zusammenarbeiten. Noch ist die Integration in den Dienst aber noch nicht abgeschlossen. Da bleibt zu hoffen, dass die Hersteller das schnell hinbekommen, das Nex Band kommt in den USA nämlich in kürze auf den Markt.

Vorläufiges Fazit: Das hat viel Potenzial

Gerade die CES zeigt: Unser Alltag wird immer smarter. Wenn ich da nicht immer für jede Interaktion mit einem IoT-Gerät mein Smartphone aus der Tasche ziehen muss, sondern einfach einen Knopf am Armband drücken kann, finde ich das gar nicht verkehrt. Zumal das Nex Band mit einem Preis von rund 99 Euro für Vorbesteller und rund 150 Euro für reguläre Einkäufer gar nicht mal so teuer ist.


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